Advent im Eichholz – Gelebte Nachbarschaft und Gemeinschaft
Wie wichtig Begegnungen und gemeinsames Erleben für ein lebendiges Miteinander im Stadtteil sind, zeigte sich eindrucksvoll beim gemeinsamen Frühstück am 2. Advent. Im Zentrum der Aktion stand – ganz im Sinne der IG Eichholz – die Förderung der Nachbarschaft und des Austauschs im Quartier.
Die ursprüngliche Anregung kam von Gisela, die Idee wurde anschließend von IG-Eichholz-Mitglied Rolf-Uwe engagiert aufgegriffen und umgesetzt. Anfangs schien das Interesse noch überschaubar: Zunächst meldeten sich gerade einmal drei Interessierte. Doch durch seine intensive Nachfragen im Inselcafé und in der Seniorenküche wuchs die Runde schnell – und am Ende entwickelte sich ein ausgesprochen geselliges Frühstück.
Türkisches Frühstück im Sepan / Lounge
Treffpunkt war die Sepan Lounge, wo die Gäste von Inhaber Herrn Sepan persönlich sehr freundlich empfangen wurden. Für die Frühstücksrunde war eine lange, liebevoll gedeckte Tafel vorbereitet, geschmückt mit edlem, buntem orientalischem Geschirr, das sofort eine besondere Atmosphäre schuf.
Insgesamt nahmen 25 Personen teil – 22 Frauen und 3 Männer –, die gemeinsam mehr als zwei Stunden in angeregter und herzlicher Runde verbrachten.
Reichhaltig, vielfältig und immer wieder frisch
Das türkische Frühstück ließ kaum Wünsche offen: Der Tisch wurde sehr reichhaltig gedeckt und immer wieder wurde nachgereicht. Angeboten wurden unter anderem:
Türkischer schwarzer Tee und Kaffee (etwa hälftig nachgefragt)
Rührei mit Sucuk
Rührei mit Tomaten und weißem Käse
Frisches Obst
Wurst, Käse und Frischkäse mit Honig
Marmeladen
Oliven
Tomaten und Gurken
Fladenbrot
Immer wieder frisch servierte Brandteiglinge
Besonders angenehm: Speisen konnten jederzeit nachgeordert werden, ganz ohne Hektik.
Ein gelungenes Beispiel für gelebte Nachbarschaft
Bei einem fairen Preis, gutem Essen und vielen Gesprächen verging die Zeit wie im Flug. Alle Gäste zeigten sich sehr zufrieden – nicht nur mit dem Frühstück selbst, sondern vor allem mit der offenen, herzlichen Stimmung.
Diese Aktion zeigt einmal mehr, wie aus einer kleinen Idee durch Engagement und Offenheit ein wertvoller Moment für die Gemeinschaft im Eichholz entstehen kann. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten – und insbesondere an Rolf-Uwe für die Umsetzung sowie an Gisela für die ursprüngliche Anregung.
Solche Treffen machen Lust auf mehr.
Zusammengestellt von Thomas Alf Bilder von Rolf-Uwe Grünewald
Der Weihnachtsmarkt im Stadtteil Eichholz am 29. November 2025 war ein voller Erfolg – und setzte mit geschätzten 400 bis 450 Besucherinnen und Besuchern einen neuen Rekord. So viele Menschen wie nie zuvor strömten zum Inseltreff: nicht nur aus dem Eichholz selbst, sondern auch aus den umliegenden Stadtteilen und sogar aus Nachbarorten.
Ein Auftakt mit Verzögerung – aber aus gutem Grund
Der neue Bürgermeister besuchte den Markt, doch bevor er eine Ansage machen konnte musste er sich etwas gedulden. Der Kindergartenchor begeisterte mit seinem Auftritt gleich zu Beginn – sehr zur Freude des Publikums.
Für musikalischen Schwung sorgte anschließend der Chor „New Joyce“, der mit modernen Arrangements für festliche Stimmung und mitreißende Momente sorgte.
Kreative Mitmachaktionen – beliebt wie jedes Jahr
Seit vielen Jahren ist Justinas Bastelangebot ein fester Bestandteil des Weihnachtsmarkts. Auch diesmal drängten sich die Kinder begeistert an ihren Tischen. Einen weiteren kreativen Höhepunkt bot Johanna von der Josephskirche, die eine liebevoll gestaltete Kerzenwerkstatt anleitete.
Für die Jüngsten gab es zwischendurch eine gemütliche Pause im Kleinkinderkino, das durchgehend gut besucht war.
Vielfalt an 11 Ständen – von Büchern bis Suppe
Insgesamt 11 Stände boten Kulinarisches, Handwerkliches und Angebote aus dem Stadtteil:
📚 Bücherei
🌰 Maronenverkauf – mit vielen positiven Rückmeldungen
🏫 GMS-Stand (Gemeinschaftsschule im Eichholz)
🍲 Marokkanische Suppen & Punsch – bereits kurz vor 18 Uhr komplett ausverkauft
🧒 Drei Kindergärten mit kreativen Aktionen
🐑 Jugendfarm mit Keksen, selbstgemachter Marmelade und Bastelarbeiten
🍷 Glühweinstand – ebenfalls ausverkauft
Ein besonderes Highlight: Vier Schafe der Jugendfarm hatten ihren Weg zum Markt gefunden und waren ein Magnet für Kinder und Familien.
Nikolaus, Lichtzauber und beste Stimmung
Gleich 250 Schoko-Nikoläuse wurden im Laufe des Nachmittags verteilt – der Nikolaus hatte alle Hände voll zu tun.
Das Lichtkonzept sorgte für eine magische Atmosphäre. Obwohl der große Mammutbaum in diesem Jahr dunkel blieb, verwandelten stimmungsvolle Lichterketten und Projektionen den Platz in ein warmes Winterambiente.
Kulinarik und Teamgeist
Trotz dem Ausfall der eigentlich eingeplanten Koordinatorin Timea lief alles reibungslos: Es gab Glühwein, alkoholfreien Punsch, Steak, Grillwürste – auch Halal – sowie weitere herzhafte Angebote. Viele der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sprangen spontan ein und hielten den Betrieb perfekt am Laufen.
Wetterglück zur richtigen Zeit
Noch am Vortag und in der Nacht zuvor regnete es. Doch rechtzeitig zum Markt klarte der Himmel auf – sogar etwas Sonnenschein zeigte sich gegen Mittag. Mit milden Temperaturen blieb das Publikum lange, genoss das Angebot und die gemütliche Atmosphäre.
⭐ Fazit
Der Weihnachtsmarkt 2025 im Eichholz war ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis: Rekordbesuch, volle Stände, zufriedene Gesichter und viele besondere Momente. Ein Tag, der zeigt, wie lebendig und engagiert der Stadtteil ist – und der Lust macht auf das nächste Jahr.
Viele kennen den Heiligabend noch so: Morgens holt jemand den Weihnachtsbaum, stellt ihn auf, und alle helfen beim Schmücken. Es riecht nach frisch gebackenen Plätzchen und nach den wohligen Düften aus der Küche, wo die Mutter fleißig kocht und backt. Mittags geht die Familie hinaus in den Schnee und später gemeinsam in den Gottesdienst oder zur Christmette, um sich auf den Abend einzustimmen. Alle sind froh und gut gelaunt. Es gibt ein festliches Abendessen, und dann kommt der große Moment: Jemand schaltet die Lichter am Weihnachtsbaum ein – alle strahlen und freuen sich über die Geschenke. Freude, gute Laune und Geborgenheit erfüllen die Luft. Ein friedlicher und glücklicher Tag.
Und heute? Viele versuchen, den Tag irgendwie hinter sich zu bringen, weil sie allein sind. In Gedanken hängen sie den früher so schönen Weihnachtstagen nach. Doch die Realität sieht anders aus: Man sitzt allein in der Wohnung und möchte niemandem zur Last fallen. Im Fernsehen laufen dieselben „seligen“ Filme wie jedes Jahr – sie machen es nicht leichter, die Einsamkeit auszuhalten.
Die Lösung: Kommen Sie doch ab 17 Uhr in den
Inseltreff in der Watzmannstraße 5
Dort wartet seit drei Jahren schon jemand auf Sie – den Gast. Fühlen Sie sich herzlich willkommen! Wir sitzen zusammen, reden, lachen und lernen uns (neu) kennen. Es gibt Gemütlichkeit, Herzlichkeit und Wärme – kostenlos. Dazu kleine Süßigkeiten und verschiedene Getränke. Sie sind unser Gast, so lange Sie möchten.
Eine Anmeldung ist nicht nötig – kommen Sie einfach vorbei!
Bei Fragen können Sie sich gerne melden bei: Rolf-Uwe Grünewald – +49 173 9056434
oder auch gerne über das Kontaktformular anfragen.
Was viele Menschen im Alltag kaum wahrnehmen, ist für einige ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger mittlerweile ein Grund zur Angst: die Fahrt mit dem Bus. Immer häufiger berichten Seniorinnen und Senioren aus dem Stadtteil Eichholz davon, dass Busfahrer der Linien 701 und 708 Fahrgäste – teils mit Rollator – an ungesicherten, nicht offiziellen Haltepunkten zum Aussteigen auffordern.
Was nach einem Einzelfall klingt, ist offenbar ein wiederkehrendes Problem, das Betroffene verunsichert und im schlimmsten Fall gefährdet.
„Er nahm einfach meinen Rollator und stellte ihn raus“
Eine 82-jährige Bewohnerin schildert:
„Der Bus hielt einfach bei den Glascontainern, weit vor der eigentlichen Haltestelle. Der Fahrer sagte, er müsse dringend auf die Toilette, und forderte alle zum Aussteigen auf. Ich erklärte, dass ich nicht einfach hier aussteigen könne – aber er stellte meinen Rollator raus und ließ mich stehen. Ich fühlte mich gezwungen, den Bus zu verlassen. Der Boden war weich und uneben, ich hatte Mühe, überhaupt Halt zu finden.“
Die Frau berichtet weiter, dass sie sich seitdem kaum noch traut, mit dem Bus zu fahren.
„Ich habe Angst, wieder irgendwo ausgesetzt zu werden. Früher war ich mit dem Bus selbstständig unterwegs – heute überlege ich mir jede Fahrt dreimal.“
Eine Nachbarin, die den Vorfall vom Balkon aus beobachtete, kann die Schilderung bestätigen.
Keine Einzelfälle – mehrere Betroffene berichten Ähnliches
Auch andere ältere Fahrgäste im Eichholz berichten von nahezu identischen Erlebnissen:
Ein 81-jähriger Anwohner, der täglich mit der Linie 708 ins Pflegeheim fährt, erzählt:
„Mindestens einmal pro Woche heißt es: ‚Alle raus, ich habe Pause.‘ Dann stehen wir dort – egal ob Wind, Regen oder glatter Boden. Ich bin noch gut zu Fuß, aber für manche ist das lebensgefährlich.“
Eine weitere Dame (83) bestätigt:
„Ich fahre regelmäßig mit der Linie 708 ins Inselcafé. Mehrmals musste ich auf diesem matschigen Seitenstreifen aussteigen. Die Fahrer sind oft unhöflich und helfen nie beim Ausstieg. Der Höhenunterschied vom Bus auf den Boden ist enorm.“
Und eine 92-jährige Seniorin ergänzt:
„Der Fahrer hat mir einfach den Rollator rausgestellt. Zum Glück hat mir ein Mitfahrer geholfen, sonst wäre ich gestürzt.“
Ein strukturelles Problem, keine Ausnahme
Diese Berichte stammen allesamt von glaubwürdigen Personen, die der Redaktion persönlich bekannt sind. Das Muster ist eindeutig:
Immer wieder betroffen ist die Buslinie 708, teils auch die 701.
Das Zwangsaussteigen geschieht regelmäßig vor dem ehemaligen Waldhotel, an einem Platz ohne befestigten Untergrund, Bordstein oder Haltestellenschild.
Die Begründung der Fahrer lautet meist, sie hätten jetzt Pause und müssten den Bus dort abstellen.
Der Hinweis auf den dringend benötigten Toilettenraum für Busfahrer in der Theodor-Heuss-Straße ist nachvollziehbar – doch dieser ist offenbar immer noch nicht fertiggestellt, obwohl der Bedarf seit Langem bekannt ist.
Sicherer Ausstieg ist keine Verhandlungssache
Die Stadt und der ÖPNV-Betreiber sind hier in der Pflicht: Ein sicherer, barrierefreier Ausstieg ist kein Luxus, sondern eine Mindestanforderung an die Beförderungssicherheit. Gerade ältere oder mobilitätseingeschränkte Fahrgäste müssen sich darauf verlassen können, an einer offiziellen, gesicherten Haltestelle auszusteigen – nicht auf einem matschigen Seitenstreifen.
Der Umbau der Haltestellen im Eichholz hatte genau dieses Ziel: mehr Sicherheit für alle, insbesondere für Menschen mit Hilfsmitteln. Wenn nun Busfahrer abseits davon Fahrgäste zum Aussteigen zwingen, wird dieser Zweck konterkariert.
Appell an Verantwortliche
Die Berichte zeigen dringenden Handlungsbedarf. Das Vertrauen der Seniorinnen und Senioren in den öffentlichen Nahverkehr darf nicht weiter erschüttert werden. Nötig sind:
Eine klare interne Anweisung an die Fahrerinnen und Fahrer,
eine funktionierende Pausen- und Sanitärregelung,
und vor allem eine konsequente Kontrolle der Haltevorgänge an offiziellen Haltestellen.
Nur so kann der ÖPNV für alle Bürgerinnen und Bürger wieder das sein, was er sein sollte: verlässlich, sicher und menschlich.
🚌 Fazit
Wenn ältere Menschen mit Rollatoren beim Aussteigen Angst verspüren, läuft etwas grundsätzlich falsch. Es braucht Respekt, Verantwortung und klare Strukturen, damit niemand mehr an ungeeigneten Stellen aussteigen muss – schon gar nicht die, die am meisten auf Sicherheit angewiesen sind.
Anmerkung:
Die Personen, welche ihre Erlebnisse geschildert haben sind der Redaktion persönlich bekannt bzw. haben dies selber schon so erlebt. Bisheriger Schriftverkehr mit den Beteiligten leider erfolglos.
Nachtrag:
Einen Ausdruck dieses Blog-Beitrags haben wir am Samstag den 08.11.2025 ,während des Sindelfinger Wochenmarktes, an Oberbürgermeister Kleemann übergeben und Ihm den Sachverhalt persönlich erläutert. Seine Worte vom Mai 2025: Zuhören-Verstehen-Machen. Wir nehmen Ihn beim Wort.
Aus Beiträgen von Rolf-Uwe Grünewald zusammengefasst von Thomas Alf Beitragsbilder: Thomas Alf
admin
Die Ersatzausstiegsstelle der Senioren-Wiese und Laub bieten keine Sicherheit.
Von der Stadt für den Linienverkehr als „Kein Halteverbot“ ausgeschildert. Aber nicht als Bushaltestelle.
Was ist die Notfalldose und warum ist so sie wichtig?
Ein Notfall kommt selten angekündigt – und wenn er eintritt, zählt jede Sekunde. Ob Sturz, Herzinfarkt oder plötzliche Bewusstlosigkeit: In solchen Momenten sind Betroffene und auch Angehörige oft nicht mehr in der Lage, wichtige Informationen zu übermitteln. Genau hier kann eine kleine grün-weiße oder komplett rote Dose den entscheidenden Unterschied machen – die Notfalldose.
Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt und enthält ein Notfall-Infoblatt mit den wichtigsten medizinischen Angaben: Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, Kontaktdaten des Hausarztes sowie Personen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen. Für Rettungskräfte ist die Dose sofort erkennbar – dank grüner /roter Aufkleber an der Wohnungsinnentür und an der Kühlschrankaußentüre (links oben jeweils).
So wissen Sanitäter und Notärzte auf einen Blick, wo sie alle wichtigen Patienteninformationen finden. Das spart wertvolle Zeit und kann im Ernstfall sogar Leben retten. Besonders für alleinlebende und ältere Menschen ist die Notfalldose daher ein einfaches, aber äußerst wirksames Hilfsmittel für mehr Sicherheit zu Hause.
Die Dose ist gegen eine kleine Schutzgebühr über Rolf-Uwe Grünewald erhältlich.
Das Infoblatt in der Notfalldose sollte spätestens alle zwei Jahre auf seine Aktualität überprüft und ggf. ergänzt oder ersetzt werden.
Nachdrucke des Infoblattes (z.B. bei vielen Änderungen) können ebenfalls bei Rolf-Uwe angefragt werden.
Ein kleiner zeitlicher Aufwand mit großer Wirkung für mehr Sicherheit im Alltag.
Anleitung – So wird die Notfalldose richtig angewendet
Infoblatt ausfüllen: Trage alle wichtigen Informationen sorgfältig in das beiliegende Formular ein:
Name, Geburtsdatum, Adresse
Krankenkasse und Versichertennummer
Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente
Kontaktdaten von Hausarzt, Pflegedienst und Angehörigen
Hinweise zu Patientenverfügung, Organspendeausweis oder Haustieren
Aktualität prüfen: Überprüfe regelmäßig, ob deine Angaben noch stimmen – etwa bei neuen Medikamenten oder geänderten Kontaktdaten. Trage das Datum der letzten Aktualisierung ein und unterschreibe das Formular.
Dose im Kühlschrank aufbewahren: Lege das ausgefüllte Infoblatt in die Notfalldose und stelle sie in die Kühlschranktür – dort suchen Rettungskräfte standardmäßig danach.
Aufkleber anbringen: Bringe die grünen /roten Aufkleber gut sichtbar an:
Innen links oben an der Wohnungstür – damit Einsatzkräfte beim Eintreten sofort erkennen, dass eine Notfalldose vorhanden ist.
Außen, links oben an der Kühlschranktüre – um den Aufbewahrungsort schnell zu finden.
Für alle Haushaltsmitglieder: PRO PERSON EINE MIT NAMEN BESCHRIFTETE DOSE WEGEN DER VERWECHSLUNGGEFAHR
Tipp: Ein kleines Foto auf dem Infoblatt hilft, die Person eindeutig zu identifizieren.
💡 Fazit: Die Notfalldose ist eine einfache, analoge Lösung – ohne Technik, ohne Strom, aber mit großer Wirkung. Sie schenkt Sicherheit und kann im Ernstfall Leben retten.
In der SZ/BZ-Ausgabe vom 8. Oktober 2025 sowie im Amtsblatt Nr. 41 vom 10. Oktober veröffentlichte die Stadt Sindelfingen erstmals einen QR-Code zum neuen „Virtuellen Amt“. Bürgerinnen und Bürger wollten das neue Online-Angebot sofort ausprobieren – doch beim Aufruf erschien nur eine Server-Fehlermeldung. Der Link funktionierte schlicht nicht.
Das „Virtuelle Amt“ soll eigentlich genau das Gegenteil bewirken: Es soll den Behördengang einfacher machen und ermöglichen, wichtige Anliegen bequem von zu Hause aus zu erledigen – ein Schritt in Richtung moderne und bürgerfreundliche Verwaltung.
Weil zunächst keine Reaktion von der Stadtverwaltung auf unsere Anfrage erfolgte, haben wir uns an die Redaktion der SZ/BZ gewandt und darum gebeten, bei der Stadtverwaltung nachzufragen, wann mit einer funktionierenden Lösung zu rechnen ist.
Kurze Zeit später kam die Rückmeldung: 👉 Der Fehler wurde behoben – der Link funktioniert jetzt wieder einwandfrei!
Ein herzliches Dankeschön an die Redaktion der SZ/BZ für das schnelle Nachhaken und die Unterstützung im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger.
Hier geht’s direkt zum funktionierenden „Virtuellen Amt“ der Stadt Sindelfingen:
Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Eichholz beschäftigen sich schon seit Jahren mit einer zentralen Frage: Wird es hier endlich öffentliche Ladesäulen für Elektroautos geben – und wenn ja, wo und wann?
Gerade in einem Stadtteil mit dichter Bebauung, getrennten Wohn- und Parkflächen und wenigen privaten Lademöglichkeiten ist das Thema für viele Menschen von großer Bedeutung.
Aktueller Stand – Update Februar 2026
Die Stadtverwaltung hat im Februar 2026 über den aktuellen Stand informiert:
Die bisherigen Ausschreibungen für die geplanten Ladesäulenstandorte waren nicht erfolgreich und müssen nun erneut ausgeschrieben werden. Dieses Mal wird ein sogenanntes funktionales Verfahren angewendet.
Die Verwaltung rechnet dadurch mit einer Verzögerung von etwa drei Monaten. Die Umsetzung der Standorte ist nun im Laufe des Jahres 2026 vorgesehen.
Quelle: Beschlussvorlage 05/2026
Rückblick – Update Oktober 2025
Bereits im Oktober 2025 hatte die Stadt auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Ausschreibung der geplanten Standorte läuft – darunter auch die Ladesäulen in der Watzmannstraße.
Damals war vorgesehen, die Vergabe bis Ende Oktober 2025 abzuschließen. Die Einschätzung der Verwaltung war zu diesem Zeitpunkt vorsichtig optimistisch, dass sich ein geeigneter Anbieter finden würde.
Ob die Bauarbeiten noch im Herbst oder Winter 2025/2026 hätten beginnen können, war allerdings offen. Als Unsicherheitsfaktoren wurden unter anderem genannt:
Witterung
verfügbare Baukapazitäten
Netzanschlüsse der Energieversorger
Spätestens im Frühjahr 2026 sollte ursprünglich mit der Umsetzung im Eichholz begonnen werden – ein Zeitplan, der sich nun verschoben hat.
Geplante Standorte im Eichholz
Nach aktuellem Planungsstand sind im Eichholz:
drei Ladesäulen
mit insgesamt sechs Ladepunkten
vorgesehen.
Die Standorte sollen im nördlichen Bereich der Insel, direkt rechts des Fußgängerüberwegs, entstehen – also dort, wo bereits heute öffentliche Parkflächen vorhanden sind.
Ein Thema mit Vorgeschichte: Engagement seit 2018
Wichtig ist: Das Thema Ladeinfrastruktur ist im Eichholz kein neues Anliegen.
Bereits seit 2018 beschäftigen sich Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils intensiv mit der Frage, wie Elektrofahrzeuge auch hier sinnvoll geladen werden können. Dabei wurden früh grundlegende Probleme sichtbar, die bis heute viele Wohnquartiere in Sindelfingen betreffen.
Strukturelle Hürden in Wohngebieten
Die Stadt Sindelfingen beschreibt diese Herausforderungen inzwischen auch offiziell. Gründe, warum private Ladeinfrastruktur vielerorts nur schwer umzusetzen ist, sind unter anderem:
Trennung von Wohn- und Parkflächen (z. B. Reihenhausanlagen)
fehlende Leitungs- und Nutzungsrechte
unzureichende Netzanschlusskapazitäten
veraltete Hauselektrik
komplexe Entscheidungsprozesse in Wohnungseigentümergemeinschaften
Gerade im Eichholz treffen mehrere dieser Punkte gleichzeitig zu.
Elektromobilität in Sindelfingen: Dynamik mit besonderem Druck
Hinzu kommt eine besondere lokale Situation: Der mit Abstand größte Arbeitgeber vor Ort ist ein weltweit bekannter Automobilhersteller.
Viele Mitarbeitende wechseln ihre Fahrzeuge im Jahresrhythmus – zunehmend auch hin zu Elektrofahrzeugen. Das führt dazu, dass die Zahl der E-Autos innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen kann, sowohl stadtweit als auch im Stadtteil.
Die Zahlen unterstreichen diese Entwicklung:
Über 23 % aller angemeldeten PKW in Sindelfingen waren Stand Oktober 2025 elektrisch betrieben
Damit gehört Sindelfingen zu den Spitzenreitern unter deutschen Kommunen
Die Stadt sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele – und zugleich einen klaren Handlungsauftrag.
Das E-Lade-Konzept der Stadt Sindelfingen
Um auf diese Entwicklung zu reagieren, hat die Stadt bereits 2022 ein umfassendes E-Lade-Konzept beschlossen. Darin ist geregelt:
wie private Unternehmen öffentlich zugängliche Normalladeinfrastruktur im Straßenraum errichten können
wie der Ausbau von Schnellladeinfrastruktur geplant und ermöglicht wird
wie Standorte bedarfsgerecht und digital gesteuert entwickelt werden
Eine zentrale Rolle spielen dabei die Stadtwerke Sindelfingen als Netzbetreiber sowie deren Tochtergesellschaft „Stadtwerke Sindelfingen Mobility“ als Ladesäulenbetreiber.
Ebenfalls 2022 wurde eine Richtlinie für Investoren und Betreiber von Ladeinfrastruktur erlassen, um den Ausbau gezielt zu steuern und zu beschleunigen.
Ausblick
Auch wenn sich die Umsetzung im Eichholz erneut verzögert, bleibt festzuhalten:
Das Thema ist politisch gesetzt
die strukturellen Probleme sind erkannt
und der Bedarf ist unstrittig
Sobald die erneute Ausschreibung abgeschlossen ist, eine Baufirma feststeht und ein konkreter Zeitplan vorliegt, werden wir hier im Stadtteil-Blog wieder berichten.
Denn klar ist: Eine verlässliche öffentliche Ladeinfrastruktur ist für das Eichholz kein Luxus, sondern eine notwendige Voraussetzung für die Mobilität der kommenden Jahre.
Jeder hat sich sicher schon einmal über eine defekte Straßen- oder Gehweglaterne geärgert. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine gute Beleuchtung wichtig für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Doch die Stadt kann nicht jede Laterne ständig im Blick behalten – dafür ist das Stadtgebiet einfach zu groß.
Unter dem Motto „Ihr Draht zu uns“ bietet die Stadt Sindelfingen eine einfache Möglichkeit, solche Mängel direkt zu melden. Über die Plattform
(alternativ über Suchmaschinen: „Sindelfingen wills wissen“) können Sie Schäden und Anliegen schnell und unkompliziert weitergeben – auch direkt vom Smartphone aus.
Auf der Webseite finden Sie zahlreiche Themenbereiche, in denen Sie Ihre Meldung eintragen können.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
Sie müssen keine zuständige Stelle oder Person kennen.
Wer den Standort über das Handy freigibt, spart sich die manuelle Eingabe der Adresse.
Meldungen lassen sich jederzeit und sofort absenden.
Auf Wunsch können Sie den aktuellen Bearbeitungsstand Ihres Tickets online verfolgen.
Hinweis: Falls Sie eine Rückmeldung mit dem Hinweis „Anliegen Nr. XXXX unlösbar“ erhalten, bedeutet das in der Regel, dass Ihr Anliegen an die zuständige Stelle weitergeleitet wurde – es ist also in Bearbeitung.
1Jede Straßenlaterne hat eine Nummer, die man mit angeben kann im Ticket. So ist sichergestellt, das die defekte Laterne problemlos identifiziert werden kann.
Integration im Eichholz – Miteinander braucht Regeln.
Was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen. Wie so oft im Leben, fängt vieles auch hier bereits im Kleinen an. In einem Wohngebiet wie dem Eichholz zeigt sich, wie Integration funktioniert – oder scheitert. Die Gesellschaft an sich ist entscheidend.
Im Eichholz leben Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Gewohnheiten zusammen. Trotz aller Unterschiede haben sie ähnliche Wünsche: Ruhe, Familie, Gemeinschaft und ein normales Leben.
Damit das gelingt, reicht es nicht, wenn Stadt und soziale Träger Angebote machen. Entscheidend ist, dass alle Bewohner Verantwortung übernehmen. Wer hier lebt, soll sich willkommen fühlen – muss aber auch bereit sein, Regeln einzuhalten, Rücksicht zu nehmen und Respekt zu zeigen.
Herkunft kann erklären, warum jemand etwas nicht weiß, aber sie entschuldigt nicht, Regeln zu missachten. Ein Stadtteil kann keine Parallelregeln dulden. Ob Müll auf Spielplätzen, blockierte Rettungswege oder unnötig laufende Motoren – Regeln sind kein Selbstzweck, sondern Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.
Integration ist keine Einbahnstraße:
Neu Zugezogene müssen sich einfügen.
Alteingesessene sollten offen bleiben – aber nicht grenzenlos.
Übertriebene Toleranz führt zu Frust, wenn Konflikte aus Angst verschwiegen werden. Nur wenn Regeln klar gelten, entsteht Vertrauen.
Integration zeigt sich im Alltag: Kinder, die zusammen spielen, Eltern die sich austauschen, Jugendliche die gemeinsam Feste gestalten. Hier wird Miteinander gelebt – ohne Programme, einfach im täglichen Leben.
Am Ende zählt nicht, wer welche Staatsangehörigkeit oder Ausbildung hat, sondern das Verhalten jedes Einzelnen. Herkunft ist keine Ausrede, Glaube kein Sonderrecht und Sprache kein Hindernis für gutes Benehmen.
Wer dazugehören will, muss:
Regeln einhalten
Rücksicht nehmen
Respekt zeigen
Das Eichholz soll ein Ort sein, an dem Vielfalt verbindet – und Integration nicht nur diskutiert, sondern gelebt wird. Jeder von uns kann und muss dazu beitragen. Nur so erreichen wir dieses Ziel.
Was exemplarisch im Eichholz im Kleinen gilt, gilt für die Stadt, das Land, die komplette Gesellschaft.
Wer nur seine eigenen Ziele verfolgt, jede Situation nur auf die eigene Sichtweise und seinen Vorteil auslegt, vergeht sich an der Gemeinschaft und integriert nicht.
Wer nicht bereit ist, in eine funktionierende Gesellschaft einzuzahlen, wird irgendwann nichts mehr erhalten, man macht sie kaputt.
Vielen Dank für die Zeit zum lesen von diesem Beitrag.
Beitragstext und Bilder: Thomas Alf
admin
Wie sonst im Leben braucht auch Integration Wegweiser und Regeln, die von allen eingehalten werden müssen um erfolgreich zu sein.
Himmelsereignis begeistert Besucher nicht nur aus dem Eichholz
In der Nacht vom 7. auf den 8. September machten sich Bewohner aus dem Eichholz auf den Weg zum Dachskopf, um ein ganz besonderes Naturschauspiel zu erleben: den Blutmond. Nur wer sich rechtzeitig angemeldet und einen der begehrten Plätze gesichert hatte, konnte teilnehmen – die Nachfrage war riesig, viele mussten leider abgewiesen werden.
Der AWB lädt ein zum Blick in den Himmel
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) hatte zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung eingeladen. Neben dem Beobachten des Blutmondes gab es eine wissenschaftlich fundierte Einführung in das Phänomen sowie spannende Informationen zum Thema Weltraumschrott. Passenderweise fand die Veranstaltung auf einem „irdischen Schrottberg“ statt – ein symbolträchtiger Ort, der die Verbindung zwischen Müll auf der Erde und Abfall im All eindrucksvoll verdeutlichte. So rückte ein oft unbeachtetes Thema in ein ganz neues Licht.
Faszinierende Einblicke in Sonne, Mond und Sterne
Nach einer kurzen Einführung erklärte Timo Olbrich, Naturführer und Hobbyastronom, die Größenverhältnisse im Sonnensystem. Die Distanzen zwischen Sonne, Erde und Mond sind kaum vorstellbar: über 300.000 Kilometer liegen zwischen Erde und Mond – und doch beeinflussen sie sich gegenseitig auf faszinierende Weise.
Olbrich erklärte anschaulich, wie es zum Blutmond kommt: Sonne, Erde und Mond stehen exakt in einer Linie. Nur dann gelangt der Mond in den Kernschatten der Erde – das Sonnenlicht wird in der Atmosphäre gebrochen, und die rötlichen Lichtanteile färben den Mond glutrot. Ein ähnlicher Effekt sorgt übrigens auch für den blauen Himmel am Tag: Blaues Licht wird stärker gestreut als rotes.
Geduld und Staunen am Dachskopf
Oben angekommen – zunächst Ernüchterung: Vom Mond war nichts zu sehen, Dunst verdeckte den Horizont. Die Wartezeit nutzte Olbrich, um über die enorme Menge an Weltraumschrott zu berichten, die heute unseren Planeten umkreist. Kleine Teile fliegen mit Geschossgeschwindigkeit und gefährden Satelliten und Raumstationen. „Im All gibt es leider keinen AWB“, merkte Olbrich augenzwinkernd an – ein eindrücklicher Hinweis auf die zunehmende Verschmutzung des Weltraums.
Dann endlich zeigte sich der Mond – zunächst nur schwach, dann immer deutlicher: eine geheimnisvolle, rötlich schimmernde Kugel am Nachthimmel. Nach etwa einer Stunde trat der Mond aus dem Kernschatten der Erde, und das helle Licht kehrte zurück. Ein beeindruckendes Schauspiel, das viele so schnell nicht vergessen werden.
Sternbilder, Planeten und ein Profi-Tipp
Auf dem Rückweg zum „Base Camp“ gab es noch eine kleine Einführung in die Sternbilder. Mithilfe eines Lasers zeigte Olbrich die bekanntesten Formationen am Himmel – vom Großen Wagen bis zum Schwan. Auch der Planet Saturn ließ sich noch blicken. Der Hobbyastronom gab den Teilnehmern einen Tipp mit auf den Weg:
„Die Planeten bewegen sich immer auf derselben Bahn wie der Mond. Wer eine besonders helle Kugel in dessen Nähe sieht – das ist meist ein Planet.“
Im Winter verläuft diese Bahn übrigens deutlich höher am Himmel als im Sommer. Die Bahn liegt im Sommer näher am Horizont, was für Beobachtungen weniger gut geeignet ist.
Begeisterung und Applaus für den AWB
Zurück am Ausgangspunkt gab es viel Applaus für das Organisationsteam des AWB Böblingen. Die Veranstaltung war perfekt organisiert und bot eine gelungene Verbindung aus Umweltbildung, Astronomie und Gemeinschaftserlebnis. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hoffen nun, dass es nicht bei dieser einen Veranstaltung bleibt – denn der Dachskopf hat sich als idealer Standort für Himmelsbeobachtungen bewiesen.