Kategorie: Eichholz

  • Energiedrehscheibe NORD– Sindelfingen setzt auf Windkraft und erneuerbare Energien

    Energiedrehscheibe NORD– Sindelfingen setzt auf Windkraft und erneuerbare Energien


    Was ist die Energiedrehscheibe Nord in Sindelfingen?

    Die Energiedrehscheibe Nord in Sindelfingen, entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Kreismülldeponie Dachsklinge unweit vom Wohngebiet Eichholz und soll in Zukunft mehrere erneuerbare Energiequellen miteinander verbinden. Ziel ist es, an einem Standort verschiedene Technologien zu bündeln und damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung zu leisten.

    Bereits heute sind erste Anlagen in Betrieb, weitere Projekte befinden sich in Planung. Zusammengenommen entsteht hier ein Energiecluster mit einer Gesamtleistung von rund 167 Megawatt.

    Geplante und bereits realisierte Energieanlagen an der Energiedrehscheibe

    Mehrere Energiequellen sollen an diesem Standort kombiniert werden:

    Photovoltaik auf der ehemaligen Deponie

    bereits in Betrieb

    • etwa 3 MW Leistung
    • Strom für rund 1.100 Haushalte

    Die Photovoltaikanlage nutzt die große Fläche der ehemaligen Deponie zur Stromproduktion aus Sonnenenergie.


    Biogasanlage

    seit März 2026 in Betrieb

    • Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz
    • etwa 36 MW Energieleistung
    • Wärme für rund 2.300 Haushalte

    Mit der neuen Anlage wird aus organischen Reststoffen Biomethan erzeugt, das in das regionale Gasnetz eingespeist werden kann.


    Heizwerk Nord

    geplant

    • Nutzung von Holzabfällen
    • etwa 80 MW Leistung
    • Wärme für rund 5.500 Haushalte

    Das geplante Heizwerk soll vor allem regionale Holzreste energetisch nutzen und damit zusätzliche klimafreundliche Wärme bereitstellen.


    Windkraftanlagen

    in Planung

    • geplante Leistung von rund 48 MW
    • Strom für etwa 16.000 Haushalte

    3 Windenergieanlagen sollen künftig den größten Teil der Stromproduktion an diesem Standort übernehmen.

    Herausforderung: Energie speichern und verteilen

    Die lokale Energieerzeugung bringt auch technische Herausforderungen mit sich. Wind- und Solarenergie stehen nicht immer dann zur Verfügung, wenn sie benötigt werden.

    Daher sind Speichertechnologien und leistungsfähige Stromnetze entscheidend, um die Energie zuverlässig nutzen zu können.

    Die Energiedrehscheibe Nord kann den gesamten Energiebedarf Sindelfingens daher derzeit noch nicht vollständig decken. Fossile Energieträger werden vorerst weiterhin eine Rolle spielen.


    Bedeutung für den Sindelfinger Norden

    Für den Sindelfinger Norden – und damit auch für das Eichholz – bedeutet die Energiedrehscheibe vor allem eine längere Bauphase.

    In den kommenden Jahren müssen unter anderem

    • Gasleitungen
    • Fernwärmenetze
    • Stromleitungen

    gebaut oder erweitert werden.

    Die Bauanträge für die fünf geplanten Windräder wurden beim Landratsamt Böblingen 2024 eingereicht.

    Inbetriebnahme der Biogasanlage an der Energiedrehscheibe Nord

    März 2026: An der Energiedrehscheibe Nord in Sindelfingen ist ein weiterer Baustein der Energieinfrastruktur in Betrieb gegangen. Auf dem Gelände der ehemaligen Kreismülldeponie Dachsklinge wurde eine Anlage zur Aufbereitung von Biogas zu Biomethan fertiggestellt und an das öffentliche Gasnetz angeschlossen.

    Die Anlage ist Teil eines regionalen Projekts zur energetischen Nutzung von Bioabfällen.


    Aufbereitung von Biogas zu Biomethan

    Die Anlage verarbeitet Rohbiogas, das in der Vergärungsanlage in Leonberg aus Bioabfällen gewonnen wird. Über eine rund 3,3 Kilometer lange Leitung wird das Gas nach Sindelfingen transportiert.

    Dort erfolgt die Aufbereitung mittels Membrantechnologie. Dabei wird das Rohbiogas zu Biomethan mit einer Reinheit von über 97 Prozent veredelt.

    Das aufbereitete Biomethan wird anschließend in das öffentliche Gasnetz eingespeist und kann unter anderem für die Wärmeversorgung genutzt werden.

    Nach Angaben der Betreiber können auf diese Weise jährlich rund 40.000 Megawattstunden erneuerbare Energie bereitgestellt werden.


    Nutzung des bei der Aufbereitung entstehenden CO₂

    Bei der Gasaufbereitung wird das enthaltene Kohlenstoffdioxid vom Methan getrennt.

    Das CO₂ wird anschließend verflüssigt und als Rohstoff weiterverwendet. Die Anlage ist darauf ausgelegt, jährlich etwa 5.000 Tonnen CO₂ in Lebensmittelqualität zu gewinnen.


    Regionaler Bioabfall-Kreislauf

    Die Methanisierungsanlage bildet zusammen mit der Vergärungsanlage in Leonberg einen regionalen Bioabfall-Verwertungskreislauf.

    Der Prozess funktioniert in mehreren Schritten:

    1. Bioabfälle aus den Landkreisen Böblingen und Esslingen werden gesammelt
    2. In Leonberg erfolgt die Vergärung der Bioabfälle
    3. Dabei entsteht Rohbiogas
    4. Dieses wird nach Sindelfingen transportiert
    5. Dort erfolgt die Aufbereitung zu Biomethan und die Einspeisung ins Gasnetz

    Investitionen und technische Kennzahlen

    Die Investitionskosten für die Anlage in Sindelfingen einschließlich Gasleitung und CO₂-Abscheidung liegen bei rund 8 Millionen Euro.

    Zusammen mit der Vergärungsanlage in Leonberg umfasst das Gesamtprojekt Investitionen von etwa 54 Millionen Euro.

    Nach Angaben der Projektbeteiligten können beide Anlagen zusammen jährlich rund 18.000 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen. Das entspricht ungefähr dem durchschnittlichen jährlichen CO₂-Ausstoß von etwa 1.600 Menschen.

    Die Anlage ist Teil des Energiekonzepts an der Energiedrehscheibe Nord Sindelfingen, an dem neben der Biogasaufbereitung auch Photovoltaik sowie weitere erneuerbare Energieanlagen vorgesehen sind.

    Energiedrehscheibe Nord – wichtigste Daten zum Biogas

    • Standort: ehemalige Deponie Dachsklinge, Sindelfingen
    • Projektregion: Landkreise Böblingen und Esslingen
    • Biogasleitung: ca. 3,3 km von Leonberg nach Sindelfingen
    • Biomethanproduktion: ca. 40.000 MWh pro Jahr
    • CO₂-Rückgewinnung: ca. 5.000 Tonnen jährlich
    • Gesamtinvestition: rund 54 Millionen Euro
    • CO₂-Einsparung: etwa 18.000 Tonnen pro Jahr

    Windkraft an der Energiedrehscheibe Nord

    Wo stehen die Windräder?

    Nicht weit vom Eichholz, zwischen dem Sommerhofental und dem Stuttgarter Kreuz, entsteht ein neues Zentrum nachhaltiger Energie: die Energiedrehscheibe Nord Sindelfingen.

    Hier sollen fünf Windräder gebaut werden:

    • drei auf Sindelfinger Gemarkung
    • zwei auf Magstadter Seite

    .


    Lage der Windkraft-Anlagen und Auswirkungen auf das Eichholz

    Die geplanten Anlagen liegen überwiegend auf bereits vorbelasteten Flächen, beispielsweise:

    • entlang der Autobahn
    • auf der ehemaligen Deponie Dachsklinge

    Nach vorliegenden Gutachten werden keine erheblichen Beeinträchtigungen durch Lärm oder Schattenwurf für das Wohngebiet Eichholz erwartet.



    Fazit

    Die Energiedrehscheibe Nord Sindelfingen ist ein langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt zur regionalen Energieversorgung.

    Durch die Kombination aus Windenergie, Photovoltaik, Biomethan und Biomasse entsteht ein Energiestandort, der verschiedene erneuerbare Energiequellen miteinander verbindet und zur lokalen Energieversorgung beitragen soll.

    Weiterführende Links und Informationsquellen:

    👉Windkraft BB

    👉Horber Rückenwind

    👉Pro Windkraft Neckar-Alb

    👉Rückenwind Herrenberg

    Bildquellen: Alle Bilder in diesem Beitrag- Mit freundlicher Genehmigung der Stadtwerke Sindelfingen

    Bild oben: Fotomontage-Windräder vom Sommerhofental aus gesehen wo die Straße (Hohenzollernstraße) vom Eschenried zum Badezentrum führt (maßstabsgestreu).

    Energiedrehscheibe auch vom Dachskopf sichtbar

    Die Entwicklung der Energiedrehscheibe lässt sich auch aus der Umgebung gut beobachten. Wer auf der neuen Aussichtsplattform am Dachskopf steht, blickt direkt auf das Gelände der ehemaligen Deponie Dachsklinge.

    Bereits heute sind dort die großen Photovoltaikflächen sowie die Anlagen der neuen Biogasanlage deutlich zu erkennen. In Zukunft werden von dort aus auch die geplanten Windräder sichtbar sein.

    Mehr zur neuen Aussichtsplattform und zum Blick über das Eichholz gibt es im Beitrag
    👉 Der Dachskopf – neue Aussichtsplattform beim Eichholz lädt zum Entdecken ein

    Weiterführende Links der Stadtwerke Sindelfingen:

    🔗Energiedrehscheibe NORD

    🔗Methanisierungsanlage

  • Der Dachskopf – Neues Ausflugsziel mit Aussicht für die ganze Familie

    Der Dachskopf – Neues Ausflugsziel mit Aussicht für die ganze Familie

    📍 Dachskopf auf einen Blick

    Ort Sindelfingen bei Stuttgart (Baden-Württemberg)
    Höhe 553 m ü. NHN
    Entstehung Rekultivierte ehemalige Deponie Dachsklinge
    Heute Öffentlicher Aussichtspunkt und Naherholungsgebiet
    Zukunft Standort der Energiedrehscheibe Nord mit erneuerbaren Energien

    Hinweis: Diese Seite beschreibt ausschließlich den Dachskopf in Sindelfingen bei Stuttgart. Informationen zu Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Öffnungszeiten, Aussicht, Geschichte und den geltenden Verhaltensregeln finden Sie im weiteren Verlauf dieser Seite.

    Aktualisierung Juni 2026: Der Dachskopf verfügt inzwischen über eine öffentlich zugängliche 360-Grad-Webcam mit Livestream. Siehe Hinweis im Text 👇

    Die neue Aussichtsplattform beim Sindelfinger Eichholz

    Ein neues Highlight für Spaziergänger und Familien ist eröffnet:

    Die Aussichtsplattform am Dachskopf beim Eichholz.

    Von rund 550 Metern Höhe bietet sich ein beeindruckender Panoramablick über Sindelfingen – bei klarer Sicht sogar weit darüber hinaus.

    Der Höhenunterschied vom Sommerhofental bis zum Gipfel beträgt etwa 90 Meter. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht: Entlang des Weges informieren Schautafeln über die vielfältigen Biotope und Lebensräume im Gebiet, sowie die ehemalige Nutzung als Deponie (1959-1997). Seitdem hat eine erstaunliche Verwandlung stattgefunden, die viele Besucher erstaunen lässt.


    Ein Spaziergang mit Entdecker-Charakter

    Der Weg zur Plattform führt durch ein abwechslungsreiches Waldgebiet, vorbei an Wiesen, kleinen Lichtungen und schattigen Pfaden. Besonders gelungen sind die handgefertigten Ruhebänke, die vom Sindelfinger Forstteam aus Holz gearbeitet wurden – perfekt für eine kleine Rast zwischendurch.

    Auch für Kinder gibt es unterwegs einiges zu entdecken. Die Wege sind geschottert und führen ohne Treppen hinauf, was den Aufstieg angenehm macht – allerdings ist der Weg nur bedingt kinderwagentauglich.


    Natur erleben mit Aussicht

    Blick von der Dachskopf-Aussichtsplattform auf Sindelfingen und die umliegende Landschaft.

    Ob zum Spaziergang am Wochenende, zum Sonnenuntergang oder einfach für einen kleinen Moment der Ruhe – der Dachskopf ist ein Ort zum Entschleunigen.

    TIPP:

    Fernglas mitbringen! So lässt sich der weite Blick über Wälder, Felder und Stadtlandschaften noch intensiver genießen.Wer ein Fernglas zur Verfügung hat, kann bei guter Sicht vieles leichter entdecken und mehr als mit dem bloßen Auge. Mögliche Fern-Sichtziele sind z. B. der Engelberg Turm in Leonberg, die Hohe Warte bei Pforzheim (leider jetzt abgebaut) und die Burg Hohenneuffen. Wichtig dabei ist, auch seinen eigenen Standort auf der Plattform zu ändern.

    Der Engelbergturm vom Dachskopf aus gesehen

    Eröffnung und Zugang

    Die offizielle Eröffnung der Aussichtsplattform fand am 10. April 2025 statt.

    • Der Zugang erfolgt über die Waldwege vom Sommerhofental (Spielplatz beim Haus Sommerhof)oder über die Waldwege Stelle / Roter Berg.
    • Ein Zugang über die Leonberger Straße ist NICHT möglich.
    • Eine Alternative zu dem Aufstieg aus dem Sommerhofental bietet der Parkplatz „Am Gatter“ direkt neben dem Kreisverkehr am Ende der Leonberger Straße. Der Weg zum Gipfel ist mit rund 2,5 Kilometern etwas länger, dafür aber angenehmer, da der Höhenunterschied von dort nur etwa 60 Meter beträgt. Vom Parkplatz geht es nach dem Hochbehälter gleich rechts (Gatterallee) auf dem Weg ca. 500m geradeaus. Anschließend nimmt man den ZWEITEN Abzweig (Stuttgarter Weg) erneut nach rechts. Danach folgt man dem Weg für etwa einen Kilometer geradeaus, bis auf der rechten Seite ein Weg mit einem Schild zum Dachskopf abzweigt.
    • Kein Zutritt mit Fahrrad
    • Es besteht eine Schließzeit vom 01. Dezember bis 31. Januar, welche bei entsprechender Wetterlage verkürzt oder evtl. auch verlängert sein kann. Entsprechende Informationen sollen dann unten an den Wegweisern angebracht sein, so dass niemand auf halber Höhe vor verschlossener Türe steht. Weiter werden die Zugangswege im Winter nicht geräumt und gestreut.
    • Auf den Wegen ist keinerlei Beleuchtung vorhanden, weswegen der Zutritt und Aufenthalt auf dem Gelände nur bei Tageslicht erlaubt ist.
    • Es besteht noch immer Gefahr durch austretendes Gas aus dem Deponiekörper, weswegen Rauchen und offenes Feuer verboten sind, Feuerwerk natürlich ebenso. Bitte deswegen auch die Zugangswege nicht verlassen.
    • Hunde bitte anleinen
    • Es sind keine Mülleimer vor Ort – Nehmen Sie Ihren Abfall mit und entsorgen Ihn zu Hause.

    Bitte beachten Sie diese Hinweise, damit diese Landmarke weiter zugänglich bleiben kann. Der Dachskopf ist ein neues Naherholungsziel für alle, die Natur und Aussicht gleichermaßen schätzen – und das in unmittelbarer Nähe zum Eichholz.


    Fazit:

    Der Dachskopf ist ein lohnendes Ziel für einen Familienausflug, für Spaziergänger, Naturfreunde und alle, die Sindelfingen einmal aus einer neuen Perspektive sehen möchten.
    Ein Stück Naturerlebnis und Stadtblick – ganz ohne weite Anreise.

    Den Dachskopf jetzt auch von zu Hause erleben

    Wer den Dachskopf bereits besucht hat, kennt das Gefühl: Oben angekommen öffnet sich der Blick über die Wälder des Schönbuchs und bei guter Fernsicht reichen die Sichtachsen weit über die Region hinaus. Genau dieses Erlebnis lässt sich nun auch von zu Hause aus ein Stück weit nachvollziehen.

    Seit Kurzem steht auf dem Dachskopf eine moderne Webcam zur Verfügung, die einen beeindruckenden 360-Grad-Rundumblick als Livestream ermöglicht. Anders als bei vielen klassischen Webcams handelt es sich nicht um ein einzelnes Standbild. Besucher können die Umgebung selbst erkunden und den Ausblick aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

    Besonders spannend wird es bei klarer Sicht. Dann lassen sich sogar markante Wahrzeichen wie der Fernsehturm oder der Schönbuchturm am Horizont entdecken. Da die Webcam einen echten Livestream zeigt, wirkt das Bild überraschend lebendig – selbst vorbeifliegende Vögel oder wechselnde Wetterstimmungen werden unmittelbar sichtbar.

    Der Schönbuchturm vom Dachskopf aus gesehen.

    Die Webcam ergänzt die Aussichtsplattform auf sinnvolle Weise und macht den Dachskopf auch für Menschen erlebbar, die gerade nicht vor Ort sein können. Gleichzeitig macht sie Lust darauf, sich irgendwann selbst auf den Weg zu machen und den Ausblick direkt auf der Plattform zu genießen.

    ➡️ Mehr Informationen und den direkten Zugang zur Webcam finden Sie in unserem Beitrag zur neuen Dachskopf-Webcam.

    Blick auf die Energiedrehscheibe Nord

    Wer auf der Plattform des Dachskopfes nach Norden blickt, erkennt in dirketer Nähe bereits die Anlagen der Energiedrehscheibe Nord auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Dachsklinge. Besonders auffällig sind die großen Photovoltaikflächen, die schon heute Strom aus Sonnenenergie erzeugen.

    Auch die neue Biogasanlage ist inzwischen in Betrieb, aber vom Aussichtspunkt nicht zu sehen. In den kommenden Jahren sollen dort zusätzlich mehrere Windenergieanlagen entstehen. Einen Überblick über das gesamte Projekt gibt der Beitrag zur
    👉 Energiedrehscheibe Nord in Sindelfingen

    Für interessierte Sterngucker:

    🔗Blutmond auf dem Dachskopf

    Erstveröffentlichung

  • 🏀 Eichholz-Arena: Neuer Spielplatz statt Brachfläche – aber ohne Schatten?

    🏀 Eichholz-Arena: Neuer Spielplatz statt Brachfläche – aber ohne Schatten?

    Monatelang war die Fläche der ehemaligen Eichholz-Arena abgesperrt – nun soll endlich etwas passieren.
    Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird dort ein neues Spiel- und Klettergerüst für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren installiert. Der Aufbau soll zeitnah beginnen.

    Ersatz für verlorene Spielflächen

    Die Entscheidung, die Fläche künftig als kleinen Spielbereich zu nutzen, ist grundsätzlich sinnvoll.
    Gerade in den Sommermonaten, wenn der beliebte Spielplatz Holzi wegen des

    👉Eichenprozessionsspinners

    geschlossen werden muss, fehlt im Stadtteil eine große Spielfläche mit Geräten.
    Der neue Standort könnte hier zumindest eine kleine Ausweichmöglichkeit bieten.

    Kritik: Kaum Schatten und wenig Fläche

    Allerdings zeigt sich schnell, dass der Ersatz nur bedingt geeignet ist:
    Die ehemalige Arena bietet kaum Beschattung, was eine Nutzung in der Mittagszeit im Sommer nahezu ausschließt.
    Zudem handelt es sich um eine relativ kleine Fläche, auf der lediglich ein einzelnes Spielgerät Platz findet – ein echter Ersatz für den Holzi-Spielplatz ist das also nicht.

    Wichtig für viele Kinder

    Nicht nur Familien aus dem Stadtteil, auch die Stadtranderholung im Täle nutzt im Sommer regelmäßig alle drei Spielplätze im Eichholzwald – den Schleicher, das Eichholzer Täle und den Holzi.
    Die zeitweisen Sperrungen treffen also viele Kindergruppen gleichzeitig.

    Bürgerbeteiligung kam zu kurz

    Positiv hervorzuheben ist, dass die Stadtverwaltung überhaupt versucht, Ersatz zu schaffen.
    Weniger erfreulich ist allerdings, dass es kaum Gelegenheit für eine echte Bürgerbeteiligung gab.
    Gerade bei Projekten, die das Gesicht eines Stadtteils über Jahrzehnte prägen, wäre es wichtig, die Anwohner frühzeitig einzubeziehen.
    Schließlich handelt es sich um öffentlich finanzierte Maßnahmen – also um das Geld der Bürgerinnen und Bürger.

    Fazit

    Trotz aller Kritik ist der neue Spielbereich sicher besser als eine ungenutzte, abgesperrte Fläche.
    Doch das Beispiel zeigt erneut, dass in manchen Bereichen der Stadtverwaltung die Kommunikation mit den Bürgern verbessert werden sollte.

    Nachtrag vom 09.12.2025: Am 08.12.2025 fand die Einweihung des Spielplatzes statt- ohne Quartiersarbeit und ohne Mitglieder des AK Verkehr und Gestaltung vom Inseltreff. Die AK Mitglieder hatten keine Kenntis vom Termin erhalten. Der AK hatte unter anderem vorgeschlagen, nicht wie von der Stadtverwaltung geplant, die Fläche unter dem Klettergerüst mit Sand aufzufüllen. In den Reihenhäusern, die sich unmittelbarer Nähe befinden, sind zahlreiche Freigängerkatzen unterwegs, welche die Sandfläche zweckentfremdet hätten. Weiter vermissen wir noch die Holzunterlagen mit Lehne als Sitzgelegenheit für Erwachsene. Diese waren auf den Plänen eingezeichnet. Aktuell sind keine vorhanden. Das Arena-Kapitel schließt jedenfalls so ab, wie es begonnen hat. Mit mangelhafter Kommunikation, die trotz mehrmaligem Ansprechen, bisher keine Verbesserung erfahren hat.

    Der Platz an dem die Arena stand, mit dem neuen Spiel- und Klettergerüst.
    Die ehemalige baufällige Arena, abgesperrt mit einem Bauzaun. So sah der Platz Anfang 2025 aus.

  • 🎆 Silvester 2024/2025 im Eichholz – zwei Brände und viele Fragen

    🎆 Silvester 2024/2025 im Eichholz – zwei Brände und viele Fragen

    Der Jahreswechsel 2024/2025 verlief im Sindelfinger Stadtteil Eichholz alles andere als ruhig.
    Drei Tage lang wurde ohne Rücksicht geböllert, Raketen gezündet und Feuerwerk abgebrannt – oft deutlich außerhalb der erlaubten Zeiten. Besonders rund um die Watzmannstraße herrschte Dauerlärm, und viele Anwohner berichten von massiver Lärmbelästigung und illegalen Böllern.

    Zwei Brände- Friedrich-Ebert-Straße und Theodor-Heuss-Straße

    In der Silvesternacht kam es schließlich zu zwei Wohnungsbränden in bzw. an der Friedrich-Ebert-Straße, ausgelöst durch Feuerwerkskörper.
    Glücklicherweise wurde niemand verletzt – doch der Sachschaden ist erheblich, und eine betroffenen Wohnung ist bis heute unbewohnbar (September 2025).
    Ein Vorfall, der erneut die Frage aufwirft: Macht privates Feuerwerk in dicht besiedelten Wohngebieten überhaupt noch Sinn?


    Gefährliches Verhalten und fehlende Kontrollen

    Anwohner schildern Szenen, die fassungslos machen:
    Kinder zwischen brennenden Feuerwerksbatterien, Raketenstarts an der Christbaumsammelstelle, Feuerwerk in unmittelbarer Nähe zu geparkten Autos – und das alles ohne jede Rücksicht.
    Sicherheitsvorschriften oder Ruhezeiten schienen kaum jemanden zu interessieren.

    Besonders problematisch: Kontrollen durch Polizei oder Ordnungsdienst fanden praktisch nicht statt.
    Dadurch konnte jeder zünden, was und wann er wollte – ganz gleich, ob die Artikel legal oder illegal waren.


    Wachsende Kritik in der Bevölkerung

    Die Menge an verkauftem Feuerwerk steigt seit Jahren, ebenso der Gehalt an Schwarzpulver in legalen Produkten.
    Über das Internet gelangen zudem viele illegale Böller nach Deutschland.
    Immer mehr Bürgerinnen und Bürger sehen das kritisch – nicht nur wegen der Brandgefahr, sondern auch wegen Feinstaub, Müll, Tierleid und den Kosten für Feuerwehr und Versicherungen, die letztlich alle tragen.

    Auch Leserbriefe in der SZ/BZ zeigen: Die Mehrheit der Stadtbewohner lehnt Feuerwerk in Wohngebieten ab.
    Viele berichten von verstörten Haustieren, schlaflosen Nächten und der Sorge, dass ein Funke genügen könnte, um das eigene Haus in Brand zu setzen.


    Forderung nach Regeln und Alternativen

    Während Städte wie Stuttgart oder Holzgerlingen bereits Maßnahmen ergriffen haben, bleibt Sindelfingen bislang untätig.
    Die IG-Eichholz fordert deshalb die Stadtverwaltung und den Gemeinderat auf, endlich zu handeln:

    1. Klare Regeln und Kontrollen – Sanktionen für Verstöße gegen erlaubte Feuerwerkszeiten.
    2. Verbot von Feuerwerk in Wohngebieten, analog zu Stuttgart.
    3. Zulassung nur an ausgewiesenen Standorten, fern von Gebäuden und Waldflächen.
    4. Zentrales Stadtfeuerwerk oder Lasershow, organisiert von Profis – ein sicheres Erlebnis für alle.

    Zeit für ein Umdenken

    Die Ereignisse an Silvester 2024/2025 zeigen deutlich:
    Es braucht mehr Verantwortung und klare Grenzen beim privaten Feuerwerk.
    Denn wenn Freude in Gefahr umschlägt, ist niemandem geholfen.
    Das Eichholz – wie auch andere Stadtteile – wünscht sich ein sicheres, gemeinschaftliches und rücksichtsvolles Jahresende.

    Weiterführende Links/Informationen zum Thema:

    Petition mit über 2,7 Mio. Unterschriften (Stand 30/12/2025)

    Mittlerweile 55 Organisationen fordern ein Böllerverbot. Die ersten Unterschriften wurden bereits auf der Innenministerkonferenz übergeben

    #böllerciao als Hashtag bei der Suche z.B. in Google eingeben.

    Link Ministerium Baden-Württemberg

    Einen Ausdruck dieses Blog-Beitrags haben wir am Samstag den 08.11.2025 ,während des Sindelfinger Wochenmarktes, an Oberbürgermeister Kleemann übergeben und Ihm den Sachverhalt persönlich erläutert. Seine Worte vom Mai 2025: Zuhören-Verstehen-Machen. Wir nehmen Ihn beim Wort.

    Meldung von Verstößen-direkter Draht zu den Behörden:

    Bei akuter Gefahr die 📞 110 wählen

    Hinweise ohne akute Gefahr:📞 07031/94-333

    Der AB wird abgehört Mo-Do von 8-24 Uhr, Fr. u.Sa. bis 3 Uhr

    Ausserhalb der Dienstzeiten des Ordnungsamts kann das Polizeirevier Sindelfingen verständigt werden unter Tel.:

    📞07031/ 6970

    Link Ordungsamt der Stadt Sindelfingen (Leider seit 12/2025 nicht mehr verfügbar)

    Link Pressemitteilung der Stadt zu Feuerwerk 2025

    Die im Eichholz schwer beschädigte Wohnung im Juli 2025. Noch immer nicht wieder bewohnt. Solche Schäden sind keine Kavaliersdelikte, sondern haben lange Nachwirkungen und Kosten. Foto: R-U Grünewald
  • Umbau Fr.-Ebert Straße und R10

    Umbau Fr.-Ebert Straße und R10

    Umbau der Friedrich-Ebert-Straße: Sorge um Zufahrt und Parkplätze im Eichholz

    Die Friedrich-Ebert-Straße in Sindelfingen soll um rund 1,5 Meter schmaler werden – zugunsten eines neuen, beidseitigen Fuß- und Radwegs. Das Projekt betrifft den Abschnitt vom Bereich des sogenannten „Stelzenhochhauses“ bis zu der Stelle, von der das dem Bericht beigefügte Foto aufgenommen wurde.
    Nach den Plänen der Stadtverwaltung sollen sämtliche Parkplätze unter der Balustrade dauerhaft entfallen. Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird das Parken künftig nicht mehr möglich sein.

    Kurzfristige Einladung, wenig Bürger informiert

    Am 29. November 2024 stellte die Stadtverwaltung – vertreten durch Frau Dr. Clemens – die Umbaupläne öffentlich vor. Der Termin wurde jedoch sehr kurzfristig bekanntgegeben, sodass nur wenige Bürger teilnehmen konnten. Viele Anwohner erfuhren erst im Nachhinein, dass rund 60 Pkw-Stellplätze auf diesem Abschnitt verloren gehen und die einzige Zufahrt in das Wohngebiet Eichholz künftig um 1,5 Meter verengt werden soll.

    „Effektive, transparente und bürgernahe Kommunikation sieht anders aus“, so die drei teilnehmenden Vertreter der IG-Eichholz. Die Erfahrung zeige, dass unklare Informationspolitik oft zu Konflikten führe – wie zuletzt bei den Radwegplanungen im Bereich Schleicher.

    Sorgen um Verkehrssicherheit und Rettungswege

    Die Friedrich-Ebert-Straße ist die einzige Zufahrt für rund 6.000 direkte Anwohner und die Bewohner vom Stadtteil Eichholz. Auch Rettungsfahrzeuge und der öffentliche Nahverkehr können nur diese Verbindung nutzen. Eine Verengung könnte im Ernstfall gefährliche Verzögerungen verursachen.
    Bereits an Silvester 2024/2025 kam es zu einem Brand im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße, bei dem deutlich wurde, wie wichtig eine freie und sichere Zufahrt ist.

    Auch die als Notfallzufahrt vorgesehene Trettachstraße gilt als unzureichend: Sie ist häufig zugeparkt und für große Einsatzfahrzeuge schwer bzw. nicht passierbar. Bei einem Brand wäre es dann kaum möglich, eine Drehleiter im Eichholz einzusetzen.

    Fehlende Parkmöglichkeiten verschärfen Situation

    Mit dem Wegfall der Parkflächen entlang der Friedrich-Ebert-Straße wird sich die ohnehin angespannte Parksituation im Eichholz weiter verschärfen. Schon jetzt werden Fahrzeuge teilweise in Grünanlagen oder auf Gehwegen abgestellt.
    Die IG-Eichholz erinnert daran, dass man er der Stadtverwaltung mehrfach vorgeschlagen habe, im Eichholz eine Parkraumbewirtschaftung einzuführen. Diese sei bisher mit dem Hinweis auf zu hohen Aufwand abgelehnt worden. Moderne digitale Systeme könnten jedoch heute eine effiziente und kostengünstige Kontrolle ermöglichen.

    Radwege: Bedarf und Sicherheit hinterfragt

    Laut Verwaltung soll der neue Radweg beidseitig verlaufen. Die IG-Eichholz hält das für überdimensioniert:
    „Für den Radverkehr existieren bereits sechs Wege, die direkt an das bestehende Radnetz anschließen“, heißt es in der Stellungnahme.
    Zudem seien auf der stadteinwärts führenden Seite mehrere Grundstückszufahrten vorhanden – wie dort künftig Radfahrer sicher queren sollen, sei bislang offen geblieben. Klar sei: Wenn ein neuer Radweg entsteht, müsse er auch verbindlich genutzt werden.

    Fehlende Alternativen zur Zufahrt

    Eine ursprünglich geplante Verlängerung der Theodor-Heuss-Straße Richtung Hinterweil und Maichingen wurde 2007 aus Naturschutzgründen aufgegeben. Somit bleibt die Friedrich-Ebert-Straße die einzige Zufahrt für das gesamte Gebiet.
    Alternativen wie Quartierparkhäuser oder kombinierte Lösungen seien bislang nicht ernsthaft geprüft worden.

    Fazit der IG-Eichholz

    Die IG Eichholz appelliert an die Mitglieder des Gemeinderats, den aktuellen Plan kritisch zu hinterfragen und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen.
    Ziel müsse sein, eine verkehrssichere und zukunftsfähige Lösung zu finden, die sowohl den Radverkehr fördert als auch die Erreichbarkeit und Sicherheit für alle Bewohner gewährleistet.

    „Für die Mehrheit der Bürger muss auf der Friedrich-Ebert-Straße ein zuverlässiger und störungsfreier Verkehr für Auto, Bus und Rettungsdienste möglich bleiben“, so die IG-Eichholz.
    „Wir stehen für einen konstruktiven Austausch vor Ort jederzeit zur Verfügung.“

    Nachtrag:

    Einen Ausdruck dieses Blog-Beitrags haben wir am Samstag den 08.11.2025 ,während des Sindelfinger Wochenmarktes, an Oberbürgermeister Kleemann übergeben und Ihm den Sachverhalt persönlich erläutert. Seine Worte vom Mai 2025: Zuhören-Verstehen-Machen. Wir nehmen Ihn beim Wort.

    🔗Link zur offiziellen Seite der Stadt Sindelfingen zum Radkonzept

    🔗Link Streckenplanung Stadtbahn Friedrich Ebert Straße

    🔗Link zu Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz

    🔗Fahrkonzept Innenstadt