Manchmal muss man gar nicht weit fahren, um etwas Besonderes zu sehen. In diesem Sommer gab es auch über dem Eichholz einige schöne Himmelsmomente zu beobachten – und mit der Kamera festzuhalten.
Ein orangefarbener Mond über dem Eichholz
Besonders eindrucksvoll zeigte sich der Mond Ende Juli/Anfang August 2026, als er tief über dem Horizont stand. In warmem Orange leuchtete er über dem Eichholz und sah dabei fast ein wenig unwirklich aus.
Doch der Mond selbst hat seine Farbe natürlich nicht verändert. Der Grund liegt in unserer Atmosphäre: Steht der Mond tief, muss sein Licht einen besonders langen Weg durch die Luft zurücklegen. Dabei wird vor allem das kurzwellige blaue Licht stärker gestreut. Die rötlichen und orangenen Lichtanteile erreichen dagegen unsere Augen eher – der Mond erscheint dadurch gelblich, orange oder sogar tiefrot.
Ein schöner Nebeneffekt der Physik – und ein besonders schönes Fotomotiv.
Strohmond Ende Juli 2026 über dem Sindelfinger Eichholz
⚠️ Wichtig bei der Sonnenbeobachtung
Die Sonne darf niemals direkt mit bloßem Auge oder durch eine normale Sonnenbrille betrachtet werden. Auch bei einer teilweisen Sonnenfinsternis kann das Sonnenlicht die Augen dauerhaft schädigen.
Für die Beobachtung sind ausschließlich geeignete und dafür vorgesehene Sonnenfilter bzw. geprüfte Sonnenfinsternisbrillen zu verwenden. Auch Kameras, Ferngläser und Teleskope dürfen nicht ohne geeigneten Sonnenschutz auf die Sonne gerichtet werden.
Die hier gezeigten Aufnahmen wurden mit geeigneter Ausrüstung gemacht. Bitte niemals versuchen, die Aufnahmen nachzustellen, indem man ungeschützt in die Sonne blickt.
Ein ungewöhnlicher Abend: Die Sonne wird dunkler
Noch spektakulärer wurde es am 12. August 2026 zwischen 20.15 -20.17 Uhr. Der Mond schob sich vor die Sonne und sorgte auch über Sindelfingen für eine sichtbare partielle Sonnenfinsternis.
Von rechts unten schiebt sich der Mond vor die Sonne
Im Eichholz wurden dabei rund 89,1 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt. Die Sonne verschwand also nicht vollständig, aber ihr Anblick veränderte sich im Laufe des anbrechden Abends immer stärker.
Die Aufnahmen zeigen diesen Verlauf besonders schön: Aus der zunächst fast vollständigen Sonnenscheibe wurde eine immer schmalere Sichel, bevor sich der Mond langsam wieder von der Sonne wegbewegte.
Collage des Verlaufs von links nach rechts
Gerade die Bilder als Folge zeigen, wie schnell sich ein solches Himmelsereignis verändert. Was zunächst wie ein ganz normaler Sommertag aussieht, bekommt für kurze Zeit eine ganz besondere Stimmung.
Der Blick nach oben lohnt sich
Ob orangefarbener Mond oder eine fast vollständig bedeckte Sonne – manchmal sind die schönsten Erlebnisse direkt vor der eigenen Haustür zu finden.
Und vielleicht ist genau das eine kleine Erinnerung für den nächsten Sommerabend: Einfach einmal stehen bleiben, nach oben schauen und beobachten, was sich dort am Himmel tut.
Diese Seite soll eine zentrale Anlaufstelle sein. Sie wird regelmäßig ergänzt und wächst gemeinsam mit dem Natur.Erlebnis.Sindelfingen weiter. Neue Informationen, Beobachtungen und Entwicklungen werden hier regelmäßig ergänzt.
Das NaturErlebnisSindelfingen (NES) besteht aus mehreren Standorten. Dieser Beitrag stellt das NES Waldzentrum im Gewann Diebskarren vor. Weitere Standorte sind das Streuobstzentrum und das Vogelzentrum, die eigene Angebote und Aufgaben haben.
Das NaturErlebnisZentrum (N.E.S.) im Sindelfinger Wald lädt Groß und Klein dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu entdecken. Zahlreiche Stationen vermitteln anschaulich Wissen über Tiere, Pflanzen und ökologische Zusammenhänge.
🌞 Besuch: Täglich bei Tageslicht (empfohlen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang).
🐝 Highlights: Teichkino, Honigbienenhaus, Vogelbeobachtungshaus und viele weitere Naturstationen.
👨👩👧 Geeignet für: Familien, Kindergärten, Schulklassen sowie alle Naturinteressierten.
📍 Lage: Das NES-Waldzentrum befindet sich im Gewann Diebskarren mitten im Sindelfinger Wald und ist mit dem Auto nicht erreichbar. Am einfachsten starten Sie am Wasserturm Steige (beim Krankenhaus). Folgen Sie der Alten Vaihinger Straße geradeaus in Richtung Vaihingen, vorbei am Waldbad. Nach etwa einem Kilometer befindet sich rechts ein kleines grünes Häuschen. Dort rechts in den Madlenenweg abbiegen. Nach rund 200 Metern erreichen Sie das Natur.Erlebnis.Zentrum.
🚗 Parkmöglichkeiten: Wanderparkplätze befinden sich an der Arthur-Gruber-Straße vor der Schranke auf der linken und rechten Straßenseite.
🚌 Bus: Mit der Buslinie 708 bis zur Haltestelle „Krankenhaus“ fahren. Von dort am Krankenhaus und Schwesternheim vorbei zum Wasserturm gehen. Anschließend der Alten Vaihinger Straße in Richtung Vaihingen folgen. Nach etwa einem Kilometer rechts in den Madlenenweg abbiegen. Nach rund 200 Metern erreichen Sie das Natur.Erlebnis.Zentrum.
🚶 Rundweg: Vom Vogelbeobachtungshaus führt der Diebskarrenweg weiter zum „Infopfad Bäume“. Von dort geht es geradeaus in den Einsiedelsweg vorbei an mehreren Biotopen bis zum Schwesternheim. Anschließend rechts bergauf zur Arthur-Gruber-Straße. So ergibt sich ein schöner Rundweg durch den Wald.
♿ Hinweise zur Barrierefreiheit: Die Alte Vaihinger Straße und der Madlenenweg sind asphaltiert. Die übrigen Wege sind geschottert, aber überwiegend eben und gut begehbar. Alle Stationen sind ebenerdig erreichbar. Lediglich das Vogelbeobachtungshaus ist über drei Stufen zugänglich. Für Kinder gibt es dort zusätzliche Podeststufen, damit auch sie gut beobachten können.
🐕 Hinweise für Hundebesitzer: Bitte leinen Sie Ihren Hund in der Nähe der Wildtiere an. So vermeiden Sie unnötigen Stress für die Tiere.
🌳 Verhalten im Wald: Bitte vermeiden Sie unnötigen Lärm, bleiben Sie auf den Wegen und gehen Sie achtsam mit der Natur sowie den Tieren um. Rücksicht auf andere Besucher sorgt dafür, dass alle den Wald genießen können.
🌲 Hinweis: Das Gelände und die Waldwege sind nicht beleuchtet. Ein Besuch sollte daher nur bei Tageslicht erfolgen.
💡 Unser Tipp: Planen Sie für Ihren Besuch genügend Zeit ein. An jeder Station gibt es Spannendes zu entdecken – und wer den Rundweg mitläuft, erlebt noch viele weitere interessante Orte im Sindelfinger Wald.
Gut zu wissen
📱 Anreise mit Google Maps: Wanderparkplatz Wasserturm Arthur-Gruber-Straße eingeben.
⏱️ Dauer:Vom Wanderparkplatz bis zum N.E.S. Waldzentrum ca. 20 Minuten zu Fuß. Rundweg ca. 45 Minuten.
Die Vogeluhr am Vogelbeobachtungshaus
Zwischen Waldwegen, Teichen und Wiesen entstand in den vergangenen Jahren ein Naturerlebnisbereich, der große und kleine Besucher zum Beobachten, Entdecken und Verweilen einlädt. Ob Vogelbeobachtung, Bienen, Amphibien oder einfach die Ruhe des Waldes – das NES verbindet Natur, Umweltbildung und Erholung auf besondere Weise.
Das erwartet Sie
🌿 Natur erleben
🦆 Tiere beobachten
🐝 Spannendes über den Wald erfahren
🚶 Den Sindelfinger Wald entdecken
Wegweiser am Waldzentrum- Es gibt viel zu sehen
Die Highlights im Überblick
🎥 Das Teichkino
GoldfischKarausche
Das Teichkino ermöglicht faszinierende Einblicke in das Leben am Wasser.
Hier lassen sich – je nach Jahreszeit – Frösche, Libellen, Wasservögel und viele weitere Tiere beobachten.
➡️ Aktuell befindet sich das Ökosystem noch im Aufbau, es gibt aber dennoch schon viel zu entdecken. Aufgrund von illegalem Besatz wurden gebietsfremde Goldfische im Teich ausgesetzt. Um den heimischen Artenbestand zu schützen, erfolgt eine gezielte Entnahme.
Gut geschützt und dennoch mitten in der Natur können Besucher verschiedene Vogelarten beobachten, ohne sie zu stören.
Mit etwas Geduld zeigt sich hier die Vielfalt des Sindelfinger Waldes.
➡️ Wer hätte die Namen der abgebildeten Vögel gekannt?
🐝 Bienenhotel
Eine neue Wabe entstehtReges Treiben im Bienenstock
Warum sind Bienen so wichtig?
Welche Aufgaben übernehmen sie in unserer Natur?
Das Bienenhaus vermittelt anschaulich, warum Insekten für unser Ökosystem unverzichtbar sind.
➡️ Am Bienenhotel nach dem Betrachten die Klappen bitte wieder schließen.
Mehr als nur ein Ausflugsziel
Forstrevierleiter Markus Klas und sein Team zeigen hier, wie Waldpflege und Naturschutz in der Praxis aussehen. Gleichzeitig bietet das Waldzentrum zahlreiche Möglichkeiten, Tiere und Lebensräume aus nächster Nähe zu entdecken. Dazu gehören das Vogelbeobachtungshaus mit Futterstelle, das Bienenhaus mit Einblick in das Leben der Honigbienen sowie das Teichkino, in dem sich das Leben unter der Wasseroberfläche beobachten lässt.
Das NES-Waldzentrum ist weit mehr als ein Anlaufpunkt für Spaziergänge im Wald. Es verbindet die Arbeit der Forstwirtschaft mit moderner Umweltbildung und macht die Natur für Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar.
Mit diesem Angebot schafft das Waldzentrum Verständnis für den Wald und seine Bewohner. Es vermittelt Wissen auf anschauliche Weise und trägt dazu bei, dass Menschen jeden Alters die Natur mit anderen Augen sehen. Gerade in einer Stadt wie Sindelfingen ist ein solcher Ort von besonderem Wert, weil er Naturerlebnis und Umweltbildung direkt vor der Haustür ermöglicht.
Wissenswertes aus dem Sindelfinger Wald
Der Sindelfinger Wald verändert sich ständig.
Förster Markus Klas erklärt regelmäßig interessante Zusammenhänge:
Warum bleiben manche abgestorbenen Bäume stehen?
Welche Tiere leben im Totholz?
Was ist ein Hutewald?
Welche Baumarten kommen mit dem Klimawandel besser zurecht?
Wie funktioniert nachhaltige Forstwirtschaft?
Für Familien
Das NES eignet sich hervorragend für einen Familienausflug.
Kinder können Tiere beobachten, Pflanzen entdecken und spielerisch den Wald kennenlernen.
Das NES eignet sich hervorragend für einen Familienausflug. Kinder können Tiere beobachten, Pflanzen entdecken und spielerisch den Wald kennenlernen.
Tolle anschauliche Objekte für Kinder und Erwachsene
Für mobilitätseingeschränkte Besucher
Nicht jeder Waldweg ist problemlos befahrbar.
Wir beschreiben in der Infobox welche Bereiche gut erreichbar sind und worauf Besucher achten sollten.
Aktuelles aus dem NES
Hier erscheinen künftig neue Beiträge.
neue Tierbeobachtungen
Veranstaltungen
Entwicklungen im Naturerlebnisbereich
neue Projekte
saisonale Besonderheiten
Blick in die Zukunft
Das Natur.Erlebnis.Sindelfingen entwickelt sich ständig weiter.
Geplant sind unter anderem weitere Projekte zur Umweltbildung sowie ein Hutewald, der an historische Formen der Waldnutzung erinnern soll.
Auch diese Seite wächst mit und wird regelmäßig ergänzt.
Das NES-Waldzentrum ist damit nicht nur ein schönes Ausflugsziel, sondern auch ein wichtiger Lernort für Natur- und Umweltbildung in Sindelfingen – offen für Kinder, Familien, Schulklassen und alle, die den Wald besser verstehen möchten.
Unser Tipp
Beitragstext und Bilder: Thomas Alf
Verschiedene Nisthilfen
Nehmen Sie sich Zeit.
Das NES ist kein Freizeitpark.
Es ist ein Ort zum Entdecken.
Viele seiner Besonderheiten zeigen sich erst beim zweiten oder dritten Besuch.
Wer den Dachskopf und seine Aussichtsplattform bereits besucht hat, kennt den beeindruckenden Blick über den Schönbuch und die umliegende Region. Ab sofort lässt sich dieser Ausblick auch bequem von zu Hause aus genießen: Auf dem Dachskopf steht nun eine neue Webcam zur Verfügung, die einen beeindruckenden 360-Grad-Rundumblick als Livestream ermöglicht.
360 Grad Rundumblick vom höchsten Punkt auf dem Dachskopf
Mehr als nur ein Standbild
Webcams an Aussichtspunkten sind nichts Neues. Die neue Dachskopf-Webcam geht jedoch einen Schritt weiter. Statt eines einzelnen Standbildes bietet sie einen frei beweglichen 360-Grad-Blick, mit dem sich die Umgebung aus verschiedenen Perspektiven erkunden lässt.
Besonders gelungen ist dabei die technische Umsetzung: Die Webcam liefert keinen statischen Schnappschuss, sondern einen echten Livestream. Wer die Übertragung verfolgt, erlebt die Natur nahezu in Echtzeit. Fliegt ein Vogel durch das Sichtfeld, ist er auch im Bild der Webcam in Bewegung zu sehen. Auch die Begegung Bäumen und Büschen ist im Wind ist gut erkennbar. Dadurch entsteht ein deutlich lebendigerer Eindruck als bei klassischen Panoramaaufnahmen.
Bekannte Wahrzeichen entdecken
Wer den Ausblick vom Dachskopf kennt, wird in der Webcam viele vertraute Ansichten wiederfinden. Bei guter Fernsicht lassen sich unter anderem der Fernsehturm sowie der Schönbuchturm erkennen. Je nach Wetterlage verändert sich die Sichtweite und damit auch der Eindruck der Landschaft, was die Webcam zu jeder Tages- und Jahreszeit interessant macht.
Fernmeldeturm und Fernsehturm sind auch auf dem Stream der WebCam gut zu erkennen
So bietet der Livestream nicht nur einen Blick auf die Natur, sondern auch die Möglichkeit, aktuelle Wetter- und Sichtverhältnisse auf dem Dachskopf zu verfolgen.
Digitale Ergänzung zu einem beliebten Ausflugsziel
Die Aussichtsplattform auf dem Dachskopf hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ziel für Spaziergänger, Wanderer und Familien entwickelt. Die neue Webcam ergänzt dieses Angebot auf sinnvolle Weise und macht den Aussichtspunkt auch für Menschen erlebbar, die gerade nicht vor Ort sein können.
Gleichzeitig kann der Livestream Lust auf einen eigenen Besuch machen, denn die Atmosphäre und die Weitsicht lassen sich trotz aller Technik vor Ort natürlich noch einmal ganz anders erleben.
Gelungene Umsetzung
Aus unserer Sicht ist die neue Webcam eine echte Bereicherung für den Dachskopf. Die Idee wurde von der Wirtschaftsförderung Sindelfingen, dem Landratsamt Böblingen und dem Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) aufgegriffen und technisch überzeugend umgesetzt. Das Ergebnis ist ein modernes und leicht zugängliches Angebot, das den Dachskopf um eine weitere Attraktion ergänzt.
Ausführliche Informationen zur Entstehung der Aussichtsplattform, zur Geschichte des Standorts und zu den Besonderheiten des Dachskopfs finden Sie in unserem ausführlichen Hauptartikel:
Bürgerdialog zum Fahr- und Parkraumkonzept: Viele Ideen und Hinweise aus der Bevölkerung
Dialogveranstaltung Fahr- und Parkraumkonzept Innenstadt 📅 21. Juli 2026 📍 Rathaus Sindelfingen 👥 ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 💬 Bürgerbeteiligung mit Menti-Abstimmungen und zehn Themen-Marktständen
Am 21. Juli 2026 fand im Rathaus Sindelfingen die zweite Dialogveranstaltung zum geplanten Fahr- und Parkraumkonzept für die Innenstadt statt. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt, um ihre Ideen, Wünsche und Kritikpunkte einzubringen.
Oberbürgermeister Dr. Markus Kleemann eröffnete die Veranstaltung und übergab anschließend an das externe Moderatorenteam. Bereits zu Beginn gab es eine wichtige Information: Eine Sperrung der Ziegelstraße für den Autoverkehr ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.
Nach den Erfahrungen aus der ersten Veranstaltung hatte das Moderationsteam das Format angepasst. Statt einer offenen Fragerunde am Mikrofon, bei der einzelne Wortbeiträge teilweise sehr viel Zeit einnahmen, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesmal direkt über ihr Smartphone an sogenannten Menti-Abstimmungen teilnehmen.
Dadurch erhielt die Stadt auch einen besseren Überblick über die Zusammensetzung der Gruppe. So zeigte sich beispielsweise, dass etwa die Hälfte der Anwesenden nicht bei der ersten Veranstaltung dabei gewesen war. Deshalb wurde das bisherige Konzept nochmals ausführlicher vorgestellt. Auch die unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmer wurden abgefragt: Sind sie Innenstadtbewohner, Besucher der Innenstadt oder kommen sie aus anderen Stadtteilen?
Austausch an zehn Marktständen
Im weiteren Verlauf konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an zehn verschiedenen Marktständen ihre Meinungen und Ideen einbringen. Zu unterschiedlichen Fragestellungen konnten Hinweise auf Zetteln notiert und mit Klebepunkten gewichtet werden.
Besonders interessant war dabei ein Perspektivwechsel: Jeder Marktstand stand für eine fiktive Person mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Die Teilnehmer sollten versuchen, sich in diese verschiedenen Rollen hineinzuversetzen – beispielsweise in die Sichtweise von Bewohnern, Besuchern, älteren Menschen oder anderen Nutzergruppen der Innenstadt.
An den Plakaten der Marktstände sammelten sich zahlreiche Rückmeldungen. Die vielen ausgefüllten Zettel zeigten deutlich, dass das Interesse und die Bereitschaft zur Beteiligung groß waren. Über eine mangelnde Teilnahme kann sich die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Moderationsteam sicher nicht beklagen.
Erste Rückmeldungen positiv
Zum Abschluss konnten die Teilnehmer nochmals über Menti einige Fragen beantworten und ihre Eindrücke mitteilen. Erste Rückmeldungen zeigen, dass das neue Veranstaltungsformat gut angenommen wurde. Jeder hatte die Möglichkeit, sich entsprechend seiner eigenen Wünsche und Möglichkeiten einzubringen – von einzelnen kurzen Hinweisen bis hin zu ausführlicher Mitarbeit an den Marktständen.
Für die Stadtverwaltung und auch die zehn anwesenden Gemeinderäte bietet die Veranstaltung viele wertvolle Hinweise direkt aus der Bevölkerung. Gerade bei einem Thema wie der zukünftigen Gestaltung der Innenstadt sind unterschiedliche Sichtweisen wichtig.
Nun bleibt abzuwarten, wie die zahlreichen Anregungen ausgewertet werden. Die Ergebnisse und weitere Unterlagen sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.
Die IG Eichholz wird den weiteren Prozess begleiten und über die nächsten Schritte berichten.
Nachfolgend der erste Beitrag zum neuen Innenstadtkonzept:
Am 14. April 2026 fand die erste Lesung zum neuen Fahrkonzept für die Innenstadt vor fast 200 interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt. Dabei wurde schnell deutlich: Die Stadtverwaltung schlägt einen neuen Weg ein – und der verdient Anerkennung.
Ein neuer Stil in der Kommunikation
Was sofort auffällt, ist der veränderte Umgang mit solchen Projekten. Transparenz ist nicht länger nur ein Schlagwort, sondern wird aktiv gelebt. Entscheidungen sollen nachvollziehbar sein, Hintergründe werden offen kommuniziert, und vor allem: Der Dialog mit der Bürgerschaft beginnt frühzeitig.
Das ist ein wichtiger Schritt. Denn auch wenn Entscheidungen nicht immer auf uneingeschränkte Zustimmung stoßen, ist es entscheidend, dass sie verständlich sind und auf einer breiten Informationsbasis beruhen. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass zwischen der ersten Vorstellung und einer möglichen Umsetzung ausreichend Zeit für Austausch, Diskussion und neue Ideen eingeplant ist.
„Transparenz und frühzeitiger Dialog sind die Grundlage für tragfähige Entscheidungen.“
Was bedeutet das für die Stadtteile?
Das neue Konzept betrifft den Stadtteil Eichholz weniger direkt. Als einziger Stadtteil ohne Durchgangsverkehr, wird sich innerhalb des Stadtteils keine Veränderung ergeben.
Dennoch sind auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Eichholz auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. Einkäufe, Arztbesuche oder kulturelle Veranstaltungen führen regelmäßig in die Innenstadt. Ebenso wichtig sind gute Verbindungen in die östlichen und südlichen Stadtteile.
Die Grundidee des Konzepts
Kern des Fahrkonzepts ist die Bündelung des Verkehrs auf sogenannten „Spangen“. Diese sollen den Verkehrsfluss gezielt lenken und gleichzeitig andere Bereiche entlasten.
Östliche Spange (Variante 2): Vaihinger Straße – Ziegelstraße
Südliche Spange: Bachstraße
Diese Struktur soll den Verkehr effizienter führen und gleichzeitig Raum für weitere städtebauliche Entwicklungen schaffen.
Weiter soll kein Durchgangsverkehr mehr durch die Altstadt möglich sein und die Achse Mahdental/Neckar/Hanns-Martin-Schleyer-Straße leistungsfähiger gemacht werden, durch Beschränkingen der Zu- und Abfahrten. Zwei Möglichkeiten für Tunnel (vor Bahnhof und Stadthalle bis Rotbühl) als Option wurden angesprochen, sollen aber zunächst nicht weiter betrachtet werden.
Offen bleiben für den weiteren Dialog
Zum jetzigen Zeitpunkt steht bewusst keine Bewertung der einzelnen Varianten im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, den begonnenen Dialog zu begleiten und die Entwicklung transparent darzustellen.
Die Stadt hat hierfür eine gute Grundlage geschaffen – jetzt kommt es darauf an, dass dieser offene Austausch weitergeführt und aktiv genutzt wird.
Weitere Informationen
Die vollständige Präsentation der Stadt zum Fahrkonzept stellen wir hier zur Verfügung:
Wir werden dieses Thema weiterhin eng begleiten und diesen Beitrag regelmäßig aktualisieren, sobald neue Informationen, Entwicklungen oder Rückmeldungen aus der Bürgerschaft vorliegen.
Bleiben Sie dran – es lohnt sich.
Weiterführende Links zu Verkehr und Mobilität in Sindelfingen:
Projektstand, Bürgerbeteiligung und Hintergrundinformationen
Zuletzt aktualisiert am:
Die Stadt Sindelfingen arbeitet derzeit am Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz. Ziel des Projekts ist es, Verkehrslärm zu reduzieren und gleichzeitig die Mobilität sowie die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern.
Am 5. März 2026 stellte die Stadtverwaltung im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung den aktuellen Projektstand vor. Eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlichte die Stadt am 10. März 2026.
Der Aktionsplan ist ein mehrjähriges Projekt, das vom Land Baden-Württemberg gefördert wird und innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre konkrete Maßnahmen entwickeln soll.
Öffentliche Informationsveranstaltung am 5. März
Die Informationsveranstaltung fand als Online-Format statt. Zwei Mitglieder der IG Eichholz Sindelfingen nahmen an dieser Veranstaltung teil.
Das digitale Format ermöglichte eine kompakte Darstellung des aktuellen Projektstands. In den Präsentationen wurden verschiedene Arbeitsschritte des Projekts erläutert. Die Beiträge der beteiligten Akteure lieferten zusätzliche Einblicke in die laufenden Planungen.
Im Anschluss an die Präsentationen bestand außerdem die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
Ziel des Aktionsplans
Der Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz verfolgt einen integrierten Ansatz. Dabei werden mehrere Bereiche der städtischen Mobilität gemeinsam betrachtet.
Dazu gehören insbesondere:
Autoverkehr
Öffentlicher Nahverkehr
Radverkehr
Fußverkehr
Oberbürgermeister Markus Kleemann erklärte im Rahmen der Vorstellung des Projekts, dass Mobilität eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität darstellt.
Der Aktionsplan soll daher Maßnahmen entwickeln, die sowohl Verkehrsbelastungen reduzieren als auch die Mobilität innerhalb der Stadt sichern.
Analysephase des Projekts
Das Projekt befindet sich aktuell in der Analysephase. Eine wichtige Grundlage für die weitere Planung bildet ein neues Lärmmodell der Stadt.
Der Verkehrslärm wird dabei nach gesetzlichen Vorgaben rechnerisch ermittelt. Zusätzlich werden verschiedene weitere Datengrundlagen genutzt, darunter:
Datenauswertungen
Ortsbegehungen
Modellrechnungen
Diese Analysen bilden die Grundlage für mögliche Maßnahmen im späteren Verlauf des Projekts.
Erste Ergebnisse zeigen laut Stadtverwaltung, dass Sindelfingen unter anderem bei der Elektromobilität sowie bei der verkehrlichen Erreichbarkeit bereits gut aufgestellt ist.
Themen aus der Fragerunde
In der Fragerunde der Informationsveranstaltung wurden mehrere Themen angesprochen, die im Zusammenhang mit dem Aktionsplan stehen.
Dazu gehörten unter anderem:
Beschleunigung des Busverkehrs
Elektrifizierung der Busflotte
Ausbau des Radwegenetzes
Busbevorrechtigungen an Ampelanlagen
Die Stadtverwaltung erläuterte, dass Vorrangschaltungen für Busse an Ampeln bereits eingesetzt werden und künftig weiter ausgebaut werden können.
Auch bestehende Hauptradrouten sollen – abhängig von personellen und finanziellen Ressourcen – weiterentwickelt werden.
Baubürgermeisterin Corinna Clemens erklärte, dass der Aktionsplan zügig erarbeitet werden soll und gleichzeitig eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist.
Geplante Bürgerbeteiligung
Für den weiteren Projektverlauf sind mehrere Beteiligungsformate vorgesehen.
Herbst 2026
Veröffentlichung des Entwurfs des Lärmaktionsplans
Öffentliche Auslegung des Plans
Möglichkeit zur Abgabe von Stellungnahmen durch Bürgerinnen und Bürger (vor Ort und online)
Winter 2026
Workshop zur Vorstellung und Diskussion möglicher Maßnahmen
Damit sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich über die Inhalte zu informieren und Hinweise einzubringen.
Hintergrund: Klage im Zusammenhang mit Luftreinhalte- und Lärmschutzmaßnahmen
Der Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz steht auch im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren im Bereich Umwelt- und Verkehrspolitik.
Die Deutsche Umwelthilfe hat gegen die Stadt Sindelfingen Klage eingereicht. In diesem Zusammenhang spielen Maßnahmen zur Reduzierung von Umweltbelastungen im Verkehrsbereich eine Rolle.
Der Aktionsplan bildet einen Bestandteil der städtischen Planungen im Bereich Mobilität, Klima- und Lärmschutz.
Weitere Informationen und Präsentation zum Projekt
Die Stadt stellt umfangreiche Informationen zum Projekt zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:
die Online-Präsentation der Informationsveranstaltung
weiterführende Projektinformationen
Erläuterungen zum Ablauf des Aktionsplans
Diese Inhalte werden über die offizielle Projektseite der Stadt bereitgestellt.
In unserem Blogbeitrag stellen wir daher den direkten Link zur Projektseite und zur Präsentation bereit, damit sich interessierte Bürgerinnen und Bürger selbst ein Bild vom aktuellen Projektstand machen können.
Das Thema wilder Müll an Containerstandorten in Sindelfingen ist leider auch in unserem Stadtteil immer wieder präsent. Rund um Altglas- und Altkleidercontainer sowie an Mülltonnen werden regelmäßig Abfälle abgestellt, die dort nicht hingehören.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Die Standorte der Container für Altglas oder Altkleider sind keine Müllabladeplätze.
Mülltonnen sind nicht für die Entsorgung von Hausmüll, Sperrmüll oder Farbkübeln gedacht.
Essensreste gehören nicht in oder auf öffentliche Müllbehälter, sondern in die eigene Komposttonne mit geschlossenem Deckel.
Illegale Ablagerungen verursachen erhebliche Zusatzkosten. Das Entfernen des Mülls bedeutet zusätzlichen Personal- und Entsorgungsaufwand – bezahlt von uns allen.
Jede Bewohnerin und jeder Bewohner trägt Verantwortung dafür, dass unser Stadtteil sauber und lebenswert bleibt.
Stadt Sindelfingen reagiert mit konkreten Maßnahmen
Wie die Stadt Sindelfingen in einer Pressemitteilung vom 11.02.2026 mitteilt, werden die Maßnahmen gegen illegale Müllablagerungen an Containerstandorten des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen (AWB) deutlich intensiviert.
Ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Sauberkeit ist die Auflösung der beiden Containerstandorte „Am Hirnach“ sowie in der Friedrich-Ebert-Straße vor dem ehemaligen Waldhotel“.
An beiden Standorten kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu massiven illegalen Müllablagerungen, die deutlich über das Maß anderer Containerstandorte hinausgingen. Trotz regelmäßiger Reinigungsmaßnahmen konnte keine nachhaltige Verbesserung erreicht werden.
Die Stadt zieht damit klare Konsequenzen – mit dem Ziel, die Sauberkeit im Stadtgebiet langfristig zu sichern.
So sauber sah der Containerstandort leider meist nicht aus, deswegen erfolgt jetzt die Auflösung
Warum falsche Müllentsorgung uns alle betrifft
Illegale Müllablagerungen führen nicht nur zu einem unschönen Erscheinungsbild, sondern haben konkrete Folgen:
Höhere Entsorgungskosten für die Allgemeinheit
Mehr Verwaltungs- und Reinigungsaufwand
Verlust von Containerstandorten
Negative Auswirkungen auf das Wohnumfeld
Gerade die Schließung von Standorten zeigt: Fehlverhalten einzelner kann Einschränkungen für viele bedeuten.
Gemeinsam für einen sauberen Stadtteil
Ein sauberer Stadtteil ist kein Selbstläufer. Er lebt vom verantwortungsvollen Handeln aller.
Bitte nutzen Sie die vorgesehenen Entsorgungswege und melden Sie größere Ablagerungen gegebenenfalls direkt bei der Stadt oder dem Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB).
Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unser Eichholz und Sindelfingen sauber und lebenswert bleibt.
Deshalb:
Nutzen Sie bitte die dafür vorgesehenen Wege der Abfallwirtschaft.
Das Abfall ABC hilft die richtige Anlaufstelle zu finden.
Sonntag, 1. Februar 2026: Trüber Himmel, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt – und trotzdem machte sich eine kleine, spontane Gruppe von IG-Eichholz-Mitgliedern auf den Weg zum Sindelfinger Forsthof, genauer gesagt zum N.E.S.-Waldzentrum. Und das sollte sich lohnen.
Was ist das N.E.S.-Waldzentrum?
Wer mit der Abkürzung N.E.S. noch nichts anfangen kann: Sie steht für Natur-Erlebnis-Sindelfingen. Früher befand sich in direkter Nachbarschaft zum Freibad das VIZ – Vogel-Informations-Zentrum. Heute hat sich daraus ein vielseitiges Natur- und Umweltzentrum entwickelt, das Wissen, Erlebnis und Mitmachen auf gelungene Weise verbindet.
Aktionssonntag „Höhlenbrüter & Nistkastenbau“
Von 11 bis 17 Uhr stand am Forsthof alles im Zeichen der Höhlenbrüter. Der Aktionssonntag bot ein abwechslungsreiches Programm für Erwachsene und Kinder gleichermaßen:
anschauliche Exponate rund um heimische Vogelarten
umfangreiche Infomaterialien zu den Bewohnern von Nistkästen
praktische Einblicke in den Naturschutz vor Ort
Besonders beliebt war der Nistkastenbau zum Mitmachen.
Mitmachen, lernen und Spaß haben
Für einen Unkostenbeitrag von 12 Euro konnte jeder Interessierte einen eigenen Nistkasten bauen und mit nach Hause nehmen – Material und Werkzeug inklusive. Neugierig und hochmotiviert machten sich die Teilnehmer ans Werk.
Die freundlichen Mitarbeitenden des Sindelfinger Forsts standen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Dank der sehr guten Vorbereitung dauerte es nicht lange, bis die ersten drei Nistkästen fertiggestellt waren. 👉 Erfolgserlebnis inklusive – und jede Menge Spaß auch.
Begeisterung aus der IG-Eichholz
Für einige IG-Eichholz-Beteiligte war es nicht der erste Besuch am Forsthof. Bereits beim Christbaumverkauf hatten sie positive Eindrücke gesammelt und begeistert davon berichtet. Der Aktionssonntag bestätigte diese Erfahrung eindrucksvoll.
Ein besonderer Ort mit viel Engagement
Was der Sindelfinger Forst rund um den Forsthof und das N.E.S.-Waldzentrum in jahrelanger Arbeit geschaffen hat, ist bemerkenswert. Naturpädagogik, Umweltbildung und Erlebnisse für alle Generationen greifen hier ineinander.
➡️ Zum Thema N.E.S. werden wir noch weitere, separate Berichte veröffentlichen.
Viele kennen den Heiligabend noch so: Morgens holt jemand den Weihnachtsbaum, stellt ihn auf, und alle helfen beim Schmücken. Es riecht nach frisch gebackenen Plätzchen und nach den wohligen Düften aus der Küche, wo die Mutter fleißig kocht und backt. Mittags geht die Familie hinaus in den Schnee und später gemeinsam in den Gottesdienst oder zur Christmette, um sich auf den Abend einzustimmen. Alle sind froh und gut gelaunt. Es gibt ein festliches Abendessen, und dann kommt der große Moment: Jemand schaltet die Lichter am Weihnachtsbaum ein – alle strahlen und freuen sich über die Geschenke. Freude, gute Laune und Geborgenheit erfüllen die Luft. Ein friedlicher und glücklicher Tag.
Und heute? Viele versuchen, den Tag irgendwie hinter sich zu bringen, weil sie allein sind. In Gedanken hängen sie den früher so schönen Weihnachtstagen nach. Doch die Realität sieht anders aus: Man sitzt allein in der Wohnung und möchte niemandem zur Last fallen. Im Fernsehen laufen dieselben „seligen“ Filme wie jedes Jahr – sie machen es nicht leichter, die Einsamkeit auszuhalten.
Die Lösung: Kommen Sie doch ab 17 Uhr in den
Inseltreff in der Watzmannstraße 5
Dort wartet seit drei Jahren schon jemand auf Sie – den Gast. Fühlen Sie sich herzlich willkommen! Wir sitzen zusammen, reden, lachen und lernen uns (neu) kennen. Es gibt Gemütlichkeit, Herzlichkeit und Wärme – kostenlos. Dazu kleine Süßigkeiten und verschiedene Getränke. Sie sind unser Gast, so lange Sie möchten.
Eine Anmeldung ist nicht nötig – kommen Sie einfach vorbei!
Bei Fragen können Sie sich gerne melden bei: Rolf-Uwe Grünewald – +49 173 9056434
oder auch gerne über das Kontaktformular anfragen.
Eine ehrenamtliche Initiative der IG-Eichholz
Beitragstext: Rolf-Uwe Grünewald, Beitragsbilder: Thomas Alf
Ein zunächst als einzelnes Problem entpuppte sich bei genauerer Betrachtung und ersten Lösungsansätzen als deutlich tiefgründiger. Die IG-Eichholz ist mit verschiedenen Beteiligten in sehr konstruktiven Gesprächen. Wir sind weiter an dem Thema und werden über den Sachstand berichten sobald konkrete Ergebnisse vorliegen.
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Was viele Menschen im Alltag kaum wahrnehmen, ist für einige ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger mittlerweile ein Grund zur Angst: die Fahrt mit dem Bus. Immer häufiger berichten Seniorinnen und Senioren aus dem Stadtteil Eichholz davon, dass Busfahrer der Linien 701 und 708 Fahrgäste – teils mit Rollator – an ungesicherten, nicht offiziellen Haltepunkten zum Aussteigen auffordern.
Wenn die Busfahrt zur Mutprobe wird
Was nach einem Einzelfall klingt, ist offenbar ein wiederkehrendes Problem, das Betroffene verunsichert und im schlimmsten Fall gefährdet.
„Er nahm einfach meinen Rollator und stellte ihn raus“
Eine 82-jährige Bewohnerin schildert:
„Der Bus hielt einfach bei den Glascontainern, weit vor der eigentlichen Haltestelle. Der Fahrer sagte, er müsse dringend auf die Toilette, und forderte alle zum Aussteigen auf. Ich erklärte, dass ich nicht einfach hier aussteigen könne – aber er stellte meinen Rollator raus und ließ mich stehen. Ich fühlte mich gezwungen, den Bus zu verlassen. Der Boden war weich und uneben, ich hatte Mühe, überhaupt Halt zu finden.“
Die Frau berichtet weiter, dass sie sich seitdem kaum noch traut, mit dem Bus zu fahren.
„Ich habe Angst, wieder irgendwo ausgesetzt zu werden. Früher war ich mit dem Bus selbstständig unterwegs – heute überlege ich mir jede Fahrt dreimal.“
Eine Nachbarin, die den Vorfall vom Balkon aus beobachtete, kann die Schilderung bestätigen.
Keine Einzelfälle – mehrere Betroffene berichten Ähnliches
Auch andere ältere Fahrgäste im Eichholz berichten von nahezu identischen Erlebnissen:
Ein 81-jähriger Anwohner, der täglich mit der Linie 708 ins Pflegeheim fährt, erzählt:
„Mindestens einmal pro Woche heißt es: ‚Alle raus, ich habe Pause.‘ Dann stehen wir dort – egal ob Wind, Regen oder glatter Boden. Ich bin noch gut zu Fuß, aber für manche ist das lebensgefährlich.“
Eine weitere Dame (83) bestätigt:
„Ich fahre regelmäßig mit der Linie 708 ins Inselcafé. Mehrmals musste ich auf diesem matschigen Seitenstreifen aussteigen. Die Fahrer sind oft unhöflich und helfen nie beim Ausstieg. Der Höhenunterschied vom Bus auf den Boden ist enorm.“
Und eine 92-jährige Seniorin ergänzt:
„Der Fahrer hat mir einfach den Rollator rausgestellt. Zum Glück hat mir ein Mitfahrer geholfen, sonst wäre ich gestürzt.“
Ein strukturelles Problem, keine Ausnahme
Diese Berichte stammen allesamt von glaubwürdigen Personen, die der Redaktion persönlich bekannt sind. Das Muster ist eindeutig:
Immer wieder betroffen ist die Buslinie 708, teils auch die 701.
Das Zwangsaussteigen geschieht regelmäßig vor dem ehemaligen Waldhotel, an einem Platz ohne befestigten Untergrund, Bordstein oder Haltestellenschild.
Die Begründung der Fahrer lautet meist, sie hätten jetzt Pause und müssten den Bus dort abstellen.
Der Hinweis auf den dringend benötigten Toilettenraum für Busfahrer in der Theodor-Heuss-Straße ist nachvollziehbar – doch dieser ist offenbar immer noch nicht fertiggestellt, obwohl der Bedarf seit Langem bekannt ist.
Sicherer Ausstieg ist keine Verhandlungssache
Die Stadt und der ÖPNV-Betreiber sind hier in der Pflicht: Ein sicherer, barrierefreier Ausstieg ist kein Luxus, sondern eine Mindestanforderung an die Beförderungssicherheit. Gerade ältere oder mobilitätseingeschränkte Fahrgäste müssen sich darauf verlassen können, an einer offiziellen, gesicherten Haltestelle auszusteigen – nicht auf einem matschigen Seitenstreifen.
Der Umbau der Haltestellen im Eichholz hatte genau dieses Ziel: mehr Sicherheit für alle, insbesondere für Menschen mit Hilfsmitteln. Wenn nun Busfahrer abseits davon Fahrgäste zum Aussteigen zwingen, wird dieser Zweck konterkariert.
Appell an Verantwortliche
Die Berichte zeigen dringenden Handlungsbedarf. Das Vertrauen der Seniorinnen und Senioren in den öffentlichen Nahverkehr darf nicht weiter erschüttert werden. Nötig sind:
Eine klare interne Anweisung an die Fahrerinnen und Fahrer,
eine funktionierende Pausen- und Sanitärregelung,
und vor allem eine konsequente Kontrolle der Haltevorgänge an offiziellen Haltestellen.
Nur so kann der ÖPNV für alle Bürgerinnen und Bürger wieder das sein, was er sein sollte: verlässlich, sicher und menschlich.
🚌 Fazit
Wenn ältere Menschen mit Rollatoren beim Aussteigen Angst verspüren, läuft etwas grundsätzlich falsch. Es braucht Respekt, Verantwortung und klare Strukturen, damit niemand mehr an ungeeigneten Stellen aussteigen muss – schon gar nicht die, die am meisten auf Sicherheit angewiesen sind.
Anmerkung:
Die Personen, welche ihre Erlebnisse geschildert haben sind der Redaktion persönlich bekannt bzw. haben dies selber schon so erlebt. Bisheriger Schriftverkehr mit den Beteiligten leider erfolglos.
Nachtrag:
Einen Ausdruck dieses Blog-Beitrags haben wir am Samstag den 08.11.2025 ,während des Sindelfinger Wochenmarktes, an Oberbürgermeister Kleemann übergeben und Ihm den Sachverhalt persönlich erläutert. Seine Worte vom Mai 2025: Zuhören-Verstehen-Machen. Wir nehmen Ihn beim Wort.
Die Ersatzausstiegsstelle der Senioren-Wiese und Laub bieten keine Sicherheit.
Von der Stadt für den Linienverkehr als „Kein Halteverbot“ ausgeschildert. Aber nicht als Bushaltestelle.
Aussteigen auf den Grünstreifen mit Rollator
Aus Beiträgen von Rolf-Uwe Grünewald zusammengefasst von Thomas Alf Beitragsbilder: Thomas Alf
Was ist die Notfalldose und warum ist so sie wichtig?
Ein Notfall kommt selten angekündigt – und wenn er eintritt, zählt jede Sekunde. Ob Sturz, Herzinfarkt oder plötzliche Bewusstlosigkeit: In solchen Momenten sind Betroffene und auch Angehörige oft nicht mehr in der Lage, wichtige Informationen zu übermitteln. Genau hier kann eine kleine grün-weiße oder komplett rote Dose den entscheidenden Unterschied machen – die Notfalldose.
Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt und enthält ein Notfall-Infoblatt mit den wichtigsten medizinischen Angaben: Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, Kontaktdaten des Hausarztes sowie Personen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen. Für Rettungskräfte ist die Dose sofort erkennbar – dank grüner /roter Aufkleber an der Wohnungsinnentür und an der Kühlschrankaußentüre (links oben jeweils).
So wissen Sanitäter und Notärzte auf einen Blick, wo sie alle wichtigen Patienteninformationen finden. Das spart wertvolle Zeit und kann im Ernstfall sogar Leben retten. Besonders für alleinlebende und ältere Menschen ist die Notfalldose daher ein einfaches, aber äußerst wirksames Hilfsmittel für mehr Sicherheit zu Hause.
Die Dose ist gegen eine kleine Schutzgebühr über Rolf-Uwe Grünewald erhältlich.
Das Infoblatt in der Notfalldose sollte spätestens alle zwei Jahre auf seine Aktualität überprüft und ggf. ergänzt oder ersetzt werden.
Nachdrucke des Infoblattes (z.B. bei vielen Änderungen) können ebenfalls bei Rolf-Uwe angefragt werden.
Ein kleiner zeitlicher Aufwand mit großer Wirkung für mehr Sicherheit im Alltag.
Anleitung – So wird die Notfalldose richtig angewendet
Infoblatt ausfüllen: Trage alle wichtigen Informationen sorgfältig in das beiliegende Formular ein:
Name, Geburtsdatum, Adresse
Krankenkasse und Versichertennummer
Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente
Kontaktdaten von Hausarzt, Pflegedienst und Angehörigen
Hinweise zu Patientenverfügung, Organspendeausweis oder Haustieren
Aktualität prüfen: Überprüfe regelmäßig, ob deine Angaben noch stimmen – etwa bei neuen Medikamenten oder geänderten Kontaktdaten. Trage das Datum der letzten Aktualisierung ein und unterschreibe das Formular.
Dose im Kühlschrank aufbewahren: Lege das ausgefüllte Infoblatt in die Notfalldose und stelle sie in die Kühlschranktür – dort suchen Rettungskräfte standardmäßig danach.
Aufkleber anbringen: Bringe die grünen /roten Aufkleber gut sichtbar an:
Innen links oben an der Wohnungstür – damit Einsatzkräfte beim Eintreten sofort erkennen, dass eine Notfalldose vorhanden ist.
Außen, links oben an der Kühlschranktüre – um den Aufbewahrungsort schnell zu finden.
Für alle Haushaltsmitglieder: PRO PERSON EINE MIT NAMEN BESCHRIFTETE DOSE WEGEN DER VERWECHSLUNGGEFAHR
Tipp: Ein kleines Foto auf dem Infoblatt hilft, die Person eindeutig zu identifizieren.
💡 Fazit: Die Notfalldose ist eine einfache, analoge Lösung – ohne Technik, ohne Strom, aber mit großer Wirkung. Sie schenkt Sicherheit und kann im Ernstfall Leben retten.
Beitragstext: Rolf-Uwe Grünewald, Beitragsbilder: Thomas Alf