Integration im Eichholz – Miteinander braucht Regeln.
Was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen. Wie so oft im Leben, fängt vieles auch hier bereits im Kleinen an. In einem Wohngebiet wie dem Eichholz zeigt sich, wie Integration funktioniert – oder scheitert. Die Gesellschaft an sich ist entscheidend.
Im Eichholz leben Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Gewohnheiten zusammen. Trotz aller Unterschiede haben sie ähnliche Wünsche: Ruhe, Familie, Gemeinschaft und ein normales Leben.
Damit das gelingt, reicht es nicht, wenn Stadt und soziale Träger Angebote machen. Entscheidend ist, dass alle Bewohner Verantwortung übernehmen. Wer hier lebt, soll sich willkommen fühlen – muss aber auch bereit sein, Regeln einzuhalten, Rücksicht zu nehmen und Respekt zu zeigen.
Herkunft kann erklären, warum jemand etwas nicht weiß, aber sie entschuldigt nicht, Regeln zu missachten. Ein Stadtteil kann keine Parallelregeln dulden. Ob Müll auf Spielplätzen, blockierte Rettungswege oder unnötig laufende Motoren – Regeln sind kein Selbstzweck, sondern Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.
Integration ist keine Einbahnstraße:
Neu Zugezogene müssen sich einfügen.
Alteingesessene sollten offen bleiben – aber nicht grenzenlos.
Übertriebene Toleranz führt zu Frust, wenn Konflikte aus Angst verschwiegen werden. Nur wenn Regeln klar gelten, entsteht Vertrauen.
Integration zeigt sich im Alltag: Kinder, die zusammen spielen, Eltern die sich austauschen, Jugendliche die gemeinsam Feste gestalten. Hier wird Miteinander gelebt – ohne Programme, einfach im täglichen Leben.
Am Ende zählt nicht, wer welche Staatsangehörigkeit oder Ausbildung hat, sondern das Verhalten jedes Einzelnen. Herkunft ist keine Ausrede, Glaube kein Sonderrecht und Sprache kein Hindernis für gutes Benehmen.
Wer dazugehören will, muss:
Regeln einhalten
Rücksicht nehmen
Respekt zeigen
Das Eichholz soll ein Ort sein, an dem Vielfalt verbindet – und Integration nicht nur diskutiert, sondern gelebt wird. Jeder von uns kann und muss dazu beitragen. Nur so erreichen wir dieses Ziel.
Was exemplarisch im Eichholz im Kleinen gilt, gilt für die Stadt, das Land, die komplette Gesellschaft.
Wer nur seine eigenen Ziele verfolgt, jede Situation nur auf die eigene Sichtweise und seinen Vorteil auslegt, vergeht sich an der Gemeinschaft und integriert nicht.
Wer nicht bereit ist, in eine funktionierende Gesellschaft einzuzahlen, wird irgendwann nichts mehr erhalten, man macht sie kaputt.
Vielen Dank für die Zeit zum lesen von diesem Beitrag.
Beitragstext und Bilder: Thomas Alf
admin
Wie sonst im Leben braucht auch Integration Wegweiser und Regeln, die von allen eingehalten werden müssen um erfolgreich zu sein.
Himmelsereignis begeistert Besucher nicht nur aus dem Eichholz
In der Nacht vom 7. auf den 8. September machten sich Bewohner aus dem Eichholz auf den Weg zum Dachskopf, um ein ganz besonderes Naturschauspiel zu erleben: den Blutmond. Nur wer sich rechtzeitig angemeldet und einen der begehrten Plätze gesichert hatte, konnte teilnehmen – die Nachfrage war riesig, viele mussten leider abgewiesen werden.
Der AWB lädt ein zum Blick in den Himmel
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) hatte zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung eingeladen. Neben dem Beobachten des Blutmondes gab es eine wissenschaftlich fundierte Einführung in das Phänomen sowie spannende Informationen zum Thema Weltraumschrott. Passenderweise fand die Veranstaltung auf einem „irdischen Schrottberg“ statt – ein symbolträchtiger Ort, der die Verbindung zwischen Müll auf der Erde und Abfall im All eindrucksvoll verdeutlichte. So rückte ein oft unbeachtetes Thema in ein ganz neues Licht.
Faszinierende Einblicke in Sonne, Mond und Sterne
Nach einer kurzen Einführung erklärte Timo Olbrich, Naturführer und Hobbyastronom, die Größenverhältnisse im Sonnensystem. Die Distanzen zwischen Sonne, Erde und Mond sind kaum vorstellbar: über 300.000 Kilometer liegen zwischen Erde und Mond – und doch beeinflussen sie sich gegenseitig auf faszinierende Weise.
Olbrich erklärte anschaulich, wie es zum Blutmond kommt: Sonne, Erde und Mond stehen exakt in einer Linie. Nur dann gelangt der Mond in den Kernschatten der Erde – das Sonnenlicht wird in der Atmosphäre gebrochen, und die rötlichen Lichtanteile färben den Mond glutrot. Ein ähnlicher Effekt sorgt übrigens auch für den blauen Himmel am Tag: Blaues Licht wird stärker gestreut als rotes.
Geduld und Staunen am Dachskopf
Oben angekommen – zunächst Ernüchterung: Vom Mond war nichts zu sehen, Dunst verdeckte den Horizont. Die Wartezeit nutzte Olbrich, um über die enorme Menge an Weltraumschrott zu berichten, die heute unseren Planeten umkreist. Kleine Teile fliegen mit Geschossgeschwindigkeit und gefährden Satelliten und Raumstationen. „Im All gibt es leider keinen AWB“, merkte Olbrich augenzwinkernd an – ein eindrücklicher Hinweis auf die zunehmende Verschmutzung des Weltraums.
Dann endlich zeigte sich der Mond – zunächst nur schwach, dann immer deutlicher: eine geheimnisvolle, rötlich schimmernde Kugel am Nachthimmel. Nach etwa einer Stunde trat der Mond aus dem Kernschatten der Erde, und das helle Licht kehrte zurück. Ein beeindruckendes Schauspiel, das viele so schnell nicht vergessen werden.
Sternbilder, Planeten und ein Profi-Tipp
Auf dem Rückweg zum „Base Camp“ gab es noch eine kleine Einführung in die Sternbilder. Mithilfe eines Lasers zeigte Olbrich die bekanntesten Formationen am Himmel – vom Großen Wagen bis zum Schwan. Auch der Planet Saturn ließ sich noch blicken. Der Hobbyastronom gab den Teilnehmern einen Tipp mit auf den Weg:
„Die Planeten bewegen sich immer auf derselben Bahn wie der Mond. Wer eine besonders helle Kugel in dessen Nähe sieht – das ist meist ein Planet.“
Im Winter verläuft diese Bahn übrigens deutlich höher am Himmel als im Sommer. Die Bahn liegt im Sommer näher am Horizont, was für Beobachtungen weniger gut geeignet ist.
Begeisterung und Applaus für den AWB
Zurück am Ausgangspunkt gab es viel Applaus für das Organisationsteam des AWB Böblingen. Die Veranstaltung war perfekt organisiert und bot eine gelungene Verbindung aus Umweltbildung, Astronomie und Gemeinschaftserlebnis. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hoffen nun, dass es nicht bei dieser einen Veranstaltung bleibt – denn der Dachskopf hat sich als idealer Standort für Himmelsbeobachtungen bewiesen.
Was ist die Energiedrehscheibe Nord in Sindelfingen?
Die Energiedrehscheibe Nord in Sindelfingen, entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Kreismülldeponie Dachsklinge unweit vom Wohngebiet Eichholz und soll in Zukunft mehrere erneuerbare Energiequellen miteinander verbinden. Ziel ist es, an einem Standort verschiedene Technologien zu bündeln und damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung zu leisten.
Bereits heute sind erste Anlagen in Betrieb, weitere Projekte befinden sich in Planung. Zusammengenommen entsteht hier ein Energiecluster mit einer Gesamtleistung von rund 167 Megawatt.
Geplante und bereits realisierte Energieanlagen an der Energiedrehscheibe
Mehrere Energiequellen sollen an diesem Standort kombiniert werden:
Photovoltaik auf der ehemaligen Deponie
bereits in Betrieb
etwa 3 MW Leistung
Strom für rund 1.100 Haushalte
Die Photovoltaikanlage nutzt die große Fläche der ehemaligen Deponie zur Stromproduktion aus Sonnenenergie.
Biogasanlage
seit März 2026 in Betrieb
Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz
etwa 36 MW Energieleistung
Wärme für rund 2.300 Haushalte
Mit der neuen Anlage wird aus organischen Reststoffen Biomethan erzeugt, das in das regionale Gasnetz eingespeist werden kann.
Heizwerk Nord
geplant
Nutzung von Holzabfällen
etwa 80 MW Leistung
Wärme für rund 5.500 Haushalte
Das geplante Heizwerk soll vor allem regionale Holzreste energetisch nutzen und damit zusätzliche klimafreundliche Wärme bereitstellen.
Windkraftanlagen
in Planung
geplante Leistung von rund 48 MW
Strom für etwa 16.000 Haushalte
3 Windenergieanlagen sollen künftig den größten Teil der Stromproduktion an diesem Standort übernehmen.
Herausforderung: Energie speichern und verteilen
Die lokale Energieerzeugung bringt auch technische Herausforderungen mit sich. Wind- und Solarenergie stehen nicht immer dann zur Verfügung, wenn sie benötigt werden.
Daher sind Speichertechnologien und leistungsfähige Stromnetze entscheidend, um die Energie zuverlässig nutzen zu können.
Die Energiedrehscheibe Nord kann den gesamten Energiebedarf Sindelfingens daher derzeit noch nicht vollständig decken. Fossile Energieträger werden vorerst weiterhin eine Rolle spielen.
Bedeutung für den Sindelfinger Norden
Für den Sindelfinger Norden – und damit auch für das Eichholz – bedeutet die Energiedrehscheibe vor allem eine längere Bauphase.
In den kommenden Jahren müssen unter anderem
Gasleitungen
Fernwärmenetze
Stromleitungen
gebaut oder erweitert werden.
Die Bauanträge für die fünf geplanten Windräder wurden beim Landratsamt Böblingen 2024 eingereicht.
Inbetriebnahme der Biogasanlage an der Energiedrehscheibe Nord
März 2026: An der Energiedrehscheibe Nord in Sindelfingen ist ein weiterer Baustein der Energieinfrastruktur in Betrieb gegangen. Auf dem Gelände der ehemaligen Kreismülldeponie Dachsklinge wurde eine Anlage zur Aufbereitung von Biogas zu Biomethan fertiggestellt und an das öffentliche Gasnetz angeschlossen.
Die Anlage ist Teil eines regionalen Projekts zur energetischen Nutzung von Bioabfällen.
Aufbereitung von Biogas zu Biomethan
Die Anlage verarbeitet Rohbiogas, das in der Vergärungsanlage in Leonberg aus Bioabfällen gewonnen wird. Über eine rund 3,3 Kilometer lange Leitung wird das Gas nach Sindelfingen transportiert.
Dort erfolgt die Aufbereitung mittels Membrantechnologie. Dabei wird das Rohbiogas zu Biomethan mit einer Reinheit von über 97 Prozent veredelt.
Das aufbereitete Biomethan wird anschließend in das öffentliche Gasnetz eingespeist und kann unter anderem für die Wärmeversorgung genutzt werden.
Nach Angaben der Betreiber können auf diese Weise jährlich rund 40.000 Megawattstunden erneuerbare Energie bereitgestellt werden.
Nutzung des bei der Aufbereitung entstehenden CO₂
Bei der Gasaufbereitung wird das enthaltene Kohlenstoffdioxid vom Methan getrennt.
Das CO₂ wird anschließend verflüssigt und als Rohstoff weiterverwendet. Die Anlage ist darauf ausgelegt, jährlich etwa 5.000 Tonnen CO₂ in Lebensmittelqualität zu gewinnen.
Regionaler Bioabfall-Kreislauf
Die Methanisierungsanlage bildet zusammen mit der Vergärungsanlage in Leonberg einen regionalen Bioabfall-Verwertungskreislauf.
Der Prozess funktioniert in mehreren Schritten:
Bioabfälle aus den Landkreisen Böblingen und Esslingen werden gesammelt
In Leonberg erfolgt die Vergärung der Bioabfälle
Dabei entsteht Rohbiogas
Dieses wird nach Sindelfingen transportiert
Dort erfolgt die Aufbereitung zu Biomethan und die Einspeisung ins Gasnetz
Investitionen und technische Kennzahlen
Die Investitionskosten für die Anlage in Sindelfingen einschließlich Gasleitung und CO₂-Abscheidung liegen bei rund 8 Millionen Euro.
Zusammen mit der Vergärungsanlage in Leonberg umfasst das Gesamtprojekt Investitionen von etwa 54 Millionen Euro.
Nach Angaben der Projektbeteiligten können beide Anlagen zusammen jährlich rund 18.000 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen. Das entspricht ungefähr dem durchschnittlichen jährlichen CO₂-Ausstoß von etwa 1.600 Menschen.
Die Anlage ist Teil des Energiekonzepts an der Energiedrehscheibe Nord Sindelfingen, an dem neben der Biogasaufbereitung auch Photovoltaik sowie weitere erneuerbare Energieanlagen vorgesehen sind.
Energiedrehscheibe Nord – wichtigste Daten zum Biogas
Standort: ehemalige Deponie Dachsklinge, Sindelfingen
Projektregion: Landkreise Böblingen und Esslingen
Biogasleitung: ca. 3,3 km von Leonberg nach Sindelfingen
Biomethanproduktion: ca. 40.000 MWh pro Jahr
CO₂-Rückgewinnung: ca. 5.000 Tonnen jährlich
Gesamtinvestition: rund 54 Millionen Euro
CO₂-Einsparung: etwa 18.000 Tonnen pro Jahr
Windkraft an der Energiedrehscheibe Nord
Wo stehen die Windräder?
Nicht weit vom Eichholz, zwischen dem Sommerhofental und dem Stuttgarter Kreuz, entsteht ein neues Zentrum nachhaltiger Energie: die Energiedrehscheibe Nord Sindelfingen.
Hier sollen fünf Windräder gebaut werden:
drei auf Sindelfinger Gemarkung
zwei auf Magstadter Seite
.
Lage der Windkraft-Anlagen und Auswirkungen auf das Eichholz
Die geplanten Anlagen liegen überwiegend auf bereits vorbelasteten Flächen, beispielsweise:
entlang der Autobahn
auf der ehemaligen Deponie Dachsklinge
Nach vorliegenden Gutachten werden keine erheblichen Beeinträchtigungen durch Lärm oder Schattenwurf für das Wohngebiet Eichholz erwartet.
Fazit
Die Energiedrehscheibe Nord Sindelfingen ist ein langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt zur regionalen Energieversorgung.
Durch die Kombination aus Windenergie, Photovoltaik, Biomethan und Biomasse entsteht ein Energiestandort, der verschiedene erneuerbare Energiequellen miteinander verbindet und zur lokalen Energieversorgung beitragen soll.
Bildquellen: Alle Bilder in diesem Beitrag- Mit freundlicher Genehmigung der Stadtwerke Sindelfingen
Bild oben: Fotomontage-Windräder vom Sommerhofental aus gesehen wo die Straße (Hohenzollernstraße) vom Eschenried zum Badezentrum führt (maßstabsgestreu).
Energiedrehscheibe auch vom Dachskopf sichtbar
Die Entwicklung der Energiedrehscheibe lässt sich auch aus der Umgebung gut beobachten. Wer auf der neuen Aussichtsplattform am Dachskopf steht, blickt direkt auf das Gelände der ehemaligen Deponie Dachsklinge.
Bereits heute sind dort die großen Photovoltaikflächen sowie die Anlagen der neuen Biogasanlage deutlich zu erkennen. In Zukunft werden von dort aus auch die geplanten Windräder sichtbar sein.
Öffentlicher Aussichtspunkt und Naherholungsgebiet
Zukunft
Standort der Energiedrehscheibe Nord mit erneuerbaren Energien
Hinweis: Diese Seite beschreibt ausschließlich den Dachskopf in Sindelfingen bei Stuttgart. Informationen zu Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Öffnungszeiten, Aussicht, Geschichte und den geltenden Verhaltensregeln finden Sie im weiteren Verlauf dieser Seite.
Aktualisierung Juni 2026: Der Dachskopf verfügt inzwischen über eine öffentlich zugängliche 360-Grad-Webcam mit Livestream. Siehe Hinweis im Text 👇
Die neue Aussichtsplattform beim Sindelfinger Eichholz
Ein neues Highlight für Spaziergänger und Familien ist eröffnet:
Die Aussichtsplattform am Dachskopfbeim Eichholz.
Von rund 550 Metern Höhe bietet sich ein beeindruckender Panoramablicküber Sindelfingen – bei klarer Sicht sogar weit darüber hinaus.
Der Höhenunterschied vom Sommerhofental bis zum Gipfel beträgt etwa 90 Meter. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht: Entlang des Weges informieren Schautafelnüber die vielfältigen Biotope und Lebensräume im Gebiet, sowie die ehemalige Nutzung als Deponie (1959-1997). Seitdem hat eine erstaunliche Verwandlung stattgefunden, die viele Besucher erstaunen lässt.
Ein Spaziergang mit Entdecker-Charakter
Der Weg zur Plattform führt durch ein abwechslungsreiches Waldgebiet, vorbei an Wiesen, kleinen Lichtungen und schattigen Pfaden. Besonders gelungen sind die handgefertigten Ruhebänke, die vom Sindelfinger Forstteam aus Holz gearbeitet wurden – perfekt für eine kleine Rast zwischendurch.
Auch für Kinder gibt es unterwegs einiges zu entdecken. Die Wege sind geschottert und führen ohne Treppen hinauf, was den Aufstieg angenehm macht – allerdings ist der Weg nurbedingtkinderwagentauglich.
Natur erleben mit Aussicht
Blick von der Dachskopf-Aussichtsplattform auf Sindelfingen und die umliegende Landschaft.
Ob zum Spaziergang am Wochenende, zum Sonnenuntergang oder einfach für einen kleinen Moment der Ruhe – der Dachskopf ist ein Ort zum Entschleunigen.
TIPP:
Fernglas mitbringen! So lässt sich der weite Blick über Wälder, Felder und Stadtlandschaften noch intensiver genießen.Wer ein Fernglas zur Verfügung hat, kann bei guter Sicht vieles leichter entdecken und mehr als mit dem bloßen Auge. Mögliche Fern-Sichtziele sind z. B. der Engelberg Turm in Leonberg, die Hohe Warte bei Pforzheim (leider jetzt abgebaut) und die Burg Hohenneuffen. Wichtig dabei ist, auch seinen eigenen Standort auf der Plattform zu ändern.
Der Engelbergturm vom Dachskopf aus gesehen
Eröffnung und Zugang
Die offizielle Eröffnung der Aussichtsplattform fand am 10. April 2025statt.
Der Zugang erfolgt über die Waldwege vom Sommerhofental (Spielplatz beim Haus Sommerhof)oder über die Waldwege Stelle / Roter Berg.
Ein Zugang über die Leonberger Straße ist NICHT möglich.
Eine Alternative zu dem Aufstieg aus dem Sommerhofental bietet der Parkplatz „Am Gatter“ direkt neben dem Kreisverkehr am Ende der Leonberger Straße. Der Weg zum Gipfel ist mit rund 2,5 Kilometern etwas länger, dafür aber angenehmer, da der Höhenunterschied von dort nur etwa 60 Meter beträgt. Vom Parkplatz geht es nach dem Hochbehälter gleich rechts (Gatterallee) auf dem Weg ca. 500m geradeaus. Anschließend nimmt man den ZWEITEN Abzweig (Stuttgarter Weg) erneut nach rechts. Danach folgt man dem Weg für etwa einen Kilometer geradeaus, bis auf der rechten Seite ein Weg mit einem Schild zum Dachskopf abzweigt.
Kein Zutritt mit Fahrrad
Es besteht eine Schließzeit vom 01. Dezember bis 31. Januar, welche bei entsprechender Wetterlage verkürzt oder evtl. auch verlängert sein kann. Entsprechende Informationen sollen dann unten an den Wegweisern angebracht sein, so dass niemand auf halber Höhe vor verschlossener Türe steht. Weiter werden die Zugangswege im Winter nicht geräumt und gestreut.
Auf den Wegen ist keinerlei Beleuchtung vorhanden, weswegen der Zutritt und Aufenthalt auf dem Gelände nur bei Tageslicht erlaubt ist.
Es besteht noch immer Gefahr durch austretendes Gas aus dem Deponiekörper, weswegen Rauchen und offenes Feuer verboten sind, Feuerwerk natürlich ebenso. Bitte deswegen auch die Zugangswege nicht verlassen.
Hunde bitte anleinen
Es sind keine Mülleimer vor Ort – Nehmen Sie Ihren Abfall mit und entsorgen Ihn zu Hause.
Bitte beachten Sie diese Hinweise, damit diese Landmarke weiter zugänglich bleiben kann. Der Dachskopf ist ein neues Naherholungsziel für alle, die Natur und Aussicht gleichermaßen schätzen – und das in unmittelbarer Nähe zum Eichholz.
Fazit:
Der Dachskopf ist einlohnendes Ziel für einen Familienausflug, für Spaziergänger, Naturfreunde und alle, die Sindelfingen einmal aus einer neuen Perspektive sehen möchten. Ein Stück Naturerlebnis und Stadtblick – ganz ohne weite Anreise.
Wer den Dachskopf bereits besucht hat, kennt das Gefühl: Oben angekommen öffnet sich der Blick über die Wälder des Schönbuchs und bei guter Fernsicht reichen die Sichtachsen weit über die Region hinaus. Genau dieses Erlebnis lässt sich nun auch von zu Hause aus ein Stück weit nachvollziehen.
Seit Kurzem steht auf dem Dachskopf eine moderne Webcam zur Verfügung, die einen beeindruckenden 360-Grad-Rundumblick als Livestream ermöglicht. Anders als bei vielen klassischen Webcams handelt es sich nicht um ein einzelnes Standbild. Besucher können die Umgebung selbst erkunden und den Ausblick aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
Besonders spannend wird es bei klarer Sicht. Dann lassen sich sogar markante Wahrzeichen wie der Fernsehturm oder der Schönbuchturm am Horizont entdecken. Da die Webcam einen echten Livestream zeigt, wirkt das Bild überraschend lebendig – selbst vorbeifliegende Vögel oder wechselnde Wetterstimmungen werden unmittelbar sichtbar.
Der Schönbuchturm vom Dachskopf aus gesehen.
Die Webcam ergänzt die Aussichtsplattform auf sinnvolle Weise und macht den Dachskopf auch für Menschen erlebbar, die gerade nicht vor Ort sein können. Gleichzeitig macht sie Lust darauf, sich irgendwann selbst auf den Weg zu machen und den Ausblick direkt auf der Plattform zu genießen.
Wer auf der Plattform des Dachskopfes nach Norden blickt, erkennt in dirketer Nähe bereits die Anlagen der Energiedrehscheibe Nord auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Dachsklinge. Besonders auffällig sind die großen Photovoltaikflächen, die schon heute Strom aus Sonnenenergie erzeugen.
Auch die neue Biogasanlage ist inzwischen in Betrieb, aber vom Aussichtspunkt nicht zu sehen. In den kommenden Jahren sollen dort zusätzlich mehrere Windenergieanlagen entstehen. Einen Überblick über das gesamte Projekt gibt der Beitrag zur 👉 Energiedrehscheibe Nord in Sindelfingen
Der Jahreswechsel 2024/2025 verlief im Sindelfinger Stadtteil Eichholz alles andere als ruhig. Drei Tage lang wurde ohne Rücksicht geböllert, Raketen gezündet und Feuerwerk abgebrannt – oft deutlich außerhalb der erlaubten Zeiten. Besonders rund um die Watzmannstraße herrschte Dauerlärm, und viele Anwohner berichten von massiver Lärmbelästigung und illegalen Böllern.
Zwei Brände- Friedrich-Ebert-Straße und Theodor-Heuss-Straße
In der Silvesternacht kam es schließlich zu zwei Wohnungsbränden in bzw. an der Friedrich-Ebert-Straße, ausgelöst durch Feuerwerkskörper. Glücklicherweise wurde niemand verletzt – doch der Sachschaden ist erheblich, und eine betroffenen Wohnung ist bis heute unbewohnbar (September 2025). Ein Vorfall, der erneut die Frage aufwirft: Macht privates Feuerwerk in dicht besiedelten Wohngebieten überhaupt noch Sinn?
Gefährliches Verhalten und fehlende Kontrollen
Anwohner schildern Szenen, die fassungslos machen: Kinder zwischen brennenden Feuerwerksbatterien, Raketenstarts an der Christbaumsammelstelle, Feuerwerk in unmittelbarer Nähe zu geparkten Autos – und das alles ohne jede Rücksicht. Sicherheitsvorschriften oder Ruhezeiten schienen kaum jemanden zu interessieren.
Besonders problematisch: Kontrollen durch Polizei oder Ordnungsdienst fanden praktisch nicht statt. Dadurch konnte jeder zünden, was und wann er wollte – ganz gleich, ob die Artikel legal oder illegal waren.
Wachsende Kritik in der Bevölkerung
Die Menge an verkauftem Feuerwerk steigt seit Jahren, ebenso der Gehalt an Schwarzpulver in legalen Produkten. Über das Internet gelangen zudem viele illegale Böller nach Deutschland. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger sehen das kritisch – nicht nur wegen der Brandgefahr, sondern auch wegen Feinstaub, Müll, Tierleid und den Kosten für Feuerwehr und Versicherungen, die letztlich alle tragen.
Auch Leserbriefe in der SZ/BZ zeigen: Die Mehrheit der Stadtbewohner lehnt Feuerwerk in Wohngebieten ab. Viele berichten von verstörten Haustieren, schlaflosen Nächten und der Sorge, dass ein Funke genügen könnte, um das eigene Haus in Brand zu setzen.
Forderung nach Regeln und Alternativen
Während Städte wie Stuttgart oder Holzgerlingen bereits Maßnahmen ergriffen haben, bleibt Sindelfingen bislang untätig. Die IG-Eichholz fordert deshalb die Stadtverwaltung und den Gemeinderat auf, endlich zu handeln:
Klare Regeln und Kontrollen – Sanktionen für Verstöße gegen erlaubte Feuerwerkszeiten.
Verbot von Feuerwerk in Wohngebieten, analog zu Stuttgart.
Zulassung nur an ausgewiesenen Standorten, fern von Gebäuden und Waldflächen.
Zentrales Stadtfeuerwerk oder Lasershow, organisiert von Profis – ein sicheres Erlebnis für alle.
Zeit für ein Umdenken
Die Ereignisse an Silvester 2024/2025 zeigen deutlich: Es braucht mehr Verantwortung und klare Grenzen beim privaten Feuerwerk. Denn wenn Freude in Gefahr umschlägt, ist niemandem geholfen. Das Eichholz – wie auch andere Stadtteile – wünscht sich ein sicheres, gemeinschaftliches und rücksichtsvolles Jahresende.
Einen Ausdruck dieses Blog-Beitrags haben wir am Samstag den 08.11.2025 ,während des Sindelfinger Wochenmarktes, an Oberbürgermeister Kleemann übergeben und Ihm den Sachverhalt persönlich erläutert. Seine Worte vom Mai 2025: Zuhören-Verstehen-Machen. Wir nehmen Ihn beim Wort.
Meldung von Verstößen-direkter Draht zu den Behörden:
Bei akuter Gefahr die 📞 110 wählen
Hinweise ohne akute Gefahr:📞 07031/94-333
Der AB wird abgehört Mo-Do von 8-24 Uhr, Fr. u.Sa. bis 3 Uhr
Ausserhalb der Dienstzeiten des Ordnungsamts kann das Polizeirevier Sindelfingen verständigt werden unter Tel.:
Beitragstext: Thomas Alf Beitragsbilder: Thomas Alf, Rolf-Uwe Grünewald
admin
Die im Eichholz schwer beschädigte Wohnung im Juli 2025. Noch immer nicht wieder bewohnt. Solche Schäden sind keine Kavaliersdelikte, sondern haben lange Nachwirkungen und Kosten. Foto: R-U Grünewald