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  • Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz

    Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz

    Projektstand, Bürgerbeteiligung und Hintergrundinformationen

    Die Stadt Sindelfingen arbeitet derzeit am Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz. Ziel des Projekts ist es, Verkehrslärm zu reduzieren und gleichzeitig die Mobilität sowie die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern.

    Am 5. März 2026 stellte die Stadtverwaltung im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung den aktuellen Projektstand vor. Eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlichte die Stadt am 10. März 2026.

    Der Aktionsplan ist ein mehrjähriges Projekt, das vom Land Baden-Württemberg gefördert wird und innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre konkrete Maßnahmen entwickeln soll.


    Öffentliche Informationsveranstaltung am 5. März

    Die Informationsveranstaltung fand als Online-Format statt. Zwei Mitglieder der IG Eichholz Sindelfingen nahmen an dieser Veranstaltung teil.

    Das digitale Format ermöglichte eine kompakte Darstellung des aktuellen Projektstands. In den Präsentationen wurden verschiedene Arbeitsschritte des Projekts erläutert. Die Beiträge der beteiligten Akteure lieferten zusätzliche Einblicke in die laufenden Planungen.

    Im Anschluss an die Präsentationen bestand außerdem die Möglichkeit, Fragen zu stellen.


    Ziel des Aktionsplans

    Der Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz verfolgt einen integrierten Ansatz. Dabei werden mehrere Bereiche der städtischen Mobilität gemeinsam betrachtet.

    Dazu gehören insbesondere:

    • Autoverkehr
    • Öffentlicher Nahverkehr
    • Radverkehr
    • Fußverkehr

    Oberbürgermeister Markus Kleemann erklärte im Rahmen der Vorstellung des Projekts, dass Mobilität eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität darstellt.

    Der Aktionsplan soll daher Maßnahmen entwickeln, die sowohl Verkehrsbelastungen reduzieren als auch die Mobilität innerhalb der Stadt sichern.


    Analysephase des Projekts

    Das Projekt befindet sich aktuell in der Analysephase. Eine wichtige Grundlage für die weitere Planung bildet ein neues Lärmmodell der Stadt.

    Der Verkehrslärm wird dabei nach gesetzlichen Vorgaben rechnerisch ermittelt. Zusätzlich werden verschiedene weitere Datengrundlagen genutzt, darunter:

    • Datenauswertungen
    • Ortsbegehungen
    • Modellrechnungen

    Diese Analysen bilden die Grundlage für mögliche Maßnahmen im späteren Verlauf des Projekts.

    Erste Ergebnisse zeigen laut Stadtverwaltung, dass Sindelfingen unter anderem bei der Elektromobilität sowie bei der verkehrlichen Erreichbarkeit bereits gut aufgestellt ist.


    Themen aus der Fragerunde

    In der Fragerunde der Informationsveranstaltung wurden mehrere Themen angesprochen, die im Zusammenhang mit dem Aktionsplan stehen.

    Dazu gehörten unter anderem:

    • Beschleunigung des Busverkehrs
    • Elektrifizierung der Busflotte
    • Ausbau des Radwegenetzes
    • Busbevorrechtigungen an Ampelanlagen

    Die Stadtverwaltung erläuterte, dass Vorrangschaltungen für Busse an Ampeln bereits eingesetzt werden und künftig weiter ausgebaut werden können.

    Auch bestehende Hauptradrouten sollen – abhängig von personellen und finanziellen Ressourcen – weiterentwickelt werden.

    Baubürgermeisterin Corinna Clemens erklärte, dass der Aktionsplan zügig erarbeitet werden soll und gleichzeitig eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist.


    Geplante Bürgerbeteiligung

    Für den weiteren Projektverlauf sind mehrere Beteiligungsformate vorgesehen.

    Herbst 2026

    • Veröffentlichung des Entwurfs des Lärmaktionsplans
    • Öffentliche Auslegung des Plans
    • Möglichkeit zur Abgabe von Stellungnahmen durch Bürgerinnen und Bürger (vor Ort und online)

    Winter 2026

    • Workshop zur Vorstellung und Diskussion möglicher Maßnahmen

    Damit sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich über die Inhalte zu informieren und Hinweise einzubringen.


    Hintergrund: Klage im Zusammenhang mit Luftreinhalte- und Lärmschutzmaßnahmen

    Der Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz steht auch im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren im Bereich Umwelt- und Verkehrspolitik.

    Die Deutsche Umwelthilfe hat gegen die Stadt Sindelfingen Klage eingereicht. In diesem Zusammenhang spielen Maßnahmen zur Reduzierung von Umweltbelastungen im Verkehrsbereich eine Rolle.

    Der Aktionsplan bildet einen Bestandteil der städtischen Planungen im Bereich Mobilität, Klima- und Lärmschutz.


    Weitere Informationen und Präsentation zum Projekt

    Die Stadt stellt umfangreiche Informationen zum Projekt zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:

    • die Online-Präsentation der Informationsveranstaltung
    • weiterführende Projektinformationen
    • Erläuterungen zum Ablauf des Aktionsplans

    Diese Inhalte werden über die offizielle Projektseite der Stadt bereitgestellt.

    In unserem Blogbeitrag stellen wir daher den direkten Link zur Projektseite und zur Präsentation bereit, damit sich interessierte Bürgerinnen und Bürger selbst ein Bild vom aktuellen Projektstand machen können.

    👉Link zur Projektseite der Stadt Sindelfingen

    👉Direkter Link zur Präsentation

    🔗Ladeinfrastruktur am Beispiel Eichholz

    🔗Umbau Friedrich-Ebert-Straße und R10

    🔗Fahrkonzept Innenstadt

    Weitere Hintergrundinformationen:

    👉ADFC-Fahrradklima-Test 2024

  • 🏀 Eichholz-Arena: Neuer Spielplatz statt Brachfläche – aber ohne Schatten?

    🏀 Eichholz-Arena: Neuer Spielplatz statt Brachfläche – aber ohne Schatten?

    Monatelang war die Fläche der ehemaligen Eichholz-Arena abgesperrt – nun soll endlich etwas passieren.
    Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird dort ein neues Spiel- und Klettergerüst für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren installiert. Der Aufbau soll zeitnah beginnen.

    Ersatz für verlorene Spielflächen

    Die Entscheidung, die Fläche künftig als kleinen Spielbereich zu nutzen, ist grundsätzlich sinnvoll.
    Gerade in den Sommermonaten, wenn der beliebte Spielplatz Holzi wegen des

    👉Eichenprozessionsspinners

    geschlossen werden muss, fehlt im Stadtteil eine große Spielfläche mit Geräten.
    Der neue Standort könnte hier zumindest eine kleine Ausweichmöglichkeit bieten.

    Kritik: Kaum Schatten und wenig Fläche

    Allerdings zeigt sich schnell, dass der Ersatz nur bedingt geeignet ist:
    Die ehemalige Arena bietet kaum Beschattung, was eine Nutzung in der Mittagszeit im Sommer nahezu ausschließt.
    Zudem handelt es sich um eine relativ kleine Fläche, auf der lediglich ein einzelnes Spielgerät Platz findet – ein echter Ersatz für den Holzi-Spielplatz ist das also nicht.

    Wichtig für viele Kinder

    Nicht nur Familien aus dem Stadtteil, auch die Stadtranderholung im Täle nutzt im Sommer regelmäßig alle drei Spielplätze im Eichholzwald – den Schleicher, das Eichholzer Täle und den Holzi.
    Die zeitweisen Sperrungen treffen also viele Kindergruppen gleichzeitig.

    Bürgerbeteiligung kam zu kurz

    Positiv hervorzuheben ist, dass die Stadtverwaltung überhaupt versucht, Ersatz zu schaffen.
    Weniger erfreulich ist allerdings, dass es kaum Gelegenheit für eine echte Bürgerbeteiligung gab.
    Gerade bei Projekten, die das Gesicht eines Stadtteils über Jahrzehnte prägen, wäre es wichtig, die Anwohner frühzeitig einzubeziehen.
    Schließlich handelt es sich um öffentlich finanzierte Maßnahmen – also um das Geld der Bürgerinnen und Bürger.

    Fazit

    Trotz aller Kritik ist der neue Spielbereich sicher besser als eine ungenutzte, abgesperrte Fläche.
    Doch das Beispiel zeigt erneut, dass in manchen Bereichen der Stadtverwaltung die Kommunikation mit den Bürgern verbessert werden sollte.

    Nachtrag vom 09.12.2025: Am 08.12.2025 fand die Einweihung des Spielplatzes statt- ohne Quartiersarbeit und ohne Mitglieder des AK Verkehr und Gestaltung vom Inseltreff. Die AK Mitglieder hatten keine Kenntis vom Termin erhalten. Der AK hatte unter anderem vorgeschlagen, nicht wie von der Stadtverwaltung geplant, die Fläche unter dem Klettergerüst mit Sand aufzufüllen. In den Reihenhäusern, die sich unmittelbarer Nähe befinden, sind zahlreiche Freigängerkatzen unterwegs, welche die Sandfläche zweckentfremdet hätten. Weiter vermissen wir noch die Holzunterlagen mit Lehne als Sitzgelegenheit für Erwachsene. Diese waren auf den Plänen eingezeichnet. Aktuell sind keine vorhanden. Das Arena-Kapitel schließt jedenfalls so ab, wie es begonnen hat. Mit mangelhafter Kommunikation, die trotz mehrmaligem Ansprechen, bisher keine Verbesserung erfahren hat.

    Der Platz an dem die Arena stand, mit dem neuen Spiel- und Klettergerüst.
    Die ehemalige baufällige Arena, abgesperrt mit einem Bauzaun. So sah der Platz Anfang 2025 aus.