Die Lernwerkstatt im Eichholz ist für viele Grundschulkinder im Stadtteil seit Jahren eine wertvolle Unterstützung. Woche für Woche helfen ehrenamtliche Lernpatinnen und Lernpaten Kindern bei Hausaufgaben, schulischen Problemen und verbringen gemeinsam eine gute Zeit mit ihnen.
Doch nun steht das Angebot vor einem ernsthaften Problem: Ab dem Schuljahr 2026/27 gibt es bislang niemanden mehr, der die Organisation und Koordination übernimmt.
Damit droht erneut ein Beispiel dafür sichtbar zu werden, was derzeit vielerorts im Ehrenamt passiert: Sinnvolle und funktionierende Angebote geraten ins Wanken, weil engagierte Menschen fehlen, die Verantwortung übernehmen können oder wollen.
Besonders bitter wäre dies für die Kinder im Eichholz, die von der Lernwerkstatt direkt profitieren.
Die bisherige Organisatorin Christel Siegert hofft deshalb, dass sich doch noch jemand findet, der diese wichtige Aufgabe weiterführt. Der eigentliche Aufwand sei überschaubar — gebraucht werde vor allem jemand, der Anfragen bündelt und die Kinder an die Lernpatinnen und Lernpaten vermittelt.
Nachfolgend der Aufruf im Original:
Lernwerkstatt im Eichholz
Seit einigen Jahren gibt es eine Lernernwerkstatt im Eichholz. Dort werden Grundschul-Kinder einmal pro Woche unterstützt:
Es werden gemeinsam Hausaufgaben gemacht
Schulische Probleme angegangen
Spiele gemacht
Eine gute Zeit miteinander verbracht
Leider gibt es für diese wichtige und sinnvolle Arbeit ab dem Schuljahr 2026/27 keine Koordination bzw. Organisation mehr. Gibt es jemanden, der oder die diese Aufgabe übernehmen würde?
Die wichtigste Tätigkeit besteht hauptsächlich darin, die Anfragen der Eltern zu sammeln und dann die gemeldeten Kinder an die Lernpaten weiter zu vermitteln.
Alternativ kann die Kontaktaufnahme auch gerne direkt im Inseltreff über die Quartiersarbeit erfolgen oder über unser Kontataktformular : 👉 Zum Kontaktformuar
Warum solche Angebote wichtig für das Eichholz sind
Gerade niedrigschwellige Unterstützungsangebote im Stadtteil können für Kinder und Familien einen großen Unterschied machen. Die Lernwerkstatt verbindet schulische Unterstützung mit persönlicher Zuwendung und ehrenamtlichem Engagement direkt vor Ort.
Wir hoffen, es findet sich jemand, der diese wichtige Aufgabe weiterführen möchte — damit das Angebot auch in Zukunft erhalten bleibt.
Die Lernwerkstatt ist seit vielen Jahren ein wichtiges Angebot der Quartiersarbeit im Eichholz. In zentraler Lage im Wohngebiet unterstützt sie Kinder beim Lernen und bietet Familien einen niedrigschwelligen Anlaufpunkt direkt im Stadtteil.
Die Quartiersarbeit im Inseltreff ist Ansprechpartnerin sowohl für interessierte Familien als auch für alle Fragen rund um die Lernwerkstatt. Eltern, die Unterstützung für ihr Kind suchen oder sich über das Angebot informieren möchten, können sich dort jederzeit melden.
Um dieses wertvolle Angebot auch in Zukunft zu erhalten, wird derzeit dringend eine neue Koordination gesucht.
KI generiertes Symbolbild zur Lernwerkstatt
Beitragstext und Bilder: Thomas Alf, Text im Aufruf: Christel Siegert
Die Belastung durch den Eichenprozessionsspinner ist im Eichholz in diesem Jahr erneut hoch. Aufgrund eines starken Befalls musste der Kinderspielplatz Holzi vorsorglich gesperrt werden.
Wie die Stadt Sindelfingen am 05. Juni 2026 mitteilte, treten derzeit im gesamten Stadtgebiet wieder vermehrt Raupen des Eichenprozessionsspinners auf. Die feinen Brennhaare der Raupen können Hautreizungen, Juckreiz sowie Reizungen der Augen und Atemwege verursachen.
Aktuelle Situation im Eichholz-Wald
Nach unserem aktuellen Kenntnisstand stellt sich die Situation wie folgt dar:
Holzi: gesperrt
Schleicher („Rote Rutsche“): geöffnet
Eichholzer Täle: bereits abgebaut
Wichtig: Maßgeblich sind immer die Hinweise und Absperrungen vor Ort. Die Situation kann sich kurzfristig ändern.
Maßnahmen laufen bereits
Die Stadt hat nach eigenen Angaben bereits im Frühjahr vorbeugende Maßnahmen an besonders sensiblen Standorten durchgeführt. Seit Juni werden Raupen und Gespinstnester insbesondere an Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätzen und anderen stark frequentierten Bereichen entfernt.
Der Spielplatz Holzi wird regelmäßig kontrolliert und erst wieder freigegeben, wenn keine erkennbare Gefährdung mehr besteht.
Alternative Spielmöglichkeiten
Für Familien im Eichholz stehen als Ausweichmöglichkeiten unter anderem der Spielplatz auf der Insel sowie das Klettergerüst auf dem Gelände der ehemaligen Arena zur Verfügung.
Sichtungen melden
Wer Nester des Eichenprozessionsspinners an stark frequentierten Orten entdeckt, kann diese möglichst mit Foto an die Stadt Sindelfingen melden:
Der Eichenprozessionsspinner beschäftigt das Eichholz mittlerweile fast jedes Jahr. Warum die Raupen problematisch sind, welche Gesundheitsrisiken bestehen und welche Schutzmaßnahmen empfohlen werden, haben wir in unserem ausführlichen und regelmäßig aktualisierten Hintergrundartikel zusammengefasst:
Die IG Eichholz organisiert am 10. Juli 2026 einen besonderen Ausflug zum Forsthof beziehungsweise zum N.E.S.-Waldzentrum im Sindelfinger Wald. Das Angebot richtet sich insbesondere an Bewohnerinnen und Bewohner mit eingeschränkter Mobilität, die diesen besonderen Ort sonst nur schwer erreichen können.
Der Forsthof liegt mitten im Wald und ist normalerweise nicht mit dem Auto erreichbar. Für diesen Ausflug wurde jedoch eine spezielle Zufahrtsgenehmigung organisiert. Dadurch wird es möglich, die Teilnehmer direkt vom Eichholz zum Waldzentrum zu bringen.
Gerade für Menschen, die längere Wege im Wald nicht bewältigen können, eröffnet sich damit eine seltene Gelegenheit, das Waldzentrum und seine Angebote vor Ort kennenzulernen.
Die wichtigsten Informationen zum Ausflug
Termin: Freitag, 10. Juli 2026 Abfahrt: 15:00 Uhr im Eichholz an der Buswendeplatte Ziel: Forsthof / N.E.S.-Waldzentrum im Sindelfinger Wald Teilnahmebeitrag: 10 € pro Person
Für die Zufahrt zum Forsthof ist eine besondere Gestattung erforderlich für die Kosten entstehen. Ebenso entstehen Kosten für die beiden Kleinbusse, weswegen der Teilnahmebeitrag 10 Euro pro Person beträgt. Er ist bei der Anmeldung zu entrichten.
Im Anschluss ist eine gemeinsame Einkehr im Schwarzwaldvereinsheim geplant.
Wer danach wieder direkt zurück ins Eichholz fahren möchte, kann selbstverständlich den Rücktransfer nutzen.
Der Ausflug findet nur bei gutem Wetter statt.
Führung durch Revierleiter Herr Klaas
Am Forsthof erwartet uns Revierleiter Herr Klaas, der spannende Einblicke in die Geschichte des Forsthofs und die Arbeit der Forstverwaltung geben wird.
Der Forsthof ist seit vielen Jahren ein wichtiger Ort für Naturpädagogik und Umweltbildung in Sindelfingen. Während der Führung erfahren die Teilnehmer mehr über:
die Entwicklung des Forsthofs
die Aufgaben der Forstverwaltung
den Lebensraum Wald
Natur- und Artenschutz im Sindelfinger Wald
Attraktionen im N.E.S.-Waldzentrum
Nach der Einführung können verschiedene Einrichtungen des Waldzentrums besucht werden.
Dazu gehören unter anderem:
das Teichkino mit Einblicken in die Unterwasserwelt
das Vogelbeobachtungshaus
das Bienenhotel
weitere Erlebnisstationen rund um Wald, Tiere und Natur
Die Anlage bietet viele Möglichkeiten, Natur und Wald aus nächster Nähe zu erleben.
Warum dieser Ausflug etwas Besonderes ist
Der Forsthof liegt mitten im Wald und ist für Privatfahrzeuge normalerweise nicht zugänglich. Für unseren Besuch wurde eine besondere Gestattung zur Zufahrt organisiert.
Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist ein Besuch des Waldzentrums deshalb häufig nur schwer oder gar nicht möglich.
Der organisierte Transport macht es möglich, diesen besonderen Ort ohne längere Fußwege zu erreichen und die Naturangebote vor Ort in Ruhe zu erleben.
Hinweis zur Teilnahme
Der Ausflug richtet sich insbesondere an Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Leider können wir jedoch keine Rollstühle transportieren und bitten hierfür um Verständnis. Zwar sind sowohl der Forsthof als auch das Schwarzwaldvereinsheim grundsätzlich barrierefrei zugänglich, der Transport sowie einzelne Wege/Attraktionen im Wald sind jedoch organisatorisch nicht für Rollstühle geeignet.
Eine Teilnahme ist daher leider nur für Personen möglich, die ohne Rollstuhl auskommen. Gehwägen und Stöcke sind möglich.
Bürgerdialog zum Fahr- und Parkraumkonzept: Viele Ideen und Hinweise aus der Bevölkerung
Dialogveranstaltung Fahr- und Parkraumkonzept Innenstadt 📅 21. Juli 2026 📍 Rathaus Sindelfingen 👥 ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 💬 Bürgerbeteiligung mit Menti-Abstimmungen und zehn Themen-Marktständen
Am 21. Juli 2026 fand im Rathaus Sindelfingen die zweite Dialogveranstaltung zum geplanten Fahr- und Parkraumkonzept für die Innenstadt statt. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt, um ihre Ideen, Wünsche und Kritikpunkte einzubringen.
Oberbürgermeister Dr. Markus Kleemann eröffnete die Veranstaltung und übergab anschließend an das externe Moderatorenteam. Bereits zu Beginn gab es eine wichtige Information: Eine Sperrung der Ziegelstraße für den Autoverkehr ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.
Nach den Erfahrungen aus der ersten Veranstaltung hatte das Moderationsteam das Format angepasst. Statt einer offenen Fragerunde am Mikrofon, bei der einzelne Wortbeiträge teilweise sehr viel Zeit einnahmen, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesmal direkt über ihr Smartphone an sogenannten Menti-Abstimmungen teilnehmen.
Dadurch erhielt die Stadt auch einen besseren Überblick über die Zusammensetzung der Gruppe. So zeigte sich beispielsweise, dass etwa die Hälfte der Anwesenden nicht bei der ersten Veranstaltung dabei gewesen war. Deshalb wurde das bisherige Konzept nochmals ausführlicher vorgestellt. Auch die unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmer wurden abgefragt: Sind sie Innenstadtbewohner, Besucher der Innenstadt oder kommen sie aus anderen Stadtteilen?
Austausch an zehn Marktständen
Im weiteren Verlauf konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an zehn verschiedenen Marktständen ihre Meinungen und Ideen einbringen. Zu unterschiedlichen Fragestellungen konnten Hinweise auf Zetteln notiert und mit Klebepunkten gewichtet werden.
Besonders interessant war dabei ein Perspektivwechsel: Jeder Marktstand stand für eine fiktive Person mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Die Teilnehmer sollten versuchen, sich in diese verschiedenen Rollen hineinzuversetzen – beispielsweise in die Sichtweise von Bewohnern, Besuchern, älteren Menschen oder anderen Nutzergruppen der Innenstadt.
An den Plakaten der Marktstände sammelten sich zahlreiche Rückmeldungen. Die vielen ausgefüllten Zettel zeigten deutlich, dass das Interesse und die Bereitschaft zur Beteiligung groß waren. Über eine mangelnde Teilnahme kann sich die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Moderationsteam sicher nicht beklagen.
Erste Rückmeldungen positiv
Zum Abschluss konnten die Teilnehmer nochmals über Menti einige Fragen beantworten und ihre Eindrücke mitteilen. Erste Rückmeldungen zeigen, dass das neue Veranstaltungsformat gut angenommen wurde. Jeder hatte die Möglichkeit, sich entsprechend seiner eigenen Wünsche und Möglichkeiten einzubringen – von einzelnen kurzen Hinweisen bis hin zu ausführlicher Mitarbeit an den Marktständen.
Für die Stadtverwaltung und auch die zehn anwesenden Gemeinderäte bietet die Veranstaltung viele wertvolle Hinweise direkt aus der Bevölkerung. Gerade bei einem Thema wie der zukünftigen Gestaltung der Innenstadt sind unterschiedliche Sichtweisen wichtig.
Nun bleibt abzuwarten, wie die zahlreichen Anregungen ausgewertet werden. Die Ergebnisse und weitere Unterlagen sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.
Die IG Eichholz wird den weiteren Prozess begleiten und über die nächsten Schritte berichten.
Nachfolgend der erste Beitrag zum neuen Innenstadtkonzept:
Am 14. April 2026 fand die erste Lesung zum neuen Fahrkonzept für die Innenstadt vor fast 200 interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt. Dabei wurde schnell deutlich: Die Stadtverwaltung schlägt einen neuen Weg ein – und der verdient Anerkennung.
Ein neuer Stil in der Kommunikation
Was sofort auffällt, ist der veränderte Umgang mit solchen Projekten. Transparenz ist nicht länger nur ein Schlagwort, sondern wird aktiv gelebt. Entscheidungen sollen nachvollziehbar sein, Hintergründe werden offen kommuniziert, und vor allem: Der Dialog mit der Bürgerschaft beginnt frühzeitig.
Das ist ein wichtiger Schritt. Denn auch wenn Entscheidungen nicht immer auf uneingeschränkte Zustimmung stoßen, ist es entscheidend, dass sie verständlich sind und auf einer breiten Informationsbasis beruhen. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass zwischen der ersten Vorstellung und einer möglichen Umsetzung ausreichend Zeit für Austausch, Diskussion und neue Ideen eingeplant ist.
„Transparenz und frühzeitiger Dialog sind die Grundlage für tragfähige Entscheidungen.“
Was bedeutet das für die Stadtteile?
Das neue Konzept betrifft den Stadtteil Eichholz weniger direkt. Als einziger Stadtteil ohne Durchgangsverkehr, wird sich innerhalb des Stadtteils keine Veränderung ergeben.
Dennoch sind auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Eichholz auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. Einkäufe, Arztbesuche oder kulturelle Veranstaltungen führen regelmäßig in die Innenstadt. Ebenso wichtig sind gute Verbindungen in die östlichen und südlichen Stadtteile.
Die Grundidee des Konzepts
Kern des Fahrkonzepts ist die Bündelung des Verkehrs auf sogenannten „Spangen“. Diese sollen den Verkehrsfluss gezielt lenken und gleichzeitig andere Bereiche entlasten.
Östliche Spange (Variante 2): Vaihinger Straße – Ziegelstraße
Südliche Spange: Bachstraße
Diese Struktur soll den Verkehr effizienter führen und gleichzeitig Raum für weitere städtebauliche Entwicklungen schaffen.
Weiter soll kein Durchgangsverkehr mehr durch die Altstadt möglich sein und die Achse Mahdental/Neckar/Hanns-Martin-Schleyer-Straße leistungsfähiger gemacht werden, durch Beschränkingen der Zu- und Abfahrten. Zwei Möglichkeiten für Tunnel (vor Bahnhof und Stadthalle bis Rotbühl) als Option wurden angesprochen, sollen aber zunächst nicht weiter betrachtet werden.
Offen bleiben für den weiteren Dialog
Zum jetzigen Zeitpunkt steht bewusst keine Bewertung der einzelnen Varianten im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, den begonnenen Dialog zu begleiten und die Entwicklung transparent darzustellen.
Die Stadt hat hierfür eine gute Grundlage geschaffen – jetzt kommt es darauf an, dass dieser offene Austausch weitergeführt und aktiv genutzt wird.
Weitere Informationen
Die vollständige Präsentation der Stadt zum Fahrkonzept stellen wir hier zur Verfügung:
Wir werden dieses Thema weiterhin eng begleiten und diesen Beitrag regelmäßig aktualisieren, sobald neue Informationen, Entwicklungen oder Rückmeldungen aus der Bürgerschaft vorliegen.
Bleiben Sie dran – es lohnt sich.
Weiterführende Links zu Verkehr und Mobilität in Sindelfingen:
Projektstand, Bürgerbeteiligung und Hintergrundinformationen
Zuletzt aktualisiert am:
Die Stadt Sindelfingen arbeitet derzeit am Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz. Ziel des Projekts ist es, Verkehrslärm zu reduzieren und gleichzeitig die Mobilität sowie die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern.
Am 5. März 2026 stellte die Stadtverwaltung im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung den aktuellen Projektstand vor. Eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlichte die Stadt am 10. März 2026.
Der Aktionsplan ist ein mehrjähriges Projekt, das vom Land Baden-Württemberg gefördert wird und innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre konkrete Maßnahmen entwickeln soll.
Öffentliche Informationsveranstaltung am 5. März
Die Informationsveranstaltung fand als Online-Format statt. Zwei Mitglieder der IG Eichholz Sindelfingen nahmen an dieser Veranstaltung teil.
Das digitale Format ermöglichte eine kompakte Darstellung des aktuellen Projektstands. In den Präsentationen wurden verschiedene Arbeitsschritte des Projekts erläutert. Die Beiträge der beteiligten Akteure lieferten zusätzliche Einblicke in die laufenden Planungen.
Im Anschluss an die Präsentationen bestand außerdem die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
Ziel des Aktionsplans
Der Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz verfolgt einen integrierten Ansatz. Dabei werden mehrere Bereiche der städtischen Mobilität gemeinsam betrachtet.
Dazu gehören insbesondere:
Autoverkehr
Öffentlicher Nahverkehr
Radverkehr
Fußverkehr
Oberbürgermeister Markus Kleemann erklärte im Rahmen der Vorstellung des Projekts, dass Mobilität eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität darstellt.
Der Aktionsplan soll daher Maßnahmen entwickeln, die sowohl Verkehrsbelastungen reduzieren als auch die Mobilität innerhalb der Stadt sichern.
Analysephase des Projekts
Das Projekt befindet sich aktuell in der Analysephase. Eine wichtige Grundlage für die weitere Planung bildet ein neues Lärmmodell der Stadt.
Der Verkehrslärm wird dabei nach gesetzlichen Vorgaben rechnerisch ermittelt. Zusätzlich werden verschiedene weitere Datengrundlagen genutzt, darunter:
Datenauswertungen
Ortsbegehungen
Modellrechnungen
Diese Analysen bilden die Grundlage für mögliche Maßnahmen im späteren Verlauf des Projekts.
Erste Ergebnisse zeigen laut Stadtverwaltung, dass Sindelfingen unter anderem bei der Elektromobilität sowie bei der verkehrlichen Erreichbarkeit bereits gut aufgestellt ist.
Themen aus der Fragerunde
In der Fragerunde der Informationsveranstaltung wurden mehrere Themen angesprochen, die im Zusammenhang mit dem Aktionsplan stehen.
Dazu gehörten unter anderem:
Beschleunigung des Busverkehrs
Elektrifizierung der Busflotte
Ausbau des Radwegenetzes
Busbevorrechtigungen an Ampelanlagen
Die Stadtverwaltung erläuterte, dass Vorrangschaltungen für Busse an Ampeln bereits eingesetzt werden und künftig weiter ausgebaut werden können.
Auch bestehende Hauptradrouten sollen – abhängig von personellen und finanziellen Ressourcen – weiterentwickelt werden.
Baubürgermeisterin Corinna Clemens erklärte, dass der Aktionsplan zügig erarbeitet werden soll und gleichzeitig eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist.
Geplante Bürgerbeteiligung
Für den weiteren Projektverlauf sind mehrere Beteiligungsformate vorgesehen.
Herbst 2026
Veröffentlichung des Entwurfs des Lärmaktionsplans
Öffentliche Auslegung des Plans
Möglichkeit zur Abgabe von Stellungnahmen durch Bürgerinnen und Bürger (vor Ort und online)
Winter 2026
Workshop zur Vorstellung und Diskussion möglicher Maßnahmen
Damit sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich über die Inhalte zu informieren und Hinweise einzubringen.
Hintergrund: Klage im Zusammenhang mit Luftreinhalte- und Lärmschutzmaßnahmen
Der Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz steht auch im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren im Bereich Umwelt- und Verkehrspolitik.
Die Deutsche Umwelthilfe hat gegen die Stadt Sindelfingen Klage eingereicht. In diesem Zusammenhang spielen Maßnahmen zur Reduzierung von Umweltbelastungen im Verkehrsbereich eine Rolle.
Der Aktionsplan bildet einen Bestandteil der städtischen Planungen im Bereich Mobilität, Klima- und Lärmschutz.
Weitere Informationen und Präsentation zum Projekt
Die Stadt stellt umfangreiche Informationen zum Projekt zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:
die Online-Präsentation der Informationsveranstaltung
weiterführende Projektinformationen
Erläuterungen zum Ablauf des Aktionsplans
Diese Inhalte werden über die offizielle Projektseite der Stadt bereitgestellt.
In unserem Blogbeitrag stellen wir daher den direkten Link zur Projektseite und zur Präsentation bereit, damit sich interessierte Bürgerinnen und Bürger selbst ein Bild vom aktuellen Projektstand machen können.
Das Thema wilder Müll an Containerstandorten in Sindelfingen ist leider auch in unserem Stadtteil immer wieder präsent. Rund um Altglas- und Altkleidercontainer sowie an Mülltonnen werden regelmäßig Abfälle abgestellt, die dort nicht hingehören.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Die Standorte der Container für Altglas oder Altkleider sind keine Müllabladeplätze.
Mülltonnen sind nicht für die Entsorgung von Hausmüll, Sperrmüll oder Farbkübeln gedacht.
Essensreste gehören nicht in oder auf öffentliche Müllbehälter, sondern in die eigene Komposttonne mit geschlossenem Deckel.
Illegale Ablagerungen verursachen erhebliche Zusatzkosten. Das Entfernen des Mülls bedeutet zusätzlichen Personal- und Entsorgungsaufwand – bezahlt von uns allen.
Jede Bewohnerin und jeder Bewohner trägt Verantwortung dafür, dass unser Stadtteil sauber und lebenswert bleibt.
Stadt Sindelfingen reagiert mit konkreten Maßnahmen
Wie die Stadt Sindelfingen in einer Pressemitteilung vom 11.02.2026 mitteilt, werden die Maßnahmen gegen illegale Müllablagerungen an Containerstandorten des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen (AWB) deutlich intensiviert.
Ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Sauberkeit ist die Auflösung der beiden Containerstandorte „Am Hirnach“ sowie in der Friedrich-Ebert-Straße vor dem ehemaligen Waldhotel“.
An beiden Standorten kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu massiven illegalen Müllablagerungen, die deutlich über das Maß anderer Containerstandorte hinausgingen. Trotz regelmäßiger Reinigungsmaßnahmen konnte keine nachhaltige Verbesserung erreicht werden.
Die Stadt zieht damit klare Konsequenzen – mit dem Ziel, die Sauberkeit im Stadtgebiet langfristig zu sichern.
So sauber sah der Containerstandort leider meist nicht aus, deswegen erfolgt jetzt die Auflösung
Warum falsche Müllentsorgung uns alle betrifft
Illegale Müllablagerungen führen nicht nur zu einem unschönen Erscheinungsbild, sondern haben konkrete Folgen:
Höhere Entsorgungskosten für die Allgemeinheit
Mehr Verwaltungs- und Reinigungsaufwand
Verlust von Containerstandorten
Negative Auswirkungen auf das Wohnumfeld
Gerade die Schließung von Standorten zeigt: Fehlverhalten einzelner kann Einschränkungen für viele bedeuten.
Gemeinsam für einen sauberen Stadtteil
Ein sauberer Stadtteil ist kein Selbstläufer. Er lebt vom verantwortungsvollen Handeln aller.
Bitte nutzen Sie die vorgesehenen Entsorgungswege und melden Sie größere Ablagerungen gegebenenfalls direkt bei der Stadt oder dem Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB).
Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unser Eichholz und Sindelfingen sauber und lebenswert bleibt.
Deshalb:
Nutzen Sie bitte die dafür vorgesehenen Wege der Abfallwirtschaft.
Das Abfall ABC hilft die richtige Anlaufstelle zu finden.
Sonntag, 1. Februar 2026: Trüber Himmel, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt – und trotzdem machte sich eine kleine, spontane Gruppe von IG-Eichholz-Mitgliedern auf den Weg zum Sindelfinger Forsthof, genauer gesagt zum N.E.S.-Waldzentrum. Und das sollte sich lohnen.
Was ist das N.E.S.-Waldzentrum?
Wer mit der Abkürzung N.E.S. noch nichts anfangen kann: Sie steht für Natur-Erlebnis-Sindelfingen. Früher befand sich in direkter Nachbarschaft zum Freibad das VIZ – Vogel-Informations-Zentrum. Heute hat sich daraus ein vielseitiges Natur- und Umweltzentrum entwickelt, das Wissen, Erlebnis und Mitmachen auf gelungene Weise verbindet.
Aktionssonntag „Höhlenbrüter & Nistkastenbau“
Von 11 bis 17 Uhr stand am Forsthof alles im Zeichen der Höhlenbrüter. Der Aktionssonntag bot ein abwechslungsreiches Programm für Erwachsene und Kinder gleichermaßen:
anschauliche Exponate rund um heimische Vogelarten
umfangreiche Infomaterialien zu den Bewohnern von Nistkästen
praktische Einblicke in den Naturschutz vor Ort
Besonders beliebt war der Nistkastenbau zum Mitmachen.
Mitmachen, lernen und Spaß haben
Für einen Unkostenbeitrag von 12 Euro konnte jeder Interessierte einen eigenen Nistkasten bauen und mit nach Hause nehmen – Material und Werkzeug inklusive. Neugierig und hochmotiviert machten sich die Teilnehmer ans Werk.
Die freundlichen Mitarbeitenden des Sindelfinger Forsts standen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Dank der sehr guten Vorbereitung dauerte es nicht lange, bis die ersten drei Nistkästen fertiggestellt waren. 👉 Erfolgserlebnis inklusive – und jede Menge Spaß auch.
Begeisterung aus der IG-Eichholz
Für einige IG-Eichholz-Beteiligte war es nicht der erste Besuch am Forsthof. Bereits beim Christbaumverkauf hatten sie positive Eindrücke gesammelt und begeistert davon berichtet. Der Aktionssonntag bestätigte diese Erfahrung eindrucksvoll.
Ein besonderer Ort mit viel Engagement
Was der Sindelfinger Forst rund um den Forsthof und das N.E.S.-Waldzentrum in jahrelanger Arbeit geschaffen hat, ist bemerkenswert. Naturpädagogik, Umweltbildung und Erlebnisse für alle Generationen greifen hier ineinander.
➡️ Zum Thema N.E.S. werden wir noch weitere, separate Berichte veröffentlichen.
Die Station steht bereits. Demnächst kann die Station auch genutzt werden.
*******************************************
Der Stadtteil Eichholz erhält in Kürze eine neue Packstation und damit einen zeitgemäßen Service für die Paketversorgung vor Ort. Der neue Standort der Packstation befindet sich hinter der Pauluskirche, am Parkplatz der Tagespflege. Mit diesem Angebot wird die Paketabholung und -zustellung im Eichholz deutlich komfortabler, flexibler und zukunftsorientiert gestaltet.
Die neue Packstation im Eichholz stellt einen wichtigen Schritt dar, um den Stadtteil an moderne Logistik- und Serviceangebote anzubinden und den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner spürbar zu erleichtern.
Warum der Standort der Packstation im Eichholz so gewählt wurde
Ursprünglich war vorgesehen, die Packstation an einem noch zentraleren Ort im Stadtteil Eichholz zu errichten. Trotz intensiver Suche konnte jedoch kein geeigneter Standort gefunden werden. Entweder fehlte die Zustimmung der jeweiligen Grundstückseigentümer oder die verkehrlichen Voraussetzungen entsprachen nicht den erforderlichen Sicherheitsstandards.
Ein zentrales Kriterium bei der Standortwahl der Packstation im Eichholz war, dass sowohl Nutzerinnen und Nutzer als auch Paketboten die Anlage sicher, übersichtlich und verkehrsgerecht be- und entladen können. Diese Anforderungen erfüllt der nun gewählte Platz hinter der Pauluskirche in besonderer Weise.
Ein weiterer Vorteil des Standorts ist, dass hier voraussichtlich ein uneingeschränkter 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen die Woche möglich ist. Anders als bei der Packstation im Spitzholz müssen im Eichholz keine Ruhezeiten mit eingeschränkten Nutzungszeiten berücksichtigt werden.
Verkehrssicherheit und Genehmigung durch die Stadt
Der Standort der neuen Packstation im Eichholz bietet ausreichend Platz für Anlieferungen und Abholungen, ohne den fließenden Verkehr oder Fußgängerinnen und Fußgänger zu beeinträchtigen. Die vorhandene Infrastruktur ermöglicht eine sichere Nutzung für alle Beteiligten.
Aufgrund dieser positiven Rahmenbedingungen erteilten die zuständigen Stellen der Stadt die erforderliche Baugenehmigung. Damit wurde ein entscheidender Meilenstein erreicht, der die Umsetzung der Packstation im Eichholz offiziell ermöglicht.
Ein Gewinn für die Bewohnerinnen und Bewohner des Eichholz
Die neue Packstation im Eichholz stellt eine attraktive und zeitgemäße Bereicherung für den Stadtteil dar. Kurze Wege, flexible Paketabholung und eine verbesserte Nahversorgung bieten insbesondere im Alltag vieler Menschen einen echten Mehrwert.
Besonders erfreulich ist, dass dieses Projekt trotz zahlreicher Herausforderungen konsequent weiterverfolgt wurde. Ein besonderer Dank gilt Frau Biermann von der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung, die mit großem persönlichen Engagement und viel Durchhaltevermögen maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Packstation im Eichholz realisiert werden konnte.
Wann geht die Packstation im Eichholz in Betrieb?
Sobald nähere Informationen zum genauen Zeitplan und zur Inbetriebnahme der Packstation im Eichholz vorliegen, werden diese zeitnah im Eichholz-Blog sowie in der Stadtteilzeitung veröffentlicht.
Die neue Packstation im Eichholz zeigt eindrucksvoll, wie durch Zusammenarbeit, Geduld und Engagement ein nachhaltiger Mehrwert für den gesamten Stadtteil entstehen kann.
Buntes Hemd, Smiley-Button, Ohrstecker, frohes Lachen, dicker Bauch …wer ihn kennt, weiß, von wem die Rede ist: Rolf-Uwe Grünewald. Eichholz-Bewohner und aktiver Bürger, bekannt für sein vielseitiges Engagement unter anderem bei der Quartiersarbeit im Eichholz. Dort trifft man ihn regelmäßig bei der IG Eichholz, im Inselcafé, im Redaktionsbüro der Stadtteilzeitung, bei den Arbeitskreisen Verkehr und Veranstaltungen, bei der Betreuung von Sozialsündlern, beim Aufräumen und Instandhalten. Das Eichholz ist sein Zuhause – seine Zielgerade nach einer beispiellosen Achterbahnfahrt.
Loopings, Turns und Schraubenrollen gab es genug in seinem Leben. Schon mit drei Jahren begann seine erste Talfahrt, als er 1963 zusammen mit seiner Zwillingsschwester aus der Familie mit acht Kindern gerissen wurde und ins Kinderheim kam. Schon ein Jahr später erlebte er die erste Bergfahrt: liebevolle neue Eltern, ein behütetes Aufwachsen in einem Lehrerdiensthaus mit riesigem Garten und viel Freunden zum Toben und Tollen. Als „Adoptivkind“ in ländlicher Kleinbürgerlichkeit wurde er in der Schule früh mit dem Mobbing konfrontiert, er zog sich zurück, musste die Schule wechseln, verlor an Selbstvertrauen und flüchtete sich mit 14 Jahren in Alkohol und Zigaretten. Die Abwärtsspirale begann. Seine Berufsträume hängte er an den Nagel und entschied sich zu einer Ausbildung zum Koch. Hier begann der Alptraum seines Lebens, denn tägliche Vergewaltigungen durch den Chef nahmen ihm das letzte bisschen Selbstvertrauen und nährten die frühe Sucht nach Alkohol.
Mit abgeschlossener Lehre hieß sein Ziel: einfach nur weg! Seine Spuren hinterließ er als Koch im Ehrenamt, als Koch bei der Bundeswehr, als stv. Küchenchef in der Schweizer Gastronomie und später im christlichen Jugenddorfwerk in Nagold – immer eine dicke Alkoholfahne hinter sich herziehend. Und immer auf der Flucht, bevor jemand seine Sucht erkennen sollte. Ein doppelter Bandscheibenbruch beendete seine Koch-Laufbahn, der Loop ins nächste Abenteuer startete: Versicherungskaufmann.
Nach der Umschulung übernahm er mit knapp 30 Jahren eine Versicherungsagentur in Esslingen und die Kurve führte ihn nach oben bis hin zur großen Liebe. Diese lockte ihn nach Wiesbaden und am Ende kostete deren Fall ihn 300.000 Euro.
Rolf-Uwe Grünewald brach mit 33 Jahren alle Brücken hinter sich ab und geriet in einen schuldenreichen Strudel des Überlebens mit unterschiedlichsten Tätigkeiten. Drogen und die „inzwischen“ vier Flaschen Wodka täglich zogen ihn in den nächsten Abgrund. Mit knapp 5 Promille wurde er 47-jährig ins Krankenhaus eingewiesen und erwachte nach 12 Tagen. Dieser Tag X war seine Wende und er begab sich auf einen harten Weg zurück ins Leben ohne Alkohol, ohne Drogen. Er strotzte der „86 % Rückfallquote“ und schaffte es in dem Wissen „entweder jetzt oder tot“. Diabetis, Infusionstherapie, Rollstuhl, Amputationen … er erlebte das volle Programm im Kabinett des Schreckens und fand seinen Weg in ein neues Leben und wollte dies mit Menschen teilen, um zu helfen.
Seit 2008 hält er erfolgreich und eindrucksvoll Vorträge über Sucht in Schulen, bei der AWO, im Suchthilfezentrum und bei der Polizei. Er bedient eine Hotline für sexuell missbrauchte Jungs. Er fährt für die Lebenshilfe und für die Freizeit im Täle. Er begleitet Kranke im Sindelfinger Klinikum vor und nach der OP, engagiert sich als Lesepate, Wahlhelfer, im Bündnis Buntes Sindelfingen, bei der Bürgerstiftung und bei Miteinander / Füreinander. Seit 20 Jahren pflegt er intensive Brieffreundschaften und hat mit den Briefen auch das Schreiben entdeckt. Zuletzt mit der Teilnahme an einem Schreibwettbewerb zum Thema „Herzenswünsche“ mit seiner berührenden Geschichte über die Familienzusammenführung einer „eigentlich“ für immer getrennt geglaubten Familie.
Menschen wie Rolf-Uwe Grünewald sind wichtig und wir freuen uns, dass er Vorbild und Teil unserer Gemeinschaft ist.
Zürich – Finanzmetropole der Schweiz. Hier hat Rolf-Uwe erfolgreich in der Gastronomie als stellvertretender Küchenchef gearbeitet .
Eine Zusammenfassung dieses Beitrags ist erschienen im Mietermagazin der Wohnstätten Sindelfingen „Wohnfühlen“ 12/2025. Mit freundlicher Genehmigung der Sindelfinger Wohnstätten- Text: Doris Leddin, Beitragsbilder: Thomas Alf
Während viele Menschen den Heiligabend im Kreis ihrer Familien verbringen, gibt es auch jene, die diesen Abend sonst allein zu Hause verbringen würden. Genau hier setzt seit Jahren eine besondere Aktion im Stadtteil an: Niemand soll an Heiligabend allein sein müssen, wenn er oder sie das nicht möchte.
Heiligabend gemeinsam verbringen – ein Abend der Herzlichkeit und Begegnung
Initiiert, organisiert und in jeder Phase persönlich getragen wird dieses offene Beisammensein von Rolf-Uwe. Sein Konzept unterscheidet sich bewusst von klassischen Weihnachtsfeiern: Es gibt kein Programm, keinen religiösen oder traditionellen Rahmen. Im Mittelpunkt steht allein der Mensch – so, wie er ist – und die Gemeinschaft.
Alles aus einer Hand – Aufbau, Dekoration und Organisation
Bereits am 24. Dezember ab etwa 10 Uhr begann der Aufbau, der sich bis 14:30 Uhr zog. Rolf-Uwe übernahm diesen komplett alleine – vom Herrichten der Räume über das Platzieren der Möbel bis hin zur gesamten technischen und organisatorischen Vorbereitung.
Auch die gesamte Dekoration wurde von ihm selbst gestaltet und angebracht. Das gewählte Motto: weiße, glatte Weihnachten. Schon von außen leuchtete das Foyer des Inseltreffs hell und warm – ein Anblick, der sofort ein Gefühl von Offenheit, Ruhe und Einladung vermittelte.
Ein Abend ohne Zwang – mit viel Nähe
Die ersten Gäste trafen gegen 16:45 Uhr ein. Von Beginn an war klar:Jeder darf kommen und gehen, wann er möchte. Genau diese Freiheit macht den Abend jedes Jahr so besonders.
Viele neue Gäste kamen hinzu, ebenso wie Stammgäste, die sich seit Jahren auf diesen Abend freuen. Alte Bekanntschaften lebten auf, neue entstanden ganz ungezwungen. Gespräche entwickelten sich von selbst – ehrlich, offen und oft überraschend tiefgehend.
Gastgeber mit Herz und Erfahrung
Rolf-Uwe zeigte auch an diesem Abend wieder, was es heißt, Gastgeber aus Überzeugung zu sein. Der gelernte Gastronom setzte bewusst nicht auf ein opulentes Menü, sondern auf eine hochwertige, liebevoll zusammengestellte Auswahl.
Auf den Tischen und am Buffet fanden sich:
viele verschiedene süße und salzige Naschereien
eine vielfältige Getränkeauswahl
alles so arrangiert, dass sich niemand selbst versorgen musste – die Gäste wurden umsorgt
Die Mischung aus Professionalität, Zurückhaltung und persönlicher Nähe sorgte für ein Wohlgefühl, das viele Gäste länger bleiben ließ, als sie ursprünglich geplant hatten.
Ein konfessionsloses Miteinander
Besonders wertvoll: Das Treffen war bewusst konfessionslos. Jeder durfte sein, wie er oder sie ist. Ohne Erwartungen, ohne Rollen, ohne Verpflichtungen – dafür mit Respekt, Herzlichkeit und echter Aufmerksamkeit füreinander.
Ein langer Abend – und ein Einsatz bis zuletzt
Die letzten Gäste verabschiedeten sich gegen 1:30 Uhr. Anschließend räumte Rolf-Uwe allein bis 2:45 Uhr auf. Am nächsten Tag folgten weitere drei Stunden, um alles vollständig wieder in Ordnung zu bringen.
Damit lag der komplette Ablauf – Aufbau, Dekoration, Durchführung und Aufräumen – vollständig in einer Hand. Ein Einsatz, der eindrucksvoll zeigt, wie viel persönliches Engagement, Verantwortung und Herzblut hinter dieser Aktion steckt.
Fazit Dieser Heiligabend war kein Event im klassischen Sinne – sondern ein Raum für Begegnung, Gespräche und Gemeinschaft. Ein Abend, der zeigt, wie viel Wärme entstehen kann, wenn Menschen einfach zusammenkommen dürfen.
Ein großes Dankeschön an Rolf-Uwe, der diesen Abend von der ersten Stunde bis zum letzten Handgriff allein möglich gemacht hat, und an alle Gäste, die ihn durch ihre Offenheit und Herzlichkeit mit Leben gefüllt haben.
Geschmückter Eingang Beste VerpflegungEs ist für jeden etwas dabeiGelungene Deko am Hl. Abend
Dieser Beitrag wurde zusammengestellt von Thomas Alf, Bilder von Rolf-Uwe Grünewald