Seit vielen Jahren ‚wohnt‘ in der Bücherei eine steinerne Katze. Es ist eine Skulptur, die vielen Besuchern und Besucherinnen ebenso wie den ehrenamtlichen Mitarbeitern*innen schon immer eine Freude war, sie gehört einfach zur Bücherei wie die vielen Bücher und andere Medien. Nur: diese Katze hat keinen Namen, wir rufen deshalb einen Namenswettbewerb aus!
Mach mit beim Namenswettbewerb! Komm in die Bücherei, gib deinen Namensvorschlag ab und mit etwas Glück gewinnst du einen von drei Buchgutscheinen.
Die Bücherei im Eichholz freut sich auf viele kreative Vorschläge. Sobald die Katze ihren Namen hat, erfährst du es natürlich auch bei uns!
Beitragtext: Susanne Blum für die Bücherei im Eichholz Beitragsbild: Thomas Alf (KI-generiert)
Patientenverfügung, Vollmachten und Testament – was gehört eigentlich wozu?
Ob Vortrag, Workshop oder Infotag: Beim Thema Vorsorge verliert man schnell den Überblick. Wir greifen interessante Angebote auf und fassen die zentralen Punkte kurz und übersichtlich zusammen.
Denn Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und andere Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge sind Themen, mit denen sich eigentlich jeder Erwachsene einmal beschäftigen sollte.
Also haben wir uns das Thema selbst einmal genauer angesehen. Dabei haben wir festgestellt: Es gibt mehr Möglichkeiten, als man vielleicht zunächst denkt.
Deshalb möchten wir in diesem Beitrag nicht einfach eine Veranstaltung nacherzählen. Wir möchten etwas weiter schauen und verschiedene Möglichkeiten vorstellen – von persönlichen Anlaufstellen und fachlicher Beratung bis hin zu kostenlosen Online-Angeboten und digitalen Diensten.
Wir wollen mit diesem Beitrag nichts empfehlen. Wir möchten zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, damit jeder selbst entscheiden kann, welcher Weg zur eigenen Situation passt.
Eine Frage, die jeden treffen kann
Über die eigene Zukunft nachzudenken, ist nicht immer angenehm. Besonders dann, wenn es um Krankheit, einen Unfall oder den eigenen Tod geht. Viele Menschen schieben das Thema Vorsorge deshalb lieber vor sich her.
Dabei geht es zunächst um eine ganz einfache Frage:
Was passiert, wenn ich eines Tages meine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln oder meinen Willen nicht mehr äußern kann?
Und damit verbunden:
Wer soll dann für mich handeln?
Das betrifft übrigens nicht nur ältere Menschen. Ein Unfall oder eine schwere Erkrankung kann jeden Erwachsenen treffen. Vorsorge ist deshalb ein Thema, mit dem man sich grundsätzlich in jedem Alter beschäftigen kann.
Und je länger man sich damit beschäftigt, desto deutlicher wird: Vorsorge ist nicht einfach eine Sache, die man mit einem einzigen Formular erledigt.
Viele Begriffe – unterschiedliche Aufgaben
Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe wie Bankvollmacht, Vorsorgevollmacht, Generalvollmacht, Patientenverfügung oder Testament.
Nicht alles davon regelt dasselbe.
Dokument / Regelung
Worum geht es grundsätzlich?
Bankvollmacht
Sie kann dazu berechtigen, bestimmte Bankgeschäfte für eine andere Person zu erledigen.
Generalvollmacht
Sie beschreibt vor allem den Umfang einer Vollmacht und kann sehr weitreichende Vertretungsbefugnisse umfassen.
Vorsorgevollmacht
Sie soll ermöglichen, dass eine andere Person für mich handeln kann, wenn ich meine Angelegenheiten beispielsweise wegen Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr selbst regeln kann.
Patientenverfügung
Hier können persönliche Wünsche für bestimmte medizinische Behandlungssituationen festgehalten werden, wenn man den eigenen Willen möglicherweise nicht mehr selbst äußern kann.
Testament
Es regelt, was nach dem Tod mit dem eigenen Nachlass geschehen soll.
Generalvollmacht und Vorsorgevollmacht
Die beiden Begriffe werden häufig als Gegensätze dargestellt. So einfach ist es aber nicht.
Eine Generalvollmacht beschreibt vor allem, wie weit eine Vollmacht reicht. Eine Vorsorgevollmacht beschreibt vor allem, welchem Zweck sie dient.
Ein Dokument kann deshalb zugleich eine Generalvollmacht und eine Vorsorgevollmacht sein.
Entscheidend ist nicht allein die Überschrift eines Dokuments, sondern vor allem sein konkreter Inhalt.
💡 Gut zu wissen
Der Umfang einer Vollmacht richtet sich immer nach ihrem konkreten Zweck.
Eine Bankvollmacht kann beispielsweise bestimmte Bankgeschäfte betreffen. Daraus folgt nicht automatisch, dass damit auch andere persönliche, rechtliche oder behördliche Angelegenheiten geregelt sind.
Auch bei einer Vorsorge- oder Generalvollmacht kommt es auf die konkrete Gestaltung an. Welche Bereiche sie umfasst, wann sie verwendet werden darf und welche Form dafür sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Bei weitreichenden Vollmachten kann deshalb eine fachkundige Beratung sinnvoll sein.
Patientenverfügung – der eigene Wille bei medizinischen Fragen
Eine Patientenverfügung verfolgt einen anderen Zweck.
Hier können persönliche Wünsche für bestimmte medizinische Behandlungssituationen festgehalten werden, für den Fall, dass man seinen Willen möglicherweise nicht mehr selbst äußern kann.
Eine Patientenverfügung ist deshalb keine Vollmacht und kein Testament.
Sie kann für Angehörige und behandelnde Ärztinnen und Ärzte eine wichtige Orientierung sein:
Was hätte der Patient selbst gewollt?
Gerade diese Frage kann für Angehörige sehr belastend sein.
Wichtig ist dabei, dass eine Patientenverfügung möglichst konkret beschreibt, für welche Situationen welche medizinischen Maßnahmen gewünscht oder abgelehnt werden. Eine allgemeine Aussage wie „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ kann allein zu unbestimmt sein.
Welche persönlichen Vorstellungen man festhalten möchte, ist eine individuelle Entscheidung. Bei medizinischen Fragen kann deshalb ein Gespräch mit der eigenen Ärztin oder dem eigenen Arzt hilfreich sein.
Testament – eine andere Frage
Ein Testament beschäftigt sich wiederum mit einer anderen Situation:
Was soll nach meinem Tod mit meinem Nachlass geschehen?
Auch ein Testament ist deshalb nicht dasselbe wie eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung.
Familienverhältnisse, Vermögen und persönliche Wünsche können sehr unterschiedlich sein. Was für eine Familie passend erscheint, kann bei einer anderen zu ganz anderen rechtlichen Folgen führen.
Deshalb gilt auch hier:
Erst informieren, dann entscheiden.
Bei persönlichen oder komplizierteren Fragen kann fachkundiger Rat sinnvoll sein.
Es gibt nicht die eine Lösung für alle
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt bei diesem ganzen Thema.
Es gibt nicht automatisch eine für jeden Menschen richtige oder falsche Lösung.
Was sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation ab.
Manche Menschen haben einfache persönliche und finanzielle Verhältnisse. Andere haben Immobilien, größere Vermögenswerte, mehrere Familienangehörige oder andere Besonderheiten..
Auch die Frage, wer im Ernstfall handeln soll, ist sehr persönlich.
Wir wollen mit diesem Beitrag deshalb nichts empfehlen.
Wir möchten vielmehr zeigen, welche Möglichkeiten es gibt und wo man weitere Informationen oder Unterstützung bekommen kann.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Wer seine Vorsorge regeln möchte, kann unterschiedliche Wege gehen.
Persönliche Beratung und Unterstützung
Eine Möglichkeit ist, sich persönlich beraten zu lassen. Dafür gibt es verschiedene Anlaufstellen.
Gerade wenn viele persönliche, familiäre oder rechtliche Fragen zusammenkommen, kann ein persönliches Gespräch hilfreich sein. Man kann die eigene Situation schildern, Fragen stellen und gemeinsam überlegen, welche Themen überhaupt geregelt werden sollen.
Notarin oder Notar
Bei individuellen rechtlichen Fragen können auch Notarinnen und Notare eine mögliche Anlaufstelle sein.
Ob eine notarielle Beratung oder Beurkundung im eigenen Fall sinnvoll ist, hängt von den persönlichen Umständen ab.
Auch hier gilt:
Nicht jeder braucht dieselbe Regelung.
Ärztin oder Arzt
Bei einer Patientenverfügung geht es nicht nur um rechtliche Formulierungen. Es geht vor allem darum, welche medizinischen Behandlungen man in bestimmten Situationen möchte oder ablehnt.
Deshalb kann es sinnvoll sein, die eigenen Vorstellungen auch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu besprechen.
Vorsorge selbst online erstellen
Eine weitere Möglichkeit gibt es inzwischen ebenfalls:
Man kann Vorsorgedokumente auch online erstellen.
Das kann für Menschen interessant sein, die sich zutrauen, sich selbst ausführlich mit ihren Vorstellungen auseinanderzusetzen und ihre Entscheidungen Schritt für Schritt festzulegen.
Dabei gibt es unterschiedliche Angebote.
Kostenlose Online-Angebote der Verbraucherzentralen
Die Verbraucherzentralen stellen inzwischen kostenlose Online-Werkzeuge zur Verfügung, mit denen unter anderem Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung Schritt für Schritt erstellt werden können.
Die Angebote basieren auf Textbausteinen des Bundesministeriums der Justiz.
Das kann eine interessante Möglichkeit für Menschen sein, die ihre Vorsorge selbst erarbeiten möchten, ohne dafür einen kostenpflichtigen Online-Service zu nutzen.
Die fertigen Dokumente müssen anschließend entsprechend den jeweiligen Anforderungen ausgedruckt und unterschrieben werden.
Kommerzielle Online-Dienste
Daneben gibt es auch kostenpflichtige Online-Angebote, die über die reine Erstellung eines Dokuments hinausgehen.
Ein Beispiel dafür ist DIPAT – Die Patientenverfügung.
Hier werden die eigenen Vorstellungen Schritt für Schritt online abgefragt und können sehr detailliert festgelegt werden. Nach Angaben des Anbieters können die Angaben später verändert oder ergänzt werden. Neben der Patientenverfügung können auch eine Vorsorgevollmacht und eine Betreuungsverfügung erstellt werden.
Ein weiterer Unterschied liegt in der digitalen Verwaltung: Die Unterlagen können online hinterlegt und im Notfall abrufbar gemacht werden.
Das kann gerade für Menschen interessant sein, die keine Vertrauensperson in unmittelbarer Nähe haben oder Wert darauf legen, dass wichtige Unterlagen nicht nur an einem einzigen Ort aufbewahrt werden.
Online-Service kostet Geld
Bei einem solchen Angebot bezahlt man nicht nur für ein Formular. Die Kosten entstehen vor allem für den laufenden digitalen Service, beispielsweise für die Online-Hinterlegung, Erinnerungen zur Aktualisierung oder Möglichkeiten des Notfallzugriffs.
Bei DIPAT gibt es nach Angaben des Anbieters verschiedene Tarifmodelle. Dazu gehört neben einem regulären Tarif auch ein Genossenschaftsmodell mit einem monatlichen Beitrag.
Das ist keine Empfehlung der IG Eichholz für diesen Anbieter.
Wir nennen DIPAT hier als Beispiel dafür, dass inzwischen auch digitale Vorsorgedienste existieren, die einen anderen Ansatz verfolgen als klassische Papierformulare oder eine persönliche Beratung.
Wer einen solchen Dienst nutzen möchte, sollte sich vorab genau anschauen, welche Leistungen enthalten sind, welche laufenden Kosten entstehen und wie die eigenen Daten und Dokumente verwaltet werden.
Warum digitale Auffindbarkeit interessant sein kann
Bei allen Vorsorgedokumenten stellt sich irgendwann eine ganz praktische Frage:
Was nützt ein Dokument, wenn im entscheidenden Moment niemand weiß, dass es existiert?
Eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung hilft wenig, wenn Angehörige, Bevollmächtigte oder behandelnde Personen nicht wissen, dass sie vorhanden ist oder wo sie zu finden ist.
Deshalb gehört zur Vorsorge auch die Frage, wo wichtige Unterlagen aufbewahrt werden und wer im Bedarfsfall weiß, wie sie zu finden sind.
Es kann sinnvoll sein, nahestehende Personen darüber zu informieren, dass entsprechende Unterlagen vorhanden sind.
Eine digitale Hinterlegung kann bei bestimmten Angeboten eine zusätzliche Möglichkeit sein, die Unterlagen im Bedarfsfall auffindbar zu machen.
Das ist einer der Punkte, bei denen sich klassische Papierlösungen und digitale Angebote unterscheiden können.
Auch die Notfalldose verfolgt einen ähnlichen Gedanken: Wichtige Informationen sollen im Notfall schnell auffindbar sein.
Mehr dazu in unserem Beitrag 👉 Notfalldose – kleine Dose mit großer Wirkung.
Was ist nun der richtige Weg?
Vielleicht ist genau das die schwierigste Frage.
Die Antwort lautet:
Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Wer sich zunächst persönlich beraten lassen möchte, kann sich an eine Fachstelle, den Kreisseniorenrat oder andere geeignete Ansprechpartner wenden.
Wer komplizierte rechtliche Fragen hat, kann eine Notarin oder einen Notar einbeziehen.
Wer medizinische Fragen zu seinen persönlichen Vorstellungen hat, kann diese mit seiner Ärztin oder seinem Arzt besprechen.
Wer sich zutraut, seine Wünsche selbst ausführlich festzulegen, kann auch ein Online-Angebot nutzen – kostenlos oder als kostenpflichtigen Service.
Keine dieser Möglichkeiten muss für alle Menschen gleich gut passen.
Gut informiert entscheiden
Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigt, muss nicht sofort zum Experten werden.
Aber ein grundlegendes Verständnis kann helfen, anschließend gezielter Fragen zu stellen:
Was möchte ich eigentlich regeln?
Wer soll mich im Ernstfall vertreten?
Welche medizinischen Wünsche sind mir wichtig?
Welche Fragen möchte ich mit meiner Ärztin oder meinem Arzt besprechen?
Welche rechtlichen Fragen möchte ich klären?
Wo sollen meine Unterlagen aufbewahrt werden?
Wer soll wissen, dass es diese Unterlagen gibt?
Wer die wichtigsten Begriffe und Möglichkeiten kennt, kann sich besser vorbereitet auf ein Beratungsgespräch einlassen.
Und wer sich für eine eigene Lösung entscheidet, kann bewusster abwägen, welche Form der Vorsorge zur eigenen Situation passt.
Wo gibt es verlässliche Informationen?
Wir möchten an dieser Stelle bewusst nicht selbst zur Fachstelle werden.
Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet bei verschiedenen Einrichtungen aktuelle Informationen, Formulare und Ansprechpartner.
Kreisseniorenrat Böblingen e.V.
Der Kreisseniorenrat informiert über Fragen der Vorsorge und stellt unter anderem aktuelle Formulare und weiterführende Informationen zur Verfügung.
👉 Zum Kreisseniorenrat Böblingen
Verbraucherzentrale
Die Verbraucherzentralen bieten neben allgemeinen Informationen auch kostenlose Online-Vorsorgedokumente an.
👉 Online-Vorsorge der Verbraucherzentralen
Bundesministerium der Justiz
Auch das Bundesministerium der Justiz stellt Informationen und staatliche Formulare beziehungsweise Muster zu verschiedenen Vorsorgethemen zur Verfügung.
👉 Informationen des Bundesministeriums der Justiz
Fachstelle Hausbesuch Sindelfingen
Die Fachstelle Hausbesuch ist eine Anlaufstelle für Fragen rund um Unterstützung und ein möglichst selbstständiges Leben zu Hause.
👉 Zur Fachstelle Hausbesuch Sindelfingen
Pflegestützpunkt Landkreis Böblingen
Der Pflegestützpunkt bietet Informationen und Beratung rund um Pflege und Unterstützung.
👉 Zum Pflegestützpunkt Landkreis Böblingen
Dort finden sich auch die verschiedenen Standorte und Kontaktdaten.
Notarinnen und Notare
Bei individuellen rechtlichen Fragen können Notarinnen und Notare eine mögliche Anlaufstelle sein.
Ärztinnen und Ärzte
Bei medizinischen Fragen und persönlichen Wünschen im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung kann das Gespräch mit der eigenen Ärztin oder dem eigenen Arzt hilfreich sein.
Unser Wegweiser
Es gibt persönliche Beratung, Fachstellen, notarielle und medizinische Ansprechpartner, kostenlose Online-Angebote und inzwischen auch digitale Dienste, die über die reine Erstellung eines Dokuments hinausgehen.
Wir wollen mit diesem Beitrag nichts empfehlen.
Wir möchten vielmehr zeigen, welche Möglichkeiten es gibt und wo man sich weiter informieren kann.
Denn Vorsorge bedeutet nicht, dass man für jede mögliche Situation eine perfekte Lösung finden muss.
Es bedeutet zunächst einmal:
Sich informieren. Nachdenken. Fragen stellen. Und dann selbst entscheiden.
Selbstbestimmung bedeutet auch, die eigenen Entscheidungen nicht dem Zufall zu überlassen.
IG Eichholz klärt auf und weist den Weg. Die persönliche Beratung gehört zu den dafür zuständigen Fachstellen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung. Er stellt weder eine Rechtsberatung noch eine medizinische Beratung dar. Rechtliche Vorgaben, Formulare, Angebote und Empfehlungen können sich ändern. Für die persönliche Situation sollten deshalb aktuelle Informationen der zuständigen Stellen und gegebenenfalls individuelle fachkundige Beratung herangezogen werden.
Beitragtext: Thomas Alf, Beitragsbilder: Thomas Alf (KI-Bearbeitung/Composing auf Basis eigener Fotografien von Schloss Bebenhausen/Schönbuch).
„Ich bin so anders“, schluchzt Kalle, „keiner mag mich!“ „Keiner ist so anders wie ich. Ich kann nichts, was die anderen können“, weint Kalle.
So ist es im Buch „Kalle Käfer. Eine Geschichte vom Anderssein“ zu lesen.
Hast du ähnliche Worte schon einmal gehört? Oder vielleicht sogar selbst zu jemandem gesagt: „Du bist anders“?
Die richtige Antwort sollte lauten:
„Du bist ebenso wie wir, nur ein wenig anders!“
Rosa Bären und vermeintlich typische Interessen
„Heute mache ich mich schick“, sagt der Bär in der Kinderbuch-Geschichte „Farben sind für alle da“ und pinselt sich von der Honignase bis zur Bärenpranke rosa an.
Dazu meint die Eule:
„Dein Fell ist ja ganz rosa, dabei bist du doch ein Bär. Und Bären sind immer bärenbraun!“
Aber ist ein Junge anders, wenn er gerne mit Puppen spielt? Ist ein Mädchen anders, wenn es mit Bauklötzen oder einer Autorennbahn spielt? Ist ein Schulkind anders, wenn es statt zum Fußball lieber zum Ballettunterricht geht?
Natürlich nicht. Interessen und Begabungen gehören keinem bestimmten Geschlecht und müssen auch nicht den Erwartungen anderer entsprechen.
Ich kann etwas, was du nicht kannst
Ich kann etwas, was du nicht kannst. Und du kannst manches, was andere nicht können. Das ist vollkommen in Ordnung.
Vielleicht traue ich mich, vom Zehnmeterturm zu springen, während du Höhenangst hast. Dafür begeisterst du im Skaterpark mit einem High-Flyer oder einem Tailwhip, während ich kein einziges Kunststück mit meinem Bike beherrsche.
Jeder Mensch hat eigene Begabungen, Interessen und Grenzen. Gerade diese Unterschiede machen unser Zusammenleben vielfältig und interessant.
Müssen wir perfekt sein?
Nein, denn tatsächlich ist niemand perfekt.
Wichtiger ist, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, Neues auszuprobieren und zugleich zu akzeptieren, dass andere Menschen andere Stärken, Wünsche und Lebenswege haben.
Menschen leben und lieben unterschiedlich
Menschen leben anders, sehen anders aus und verlieben sich unterschiedlich. Das Buch „Was ist eigentlich LGBTQ?“ zeigt jungen Menschen, wie vielfältig unsere Welt ist und wie unterschiedlich Menschen ihr Leben gestalten können.
„Ich wollte schon immer anders sein“, vertraut dir ein Mensch aus deinem Freundeskreis an.
Wie reagierst du?
Das biologische Geschlecht wird jedem Menschen bei der Geburt zugewiesen. Aber müssen deshalb alle typisch weiblich oder typisch männlich sein? Für manche Menschen fühlt sich das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht nicht passend an.
Dann ist es besonders wichtig, zuzuhören, respektvoll miteinander umzugehen und niemanden mit Fragen oder Erwartungen unter Druck zu setzen.
Der Weg, das eigene Andersseins anzunehmen und offen damit umzugehen, kann schwierig und manchmal auch schmerzlich sein. Umso wichtiger ist es, dass Menschen selbst entscheiden dürfen, mit welchen Interessen, Eigenschaften, Kleidungsstücken und Lebensweisen sie sich wohlfühlen.
Einfach einmal rosa statt bärenbraun?
Aber ehrlich: Wollte nicht jeder von uns schon einmal etwas anders sein, etwas anderes darstellen oder einfach statt bärenbraun einmal rosa sein?
Anderssein bedeutet nicht, weniger wert zu sein. Es bedeutet, ein eigener Mensch zu sein.
Jeder Mensch kann etwas, was andere nicht können. Niemand muss perfekt sein.
Bücher zum Thema in der Eichholzbücherei
Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Kinder, am besten gemeinsam mit ihren Eltern, und Jugendliche in den vorgestellten Büchern und in weiteren Büchern zum Thema.
Die Bücher laden dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, Unterschiede besser zu verstehen und die Vielfalt der Menschen zu entdecken.
Bitte zögert nicht, in der Eichholzbücherei danach zu fragen. Wir helfen euch gerne dabei, die passenden Bücher zu finden.
Susanne Blum Förderverein der Bücherei Eichholz e. V. September 2026
Unsere Infrastruktur im Stadtteil Eichholz wird schrittweise modernisiert! Um Sie stets transparent und aktuell über Baufortschritte, geplante Maßnahmen und Einschränkungen auf dem Laufenden zu halten, starten wir hiermit eine fortlaufende Informationsreihe auf unserer Website. In diesem Beitrag berichten wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Dinge.
🚧 Aktuelle Baumaßnahme: südl. Watzmannstraße (Hausnummern 5 bis 21)
Die Stadtwerke Sindelfingen GmbH führen demnächst eine wichtige Sanierung sowie den Ausbau der Versorgungs- und Telekommunikationsnetze durch.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
Bauzeitraum:21. September 2026 bis voraussichtlich 04. Dezember 2026(Hinweis: Witterungsbedingt kann es zu leichten Verschiebungen kommen).
Was wird gemacht?
Sanierung der Wasserleitungen
Sanierung der Stromleitungen
Neuverlegung von Telekommunikationsleitungen
Ausführendes Unternehmen: Firma Leonhard Weiss (Jahrestiefbauunternehmer der Stadtwerke).
🚶♂️ Zuwegung & Beeinträchtigungen vor Ort
Fußgängerzugang: Der Fußgängerzugang zu den Gebäuden bleibt während der gesamten Bauzeit gewährleistet.
Fahrzeugzufahrt: Die Zufahrt mit dem Auto zu den Grundstücken wird stellenweise erschwert sein.
Einsatzkräfte: Für Feuerwehr und Rettungsdienste bleibt die Zufahrt eingeschränkt gewährleistet.
Bitte beachten: Wir bitten alle Anwohnerinnen, Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis sowie um die genaue Beachtung der Beschilderung und der Hinweise der Baufirma vor Ort.
In Abstimmung mit den Stadtwerken und Herrn Jonas werden wir auf IG-Eichholz.de zeitnah weitere Informationen zum Baufortschritt sowie zu den zukünftig geplanten Maßnahmen zur Erneuerung der Infrastruktur im gesamten Stadtteil Eichholz veröffentlichen.
Speichern Sie sich diesen Beitrag gerne als Lesezeichen – wir aktualisieren die Abschnitte fortlaufend, sobald neue Informationen vorliegen!
Manchmal muss man gar nicht weit fahren, um etwas Besonderes zu sehen. In diesem Sommer gab es auch über dem Eichholz einige schöne Himmelsmomente zu beobachten – und mit der Kamera festzuhalten.
Ein orangefarbener Mond über dem Eichholz
Besonders eindrucksvoll zeigte sich der Mond Ende Juli/Anfang August 2026, als er tief über dem Horizont stand. In warmem Orange leuchtete er über dem Eichholz und sah dabei fast ein wenig unwirklich aus.
Doch der Mond selbst hat seine Farbe natürlich nicht verändert. Der Grund liegt in unserer Atmosphäre: Steht der Mond tief, muss sein Licht einen besonders langen Weg durch die Luft zurücklegen. Dabei wird vor allem das kurzwellige blaue Licht stärker gestreut. Die rötlichen und orangenen Lichtanteile erreichen dagegen unsere Augen eher – der Mond erscheint dadurch gelblich, orange oder sogar tiefrot.
Ein schöner Nebeneffekt der Physik – und ein besonders schönes Fotomotiv.
Strohmond Ende Juli 2026 über dem Sindelfinger Eichholz
⚠️ Wichtig bei der Sonnenbeobachtung
Die Sonne darf niemals direkt mit bloßem Auge oder durch eine normale Sonnenbrille betrachtet werden. Auch bei einer teilweisen Sonnenfinsternis kann das Sonnenlicht die Augen dauerhaft schädigen.
Für die Beobachtung sind ausschließlich geeignete und dafür vorgesehene Sonnenfilter bzw. geprüfte Sonnenfinsternisbrillen zu verwenden. Auch Kameras, Ferngläser und Teleskope dürfen nicht ohne geeigneten Sonnenschutz auf die Sonne gerichtet werden.
Die hier gezeigten Aufnahmen wurden mit geeigneter Ausrüstung gemacht. Bitte niemals versuchen, die Aufnahmen nachzustellen, indem man ungeschützt in die Sonne blickt.
Ein ungewöhnlicher Abend: Die Sonne wird dunkler
Noch spektakulärer wurde es am 12. August 2026 zwischen 20.15 -20.17 Uhr. Der Mond schob sich vor die Sonne und sorgte auch über Sindelfingen für eine sichtbare partielle Sonnenfinsternis.
Von rechts unten schiebt sich der Mond vor die Sonne
Im Eichholz wurden dabei rund 89,1 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt. Die Sonne verschwand also nicht vollständig, aber ihr Anblick veränderte sich im Laufe des anbrechden Abends immer stärker.
Die Aufnahmen zeigen diesen Verlauf besonders schön: Aus der zunächst fast vollständigen Sonnenscheibe wurde eine immer schmalere Sichel, bevor sich der Mond langsam wieder von der Sonne wegbewegte.
Collage des Verlaufs von links nach rechts
Gerade die Bilder als Folge zeigen, wie schnell sich ein solches Himmelsereignis verändert. Was zunächst wie ein ganz normaler Sommertag aussieht, bekommt für kurze Zeit eine ganz besondere Stimmung.
Der Blick nach oben lohnt sich
Ob orangefarbener Mond oder eine fast vollständig bedeckte Sonne – manchmal sind die schönsten Erlebnisse direkt vor der eigenen Haustür zu finden.
Und vielleicht ist genau das eine kleine Erinnerung für den nächsten Sommerabend: Einfach einmal stehen bleiben, nach oben schauen und beobachten, was sich dort am Himmel tut.
Die Eichholzbücherei entwickelt ihr Angebot weiter. Gemeinsam mit der Gemeinschaftsschule Eichholz entstand ein neuer Young-Adult-Bereich, der sich gezielt an den Interessen junger Leserinnen und Leser orientiert.
Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 brachten ihre Ideen und Wünsche aktiv in das Projekt ein. Begleitet wurde die Umsetzung von der ehrenamtlichen Büchereimitarbeiterin Frau Jakschik sowie der Lehrerin Frau Nuss. Gemeinsam entstand ein moderner Jugendbereich mit aktuellen Romanen, Fantasy, Mangas und weiteren beliebten Reihen für Leserinnen und Leser ab etwa zwölf Jahren.
Inspiration holte sich die Projektgruppe unter anderem bei einem Besuch der Stadtbibliothek Sindelfingen sowie einer örtlichen Buchhandlung.
Erfolgreiche Zusammenarbeit von Schule, Ehrenamt und Stadt
Den erfolgreichen Abschluss des Projekts würdigten Oberbürgermeister Markus Kleemann und Rektor Herr Holz bei einem gemeinsamen Besuch der Eichholzbücherei.
Während Markus Kleemann die Bedeutung der ehrenamtlich geführten Bücherei für den Stadtteil hervorhob, unterstützte Rektor Herr Holz das Projekt von Beginn an. Die Gemeinschaftsschule stellte die notwendigen organisatorischen und personellen Ressourcen zur Verfügung und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern die aktive Mitarbeit.
Kooperation besteht bereits seit Jahren
Der neue Young-Adult-Bereich ist nicht der Beginn der Zusammenarbeit, sondern ein weiterer Baustein einer bereits seit Jahren bestehenden Kooperation zwischen der Eichholzbücherei und der Gemeinschaftsschule Eichholz.
Schon seit längerer Zeit besuchen Grundschulklassen regelmäßig die Bücherei. Bei altersgerechten Einführungen lernen die Kinder die Welt der Bücher kennen und erfahren, wie eine Bücherei funktioniert.
Auch Kindergärten aus dem Sindelfinger Norden nutzen dieses Angebot regelmäßig. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern besuchen die Kinder die Bücherei und sammeln dort erste Erfahrungen mit Büchern und dem Ausleihen von Medien.
Die enge Zusammenarbeit wird auch künftig fortgesetzt. So beteiligt sich die Eichholzbücherei erneut am Tag der offenen Tür der Gemeinschaftsschule Eichholz und stellt dort ihr Angebot vor.
Neue Vormittagsöffnungen werden gut angenommen
Seit Kurzem öffnet die Eichholzbücherei zweimal im Monat zusätzlich am Vormittag ausschließlich für Schülerinnen und Schüler der Eichholzschule.
Die Schule koordiniert die Termine über eine gemeinsame Planung, sodass sich die Klassen gleichmäßig über das Schuljahr verteilen.
Noch ist das Angebot neu. Die ersten Erfahrungen sind jedoch ermutigend. Nach Beobachtung des Büchereiteams werden die zusätzlichen Öffnungszeiten sehr gut angenommen. Viele Jugendliche nutzen die Zeit zum Stöbern und greifen dabei ganz selbstverständlich zu einem Buch. Auch das Interesse an einem eigenen Büchereiausweis wächst.
Vielfältiges Angebot für alle Generationen
Bereits im April wurden die allgemeinen Öffnungszeiten erweitert. Nach dem attraktiven Umbau bietet die ehrenamtlich geführte Bücherei heute ein vielfältiges Medienangebot.
Rund 14.500 Medien stehen kostenlos zur Ausleihe bereit. Das Angebot umfasst Bilderbücher, Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher, Romane, Krimis und Klassiker der Literatur. Hinzu kommen DVDs, CDs, Tonies sowie inzwischen auch Gesellschaftsspiele.
Mit dem neuen Young Adult-Bereich wird das Angebot insbesondere für Jugendliche noch attraktiver.
Die Eichholzbücherei zeigt eindrucksvoll, wie Schule, Ehrenamt und Stadtverwaltung gemeinsam ein lebendiges Bildungsangebot schaffen können. Die erfolgreiche Zusammenarbeit reicht dabei längst über einzelne Projekte hinaus und macht die Bücherei zu einem wichtigen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sindelfinger Norden.
Besucherinformation
📚 Eichholzbücherei in der Eichholzschule
📍 Theodor-Heuss-Straße 90 71067 Sindelfingen
☎ Telefon: 07031 802426
🕒 Öffnungszeiten
Montag: 15:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch: 15:00 bis 18:00 Uhr Freitag: 15:00 bis 18:00 Uhr
🌞 Die Eichholzbücherei ist auch in den Sommerferien für euch da!
Während der Sommerferien gelten folgende Öffnungszeiten:
Dienstag, 5. August: 15:00–17:00 Uhr
Dienstag, 12. August: 15:00–17:00 Uhr
Dienstag, 19. August: 15:00–17:00 Uhr
Dienstag, 26. August: 15:00–17:00 Uhr
Der erste reguläre Ausleihtag nach den Ferien ist Montag, 14. September.
Schaut vorbei und deckt euch mit spannenden Büchern ein!
1967 eröffnete in der Eichholzschule die erste Stadtteilbücherei im Eichholz. Sie war die erste Bibliothek in Sindelfingen, die ihren gesamten Bestand auch erwachsenen Besucherinnen und Besuchern in frei zugänglichen Regalen präsentierte – ein modernes Konzept für die damalige Zeit.
1992 sollte die Zweigstelle aus finanziellen Gründen geschlossen werden. Engagierte Bürgerinnen und Bürger gründeten daraufhin einen Förderverein und übernahmen den Betrieb der Bücherei ehrenamtlich. Seitdem sorgt ein engagiertes Team dafür, dass die Bücherei als kultureller Treffpunkt im Stadtteil erhalten bleibt.
Heute wird die Eichholzbücherei von zahlreichen Ehrenamtlichen geführt. Die finanzielle Grundlage bildet die Förderung durch die Stadt Sindelfingen. Mitgliedsbeiträge und Spenden des Fördervereins ergänzen diese Unterstützung und ermöglichen zusätzliche Anschaffungen und Projekte.
Beitragstext:Susanne Blum mit Ergänzungen von Thomas Alf Beitragsbilder: Corry Jakschik
🌞 Die Eichholzbücherei ist auch in den Sommerferien für euch da!
Während der Sommerferien gelten folgende Öffnungszeiten:
Dienstag, 5. August: 15:00–17:00 Uhr
Dienstag, 12. August: 15:00–17:00 Uhr
Dienstag, 19. August: 15:00–17:00 Uhr
Dienstag, 26. August: 15:00–17:00 Uhr
Der erste reguläre Ausleihtag nach den Ferien ist Montag, 14. September.
Schaut vorbei und deckt euch mit spannenden Büchern ein!
🕒
Öffnungszeiten Eichholzbücherei
Montag
15:00 – 18:00 Uhr
Dienstag
Geschlossen
Mittwoch
15:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag
Geschlossen
Freitag
15:00 – 18:00 Uhr
Spannende Entdeckungen beginnen in der Eichholzbücherei
Wer glaubt, Abenteuer gibt es nur im Urlaub, war noch nie als Natur-Detektiv im Eichholz unterwegs.
Nicht nur die Sommerferien sind die beste Zeit, um die Natur einmal mit ganz anderen Augen zu entdecken. Dafür muss niemand weit verreisen. Direkt vor unserer Haustür gibt es jede Menge zu erforschen.
Im Eichholz warten Wälder, Wiesen, Bäche und Grünflächen auf kleine und große Entdecker. Wer genau hinschaut, findet Käfer, Schmetterlinge, Ameisen, Vögel, Blätter, Federn oder spannende Pflanzen. Manche Tiere verstecken sich unter einem Stein oder einem umgestürzten Ast, andere lassen sich nur hören.
Damit aus einem Spaziergang eine richtige Expedition wird, hat die Eichholzbücherei zahlreiche Bücher zusammengestellt. Sie helfen dabei, Tiere und Pflanzen zu bestimmen und erklären auf verständliche Weise die Geheimnisse unserer Natur.
Ob alleine, mit Freunden oder gemeinsam mit den Eltern – ausgerüstet mit einem Bestimmungsbuch wird jeder Ausflug zu einer kleinen Entdeckungsreise.
Natur entdecken statt Langeweile
Nicht jede Familie verreist in den Sommerferien. Umso schöner ist es, dass das Eichholz praktisch direkt vor der Haustür ein großes Abenteuer bereithält.
Wie wäre es zum Beispiel mit einer kleinen Natur-Challenge?
🍀 Wer findet fünf verschiedene Blätter?
🐞 Wer entdeckt den ersten Marienkäfer?
🦋 Welche Schmetterlinge fliegen über die Wiese?
🐦 Welcher Vogel singt dort oben im Baum?
🌳 Wie alt könnte dieser Baum wohl sein?
Mit einem Bestimmungsbuch lassen sich viele dieser Fragen ganz einfach beantworten.
Unsere Bücherei hilft beim Entdecken
Die Eichholzbücherei hat zahlreiche Bücher rund um Natur, Tiere und Pflanzen im Bestand.
Darunter finden sich Bücher über
Bäume und Blätter
Blumen und Wildpflanzen
Insekten
Vögel
Waldtiere
Spuren in der Natur
Gewässer
Bestimmungsbücher für Kinder
Alle Bücher können kostenlos mit einem Büchereiausweis ausgeliehen werden.
Unser Tipp
Nehmt euch einen kleinen Rucksack mit.
Ein Bestimmungsbuch, eine Lupe, vielleicht ein Fernglas und ein Notizheft reichen schon aus.
Und dann heißt es:
Raus ins Eichholz – und Natur-Detektiv werden!
🟩 Buchtipps der Eichholzbücherei
Werde Natur-Detektiv!
✔ Bestimmungsbücher ausleihen
✔ Lupe einpacken
✔ Tiere und Pflanzen entdecken
✔ Gemeinsam mit Familie oder Freunden auf Expedition gehen
📍 Die passenden Bücher findest du in der Eichholzbücherei.
📚 Diese und viele andere Bücher warten in der Eichholzbücherei auf kleine und große Natur-Detektive
Ganz gleich, ob du Tiere beobachten, Pflanzen bestimmen oder Spuren im Wald entdecken möchtest – in der Eichholzbücherei findest du viele spannende Bücher zum Ausleihen.
Nachfolgend eine kleine Auswahl an Buchtiteln zu Natur-Detektive:
🍃Entdecke die Natur: Welche Tiere leben unter der Erde? Wie verändert sich der Baum in den Jahreszeiten? Wie sehen die unterschiedlichen Blätter und Früchte aus und wie fühlen sie sich an? Über 40 Effekte – Klappen, Gucklöcher, Schieber und Folien lassen neugierige Kinder immer wieder zu Entdeckern werden. Ab 3 Jahren.
🐞Schau mal was da krabbelt – die Insekten im Jahreslauf In diesem Buch findest du die wichtigsten und geläufigsten Insekten in ihren unterschiedlichen Lebensräumen vor: Schmetterlinge, Libellen, Ameisen, Bienen, verschiedene Käfer und viele mehr. Ab 5 Jahren.
🐦Was wächst da? Allererstes Pflanzenwissen für die Kleinsten: was ist eine Pflanze? Was macht die Biene in der Blüte? Was können Pflanzen? Ab 2 Jahren. Der Vogel – Meyers kleine Bibliothek Das Besondere dieser Reihe: Zwischen den Buchseiten befinden sich transparente Folien, die beim Umblättern Verdecktes sichtbar machen, das Innenleben von Dingen zeigen oder Veränderungen veranschaulichen. Ab 3 Jahren.
🍃Meine große Naturbibliothek: Wiesenblumen Wo wachsen und blühen die bekanntesten und schönsten Wiesenblumen aus heimischer Natur? Hier erfährt man alles über die verschiedenen Arten – mit wunderschönen Großaufnahmen voller Details. Ab 4 Jahren.
🐞Die Blume – Meyers kleine Kinderbibliothek In diesem Band erfahren die jungen Leser, wie aus manchen Blüten saftige Früchte heranwachsen, wie aus anderen Tee oder Gewürze gewonnen werden und wie man Blumen an ihren Blüten erkennen kann. Ab 5 Jahren.
🌳 Hier noch ein Ausflugstipp für Natur-Detektive und Ihre Familien
Wer nach den Buchtipps selbst auf Entdeckungstour gehen möchte, findet im
N.E.S. Waldzentrum in Sindelfingen viele spannende Stationen rund um Wald, Tiere und Natur.
🐸 Teichkino mit Blick unter die Wasseroberfläche
🐦 Vogelbeobachtungshaus
🐝 Honigbienenhaus
🌲 Viele weitere Erlebnisstationen zum Entdecken und Mitmachen
Ein ideales Ausflugsziel für Familien, Kinder und alle kleinen Natur-Detektive.
Diese Seite soll eine zentrale Anlaufstelle sein. Sie wird regelmäßig ergänzt und wächst gemeinsam mit dem Natur.Erlebnis.Sindelfingen weiter. Neue Informationen, Beobachtungen und Entwicklungen werden hier regelmäßig ergänzt.
Das NaturErlebnisSindelfingen (NES) besteht aus mehreren Standorten. Dieser Beitrag stellt das NES Waldzentrum im Gewann Diebskarren vor. Weitere Standorte sind das Streuobstzentrum und das Vogelzentrum, die eigene Angebote und Aufgaben haben.
Das NaturErlebnisZentrum (N.E.S.) im Sindelfinger Wald lädt Groß und Klein dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu entdecken. Zahlreiche Stationen vermitteln anschaulich Wissen über Tiere, Pflanzen und ökologische Zusammenhänge.
🌞 Besuch: Täglich bei Tageslicht (empfohlen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang).
🐝 Highlights: Teichkino, Honigbienenhaus, Vogelbeobachtungshaus und viele weitere Naturstationen.
👨👩👧 Geeignet für: Familien, Kindergärten, Schulklassen sowie alle Naturinteressierten.
📍 Lage: Das NES-Waldzentrum befindet sich im Gewann Diebskarren mitten im Sindelfinger Wald und ist mit dem Auto nicht erreichbar. Am einfachsten starten Sie am Wasserturm Steige (beim Krankenhaus). Folgen Sie der Alten Vaihinger Straße geradeaus in Richtung Vaihingen, vorbei am Waldbad. Nach etwa einem Kilometer befindet sich rechts ein kleines grünes Häuschen. Dort rechts in den Madlenenweg abbiegen. Nach rund 200 Metern erreichen Sie das Natur.Erlebnis.Zentrum.
🚗 Parkmöglichkeiten: Wanderparkplätze befinden sich an der Arthur-Gruber-Straße vor der Schranke auf der linken und rechten Straßenseite.
🚌 Bus: Mit der Buslinie 708 bis zur Haltestelle „Krankenhaus“ fahren. Von dort am Krankenhaus und Schwesternheim vorbei zum Wasserturm gehen. Anschließend der Alten Vaihinger Straße in Richtung Vaihingen folgen. Nach etwa einem Kilometer rechts in den Madlenenweg abbiegen. Nach rund 200 Metern erreichen Sie das Natur.Erlebnis.Zentrum.
🚶 Rundweg: Vom Vogelbeobachtungshaus führt der Diebskarrenweg weiter zum „Infopfad Bäume“. Von dort geht es geradeaus in den Einsiedelsweg vorbei an mehreren Biotopen bis zum Schwesternheim. Anschließend rechts bergauf zur Arthur-Gruber-Straße. So ergibt sich ein schöner Rundweg durch den Wald.
♿ Hinweise zur Barrierefreiheit: Die Alte Vaihinger Straße und der Madlenenweg sind asphaltiert. Die übrigen Wege sind geschottert, aber überwiegend eben und gut begehbar. Alle Stationen sind ebenerdig erreichbar. Lediglich das Vogelbeobachtungshaus ist über drei Stufen zugänglich. Für Kinder gibt es dort zusätzliche Podeststufen, damit auch sie gut beobachten können.
🐕 Hinweise für Hundebesitzer: Bitte leinen Sie Ihren Hund in der Nähe der Wildtiere an. So vermeiden Sie unnötigen Stress für die Tiere.
🌳 Verhalten im Wald: Bitte vermeiden Sie unnötigen Lärm, bleiben Sie auf den Wegen und gehen Sie achtsam mit der Natur sowie den Tieren um. Rücksicht auf andere Besucher sorgt dafür, dass alle den Wald genießen können.
🌲 Hinweis: Das Gelände und die Waldwege sind nicht beleuchtet. Ein Besuch sollte daher nur bei Tageslicht erfolgen.
💡 Unser Tipp: Planen Sie für Ihren Besuch genügend Zeit ein. An jeder Station gibt es Spannendes zu entdecken – und wer den Rundweg mitläuft, erlebt noch viele weitere interessante Orte im Sindelfinger Wald.
Gut zu wissen
📱 Anreise mit Google Maps: Wanderparkplatz Wasserturm Arthur-Gruber-Straße eingeben.
⏱️ Dauer:Vom Wanderparkplatz bis zum N.E.S. Waldzentrum ca. 20 Minuten zu Fuß. Rundweg ca. 45 Minuten.
Die Vogeluhr am Vogelbeobachtungshaus
Zwischen Waldwegen, Teichen und Wiesen entstand in den vergangenen Jahren ein Naturerlebnisbereich, der große und kleine Besucher zum Beobachten, Entdecken und Verweilen einlädt. Ob Vogelbeobachtung, Bienen, Amphibien oder einfach die Ruhe des Waldes – das NES verbindet Natur, Umweltbildung und Erholung auf besondere Weise.
Das erwartet Sie
🌿 Natur erleben
🦆 Tiere beobachten
🐝 Spannendes über den Wald erfahren
🚶 Den Sindelfinger Wald entdecken
Wegweiser am Waldzentrum- Es gibt viel zu sehen
Die Highlights im Überblick
🎥 Das Teichkino
GoldfischKarausche
Das Teichkino ermöglicht faszinierende Einblicke in das Leben am Wasser.
Hier lassen sich – je nach Jahreszeit – Frösche, Libellen, Wasservögel und viele weitere Tiere beobachten.
➡️ Aktuell befindet sich das Ökosystem noch im Aufbau, es gibt aber dennoch schon viel zu entdecken. Aufgrund von illegalem Besatz wurden gebietsfremde Goldfische im Teich ausgesetzt. Um den heimischen Artenbestand zu schützen, erfolgt eine gezielte Entnahme.
Gut geschützt und dennoch mitten in der Natur können Besucher verschiedene Vogelarten beobachten, ohne sie zu stören.
Mit etwas Geduld zeigt sich hier die Vielfalt des Sindelfinger Waldes.
➡️ Wer hätte die Namen der abgebildeten Vögel gekannt?
🐝 Bienenhotel
Eine neue Wabe entstehtReges Treiben im Bienenstock
Warum sind Bienen so wichtig?
Welche Aufgaben übernehmen sie in unserer Natur?
Das Bienenhaus vermittelt anschaulich, warum Insekten für unser Ökosystem unverzichtbar sind.
➡️ Am Bienenhotel nach dem Betrachten die Klappen bitte wieder schließen.
Mehr als nur ein Ausflugsziel
Forstrevierleiter Markus Klas und sein Team zeigen hier, wie Waldpflege und Naturschutz in der Praxis aussehen. Gleichzeitig bietet das Waldzentrum zahlreiche Möglichkeiten, Tiere und Lebensräume aus nächster Nähe zu entdecken. Dazu gehören das Vogelbeobachtungshaus mit Futterstelle, das Bienenhaus mit Einblick in das Leben der Honigbienen sowie das Teichkino, in dem sich das Leben unter der Wasseroberfläche beobachten lässt.
Das NES-Waldzentrum ist weit mehr als ein Anlaufpunkt für Spaziergänge im Wald. Es verbindet die Arbeit der Forstwirtschaft mit moderner Umweltbildung und macht die Natur für Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar.
Mit diesem Angebot schafft das Waldzentrum Verständnis für den Wald und seine Bewohner. Es vermittelt Wissen auf anschauliche Weise und trägt dazu bei, dass Menschen jeden Alters die Natur mit anderen Augen sehen. Gerade in einer Stadt wie Sindelfingen ist ein solcher Ort von besonderem Wert, weil er Naturerlebnis und Umweltbildung direkt vor der Haustür ermöglicht.
Wissenswertes aus dem Sindelfinger Wald
Der Sindelfinger Wald verändert sich ständig.
Förster Markus Klas erklärt regelmäßig interessante Zusammenhänge:
Warum bleiben manche abgestorbenen Bäume stehen?
Welche Tiere leben im Totholz?
Was ist ein Hutewald?
Welche Baumarten kommen mit dem Klimawandel besser zurecht?
Wie funktioniert nachhaltige Forstwirtschaft?
Für Familien
Das NES eignet sich hervorragend für einen Familienausflug.
Kinder können Tiere beobachten, Pflanzen entdecken und spielerisch den Wald kennenlernen.
Das NES eignet sich hervorragend für einen Familienausflug. Kinder können Tiere beobachten, Pflanzen entdecken und spielerisch den Wald kennenlernen.
Tolle anschauliche Objekte für Kinder und Erwachsene
Für mobilitätseingeschränkte Besucher
Nicht jeder Waldweg ist problemlos befahrbar.
Wir beschreiben in der Infobox welche Bereiche gut erreichbar sind und worauf Besucher achten sollten.
Aktuelles aus dem NES
Hier erscheinen künftig neue Beiträge.
neue Tierbeobachtungen
Veranstaltungen
Entwicklungen im Naturerlebnisbereich
neue Projekte
saisonale Besonderheiten
Blick in die Zukunft
Das Natur.Erlebnis.Sindelfingen entwickelt sich ständig weiter.
Geplant sind unter anderem weitere Projekte zur Umweltbildung sowie ein Hutewald, der an historische Formen der Waldnutzung erinnern soll.
Auch diese Seite wächst mit und wird regelmäßig ergänzt.
Das NES-Waldzentrum ist damit nicht nur ein schönes Ausflugsziel, sondern auch ein wichtiger Lernort für Natur- und Umweltbildung in Sindelfingen – offen für Kinder, Familien, Schulklassen und alle, die den Wald besser verstehen möchten.
Unser Tipp
Beitragstext und Bilder: Thomas Alf
Verschiedene Nisthilfen
Nehmen Sie sich Zeit.
Das NES ist kein Freizeitpark.
Es ist ein Ort zum Entdecken.
Viele seiner Besonderheiten zeigen sich erst beim zweiten oder dritten Besuch.
Das NaturErlebnisZentrum (NES) im Sindelfinger Wald lädt Groß und Klein dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu entdecken. Zahlreiche Stationen vermitteln anschaulich Wissen über Tiere, Pflanzen und ökologische Zusammenhänge.
🌞 Besuch: Täglich bei Tageslicht (empfohlen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang).
🐝 Highlights: Teichkino, Honigbienenhaus, Vogelbeobachtungshaus und viele weitere Naturstationen.
👨👩👧 Geeignet für: Familien, Kindergärten, Schulklassen sowie alle Naturinteressierten.
🌲 Hinweis: Das Gelände und die Waldwege sind nicht beleuchtet. Ein Besuch sollte daher nur bei Tageslicht erfolgen.
Unser Tipp: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit – an jeder Station gibt es Spannendes zu entdecken.
32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zwei barrierefreundliche Fahrzeuge der Lebenshilfe Eichholz und eine Sondergenehmigung des Sindelfinger Forsts – beste Voraussetzungen für einen besonderen Nachmittag.
Am Freitag, 10. Juli 2026, führte der diesjährige Ausflug der IG Eichholz zum NaturErlebnisZentrum Sindelfingen (NES). Unsere jährlichen Ausflüge verfolgen dabei ein besonderes Ziel: Menschen mit eingeschränkter Mobilität Orte zu zeigen, die sie alleine oft nicht mehr erreichen können.
Damit dies möglich wurde, stellte der Sindelfinger Forst eine Sondergenehmigung zum Befahren der gesperrten Waldwege aus. Ein herzliches Dankeschön dafür.
Starke Unterstützung aus dem Eichholz
Ein besonderer Dank gilt außerdem der Lebenshilfe Eichholz. Frau Braun organisierte für unseren Ausflug zwei Fahrzeuge, die sich als ideal erwiesen. Die serienmäßigen Ein- und Ausstiegshilfen erleichterten vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Mitfahren erheblich und machten den Nachmittag für alle deutlich entspannter.
Bereits zu Beginn gab es wegen der sommerlichen Temperaturen einige Bedenken. Doch im Wald waren diese schnell vergessen. Die angenehme Kühle unter den Bäumen, die frische Waldluft und die vielen interessanten Stationen sorgten für beste Bedingungen. Damit unterwegs niemand Durst leiden musste, hatte Rolf-Uwe Grünewald ausreichend Wasser für alle Teilnehmer organisiert.
Natur erleben – erklärt von einem Profi
Am NaturErlebnisZentrum erwartete uns Förster Markus Klas, der nicht nur die Durchfahrt organisiert und die Schranken geöffnet hatte, sondern sich auch viel Zeit für unsere Gruppe nahm.
Mit großer Begeisterung führte er die Teilnehmer durch das Gelände und erklärte anschaulich die verschiedenen Stationen des NaturErlebnisZentrums.
„Ich möchte den Kindern Tiere und Pflanzen näherbringen.“
Dieser Gedanke zieht sich durch das gesamte NaturErlebnisZentrum. Viele Kinder erleben hier zum ersten Mal Natur unmittelbar und lernen Zusammenhänge kennen, die sich aus Büchern oder dem Klassenzimmer kaum vermitteln lassen.
Spannende Einblicke am Teichkino
Eine der ersten Stationen war das Teichkino. Herr Klas berichtete, wie das Biotop in den vergangenen Jahren entwickelt wurde und welche Herausforderungen dabei zu bewältigen waren.
So hatten illegal eingesetzte Goldfische das natürliche Gleichgewicht des Teiches erheblich gestört. Heute entwickelt sich dort wieder Schritt für Schritt ein funktionierendes Ökosystem. Weitere Wasserpflanzen sollen dazu beitragen, dass sich das Wasser in den kommenden Jahren weiter klärt.
Trockenheit und Eichenprozessionsspinner
Anschließend führte der Weg durch den Wald. Deutlich sichtbar waren die Folgen der anhaltenden Trockenheit. Viele Bäume werfen bereits jetzt ihre grünen Blätter ab, um Wasser zu sparen.
Natürlich nutzten die Teilnehmer auch die Gelegenheit, Fragen zum Eichenprozessionsspinner zu stellen – einem Thema, das besonders das Eichholz seit Jahren beschäftigt.
Herr Klas erläuterte ausführlich die schwierige Bekämpfung der Raupen und machte deutlich, dass der Sindelfinger Forst alles unternimmt, um die Belastung so gering wie möglich zu halten. Dabei wird er von der Stadtverwaltung unterstützt und erhält die notwendigen Mittel für diese anspruchsvolle Aufgabe.
Am Honigbienenhaus erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Bienenhaltung und den Sindelfinger Forsthonig. Besonders Kinder dürfen nach Führungen den Honig probieren – für viele ein echtes Highlight.
Eine Teilnehmerin fasste ihre Eindrücke so zusammen:
„Es ist schön, dass es so eine Oase mitten im Wald gibt. Man merkt, mit wie viel Herzblut hier gearbeitet wird.“
Auch das Vogelbeobachtungshaus beeindruckte viele Besucher. Hier erklärte Herr Klas unter anderem, welche Futtermengen die heimischen Vögel im Laufe eines Jahres benötigen und wie wichtig solche Beobachtungsstationen für Kinder und Erwachsene sind.
Herzlicher Dank an Markus Klas
Die Begeisterung der Teilnehmer war während der gesamten Führung spürbar. Herr Klas beantwortete jede Frage ausführlich und verstand es, Naturwissen verständlich und mit viel Leidenschaft zu vermitteln.
Für die IG Eichholz ist deshalb klar: Dieses außergewöhnliche Engagement verdient besondere Anerkennung. Wir möchten uns auf diesem Weg nochmals herzlich bei Herrn Klas für die hervorragende Führung und seinen großen Einsatz bedanken.
Einer der beiden Mammutbäume am Forsthof aus der Wilhelmasaat. 1870 wurden die Bäume verteilt.
Gemütlicher Abschluss im Schwarzwaldvereinsheim
Nach dem Besuch des NaturErlebnisZentrums machte sich ein Teil der Gruppe gemeinsam mit Andrea zu Fuß auf den Weg zum Schwarzwaldvereinsheim. Dort hatte man eigens für unsere Gruppe früher geöffnet und einen leckeren Wurstsalat vorbereitet.
Der gemeinsame Abschluss bot noch einmal Gelegenheit, die vielen Eindrücke des Nachmittags Revue passieren zu lassen. Es wurde viel gelacht, diskutiert und über die spannende Führung gesprochen.
Am Ende waren sich alle 32 Teilnehmer einig: Dieser Ausflug war weit mehr als ein gemeinsamer Nachmittag im Wald. Er brachte Menschen zusammen, vermittelte Wissen über die Natur direkt vor unserer Haustür und ermöglichte vielen Teilnehmern ein Erlebnis, das sie alleine kaum hätten unternehmen können.
Die wohl schönste Rückmeldung kam auf der Heimfahrt:
„Warum machen wir so einen Ausflug eigentlich nur einmal im Jahr?“
Aus dem Ausflug wurde zusätzlich eine Spende
Ein schöner Tag sollte nicht einfach mit der Heimfahrt enden.
Nachdem inzwischen alle Kosten für den Ausflug abgerechnet waren, blieb von den eingesammelten Unkostenbeiträgen der 32 Teilnehmer ein Betrag übrig. Für die IG Eichholz war schnell klar: Dieses Geld soll wieder Menschen in Sindelfingen zugutekommen.
Transparenz gehört für uns dazu: Nachdem alle Kosten abgerechnet waren, haben wir den verbleibenden Betrag aufgerundet und 200 Euro an die Lebenshilfe Sindelfingen e.V. gespendet.
Die Lebenshilfe hatte unseren Ausflug mit zwei geeigneten Fahrzeugen und ihren Einstiegshilfen überhaupt erst wesentlich erleichtert. So konnten auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität am Ausflug zum N.E.S.-Waldzentrum teilnehmen.
Am 11. August 2026 wurde der symbolische Scheck über 200 Euro an die Lebenshilfe Sindelfingen e.V. übergeben.
Damit ist aus einem besonderen Tag im Wald noch etwas Zusätzliches entstanden: Freude für 32 Teilnehmer – und eine Spende für die wertvolle Arbeit der Lebenshilfe. Auch die SZ/BZ berichtete über die Spendenübergabe.
Für uns als IG Eichholz gehört auch das zu einem solchen Ausflug: Die Beiträge der Teilnehmer werden für den vorgesehenen Zweck verwendet, die Kosten werden abgerechnet und ein verbleibender Überschuss kommt wieder der Gemeinschaft zugute.
Wir bedanken uns bei der Lebenshilfe Sindelfingen e.V. für die unkomplizierte Unterstützung, die gute Zusammenarbeit und die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge. Wir freuen uns, wenn daraus auch künftig weitere gemeinsame Projekte für die Menschen in Sindelfingen entstehen.
Aaron Hentschel Lebenshilfe Sindelfingen e.V. sowie Thomas Alf und Rolf-Uwe Grünewald beide IG-Eichholz. (Von links nach rechts)
Wer heute durch das Eichholz spaziert, genießt meist die Ruhe des Waldes, die Natur und die schönen Wege. Doch nur wenige wissen, dass sich hier ein Ort befindet, an dem bereits vor rund 3.000 Jahren Menschen ihre letzte Ruhestätte fanden.
Mit unserem neuen Beitrag im Zeitreise-BB-Portal laden wir Sie ein, genau diesen Teil der Geschichte zu entdecken.
Geschichte beginnt direkt vor unserer Haustür
Die Hügelgräber im Eichholz gehörten einst zu den ältesten noch sichtbaren Zeugnissen der Besiedlung in unserer Region. Sie stammen aus der Bronzezeit und erzählen von einer Zeit, in der das Leben völlig anders aussah als heute. Leider wurden diese in den 1950er Jahren abgetragen. Erfahren Sie wo diese Gräber im Eichholzwald waren und an welchen Orten im Sindelfinger Wald heute noch solche Gräber zu finden sind.
Grabhügel Winterhalde Koordinaten: 48,7188611 N, 9,0230556 E- Wer hier vorbeikommt kann auch die Mammutbäume der Wilhelmazucht von König Wilhelm betrachten. Ein ganz besonderer Ort mit Sitzbänken.
Viele Spaziergänger gehen täglich an diesen Bodendenkmalen vorbei, ohne ihre historische Bedeutung zu kennen. Dabei sind sie stille Zeugen einer Vergangenheit, die bis heute erhalten geblieben ist.
Grabhügel am Fuchsberg Koordinaten: 48.7095683 N, 9.0447529 E. Deutlich zu erkennen wie hier leider mit Kreuzschnitten gearbeitet wurde.
Unser Beitrag jetzt im Zeitreise-BB-Portal
Wir freuen uns sehr, dass unser ausführlicher Artikel über die Hügelgräber im Eichholz nun im Zeitreise-BB-Portal des Landkreises Böblingen veröffentlicht wurde.
Darin erfahren Sie unter anderem,
wo damals schon Menschen auf der Sindelfinger Gemarkung gelebt haben
wie alt diese Gräber tatsächlich waren
was trotz Grabräubern noch gefunden wurde
welche Bedeutung sie für die Geschichte Sindelfingens besitzen
Der Beitrag verbindet historische Erkenntnisse mit der Geschichte unseres Stadtteils und zeigt, wie eng Natur und Kulturgeschichte miteinander verbunden sind.
Noch mehr Geschichte rund ums Eichholz entdecken
Ein besonderer Tipp:
Nutzen Sie im Zeitreise-BB-Portal einfach die Suchfunktion und geben Sie „Eichholz“ ein.
Sie werden überrascht sein, wie viele weitere Beiträge rund um das Eichholz bzw. den Eichholzwald bereits veröffentlicht wurden. So entsteht nach und nach ein spannendes Gesamtbild der Geschichte des Stadtteils Eichholz im Eichholzwald – von historischen Orten über Natur bis hin zu kulturellen Besonderheiten.
Gerade diese Vernetzung macht das Portal so interessant: Jeder Beitrag eröffnet neue Perspektiven und lädt dazu ein, weitere Kapitel der Heimatgeschichte zu entdecken.
Unser Ziel
Mit unseren Beiträgen möchten wir dazu beitragen, dass die Geschichte des Eichholzes nicht in Vergessenheit gerät. Viele interessante Orte liegen direkt vor unserer Haustür – man muss ihre Geschichten nur erzählen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unseres Artikels und beim Stöbern im Zeitreise-BB-Portal. Auch Sie entdecken dabei bestimmt einen Ort, an dem Sie schon oft vorbeigekommen sind – nach dem Lesen eines Artikels darüber, jedoch mit einem ganz neuen Blick auf seine Geschichte.
Dieser Beitrag ist Teil eines historischen Zusammenhangs mit dem
Zeitreise-BB-Portal des Kreisarchivs Böblingen.
Dort werden die Geschichte des Eichholzes und der Region kontinuierlich dokumentiert.
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