Schlagwort: Sicherheit

  • Defekte Straßenlaterne? So einfach können Sie helfen!

    Defekte Straßenlaterne? So einfach können Sie helfen!

    Jeder hat sich sicher schon einmal über eine defekte Straßen- oder Gehweglaterne geärgert. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine gute Beleuchtung wichtig für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Doch die Stadt kann nicht jede Laterne ständig im Blick behalten – dafür ist das Stadtgebiet einfach zu groß.

    Unter dem Motto „Ihr Draht zu uns“ bietet die Stadt Sindelfingen eine einfache Möglichkeit, solche Mängel direkt zu melden. Über die Plattform

    sindelfingen-wills-wissen.de

    (alternativ über Suchmaschinen: „Sindelfingen wills wissen“) können Sie Schäden und Anliegen schnell und unkompliziert weitergeben – auch direkt vom Smartphone aus.

    Auf der Webseite finden Sie zahlreiche Themenbereiche, in denen Sie Ihre Meldung eintragen können.

    Ihre Vorteile auf einen Blick:

    • Sie müssen keine zuständige Stelle oder Person kennen.
    • Wer den Standort über das Handy freigibt, spart sich die manuelle Eingabe der Adresse.
    • Meldungen lassen sich jederzeit und sofort absenden.
    • Auf Wunsch können Sie den aktuellen Bearbeitungsstand Ihres Tickets online verfolgen.

    Hinweis:
    Falls Sie eine Rückmeldung mit dem Hinweis „Anliegen Nr. XXXX unlösbar“ erhalten, bedeutet das in der Regel, dass Ihr Anliegen an die zuständige Stelle weitergeleitet wurde – es ist also in Bearbeitung.

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    Jede Straßenlaterne hat eine Nummer, die man mit angeben kann im Ticket. So ist sichergestellt, das die defekte Laterne problemlos identifiziert werden kann.
    1. ↩︎

  • 🐛 Eichenprozessionsspinner im Eichholz – Wie stark ist unser Stadtteil betroffen?

    🐛 Eichenprozessionsspinner im Eichholz – Wie stark ist unser Stadtteil betroffen?

    Mit unserem Stadtteil-Blog möchten wir die Bewohnerinnen und Bewohner im Eichholz regelmäßig über aktuelle Themen informieren, die unser Viertel direkt betreffen.
    Eines dieser Themen kehrt jedes Jahr wieder: der Eichenprozessionsspinner (EPS).

    Aktuelle Lage im Eichholz

    Viele fragen sich: Wie stark ist das Eichholz in diesem Jahr 2025 betroffen?
    Aktuell ist der Spielplatz Holzi noch geöffnet, während die Spielplätze Schleicher und Eichholzer Täle bereits gesperrt sind.
    Wichtig: Nur die Beschilderung vor Ort ist verbindlich! Diese kann sich täglich ändern.

    Da unser Stadtteil von Eichenwäldern umgeben ist, gehört das Eichholz leider zu den stärker betroffenen Gebieten in Sindelfingen. Wir werden also lernen müssen, mit dem Eichenprozessionsspinner zu leben – und sollten deshalb gut informiert bleiben.


    Was genau ist der Eichenprozessionsspinner?

    Die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) treten in den warmen Monaten vermehrt auf und suchen geeignete Nistplätze.
    Sie bevorzugen Eichenbäume, vor allem an sonnigen Waldrändern oder an der Südseite von Bäumen.
    Durch den Klimawandel und die trockenen Frühjahre haben sich die Bedingungen für ihre Vermehrung zusätzlich verbessert.


    Achtung: Kontakt unbedingt vermeiden!

    Die Raupen und ihre Nester können gefährlich sein.
    Die feinen Brennhaare enthalten ein Gift (Thaumetopoein), das bei Kontakt starken Juckreiz, Hautausschläge, Reizungen der Augen und Atemwege auslösen kann.
    Auch Haare, die bereits am Boden liegen, können diese Reaktionen hervorrufen.

    👉 Wichtig:

    • Niemals Raupen oder Nester berühren!
    • Gebiet sofort verlassen, wenn Sie welche entdecken.
    • Kinder sensibilisieren, nicht mit Nestern zu spielen.

    Was tut die Stadt Sindelfingen?

    Die Stadt hat bereits im Mai 2025 vorbeugende Maßnahmen eingeleitet:

    • Biozide wurden an stark betroffenen Einzelbäumen eingesetzt.
    • Erstmals kamen Nematoden (fadenförmige, für Menschen harmlose Lebewesen) zum Einsatz – etwa im Bereich des Badezentrums und an Spielplätzen im Waldgebiet.
      Diese Nematoden werden von den Raupen aufgenommen und töten sie biologisch ab.

    Ab Ende Juni können verbliebene Gespinste und Nester mit Spezialsaugern oder Heißschaum entfernt werden.
    In Bereichen wie Schulen, Kitas und Spielplätzen erfolgen diese Arbeiten regelmäßig.
    Andere Waldabschnitte werden mit Warnschildern versehen – diese sollten unbedingt beachtet werden.


    Warum keine flächendeckende Bekämpfung?

    Im gesamten Sindelfinger Stadtwald gibt es zu viele Eichen, um alle Bäume vorbeugend zu behandeln.
    Zudem würde eine großflächige Bekämpfung natürliche Gegenspieler wie Meisen oder Fledermäuse gefährden.
    Um diese zu fördern, wurden im Eichholz Nistkästen und Fledermausquartiere angebracht – eine wichtige Maßnahme für das natürliche Gleichgewicht.


    Was können Sie tun?

    • Warnschilder beachten und gesperrte Bereiche meiden.
    • Sichtungen melden unter: 📧 eps@sindelfingen.de
    • Kinder und Haustiere schützen – keine Nester anfassen!
    • Informieren Sie sich regelmäßig, da sich die Lage schnell ändern kann.

    Die Stadt Sindelfingen stellt aktuelle Informationen und Updates auf ihrer offiziellen Website bereit:
    🔗 Eichenprozessionsspinner – Stadt Sindelfingen

    Leider funktioniert auch dieser Link nicht mehr seit der Homepage Umstellung der Stadtverwaltung. Wo diese Informationen zukünftig von der Verwaltun zur Verfügung gestellt werden? Wir haben nichts dazu auf der neuen Homepage gefunden.

    Sehr reelles, KI- generiertes Bild zu Eichenprozessionsspinnern

  • 🎆 Silvester 2024/2025 im Eichholz – zwei Brände und viele Fragen

    🎆 Silvester 2024/2025 im Eichholz – zwei Brände und viele Fragen

    Der Jahreswechsel 2024/2025 verlief im Sindelfinger Stadtteil Eichholz alles andere als ruhig.
    Drei Tage lang wurde ohne Rücksicht geböllert, Raketen gezündet und Feuerwerk abgebrannt – oft deutlich außerhalb der erlaubten Zeiten. Besonders rund um die Watzmannstraße herrschte Dauerlärm, und viele Anwohner berichten von massiver Lärmbelästigung und illegalen Böllern.

    Zwei Brände- Friedrich-Ebert-Straße und Theodor-Heuss-Straße

    In der Silvesternacht kam es schließlich zu zwei Wohnungsbränden in bzw. an der Friedrich-Ebert-Straße, ausgelöst durch Feuerwerkskörper.
    Glücklicherweise wurde niemand verletzt – doch der Sachschaden ist erheblich, und eine betroffenen Wohnung ist bis heute unbewohnbar (September 2025).
    Ein Vorfall, der erneut die Frage aufwirft: Macht privates Feuerwerk in dicht besiedelten Wohngebieten überhaupt noch Sinn?


    Gefährliches Verhalten und fehlende Kontrollen

    Anwohner schildern Szenen, die fassungslos machen:
    Kinder zwischen brennenden Feuerwerksbatterien, Raketenstarts an der Christbaumsammelstelle, Feuerwerk in unmittelbarer Nähe zu geparkten Autos – und das alles ohne jede Rücksicht.
    Sicherheitsvorschriften oder Ruhezeiten schienen kaum jemanden zu interessieren.

    Besonders problematisch: Kontrollen durch Polizei oder Ordnungsdienst fanden praktisch nicht statt.
    Dadurch konnte jeder zünden, was und wann er wollte – ganz gleich, ob die Artikel legal oder illegal waren.


    Wachsende Kritik in der Bevölkerung

    Die Menge an verkauftem Feuerwerk steigt seit Jahren, ebenso der Gehalt an Schwarzpulver in legalen Produkten.
    Über das Internet gelangen zudem viele illegale Böller nach Deutschland.
    Immer mehr Bürgerinnen und Bürger sehen das kritisch – nicht nur wegen der Brandgefahr, sondern auch wegen Feinstaub, Müll, Tierleid und den Kosten für Feuerwehr und Versicherungen, die letztlich alle tragen.

    Auch Leserbriefe in der SZ/BZ zeigen: Die Mehrheit der Stadtbewohner lehnt Feuerwerk in Wohngebieten ab.
    Viele berichten von verstörten Haustieren, schlaflosen Nächten und der Sorge, dass ein Funke genügen könnte, um das eigene Haus in Brand zu setzen.


    Forderung nach Regeln und Alternativen

    Während Städte wie Stuttgart oder Holzgerlingen bereits Maßnahmen ergriffen haben, bleibt Sindelfingen bislang untätig.
    Die IG-Eichholz fordert deshalb die Stadtverwaltung und den Gemeinderat auf, endlich zu handeln:

    1. Klare Regeln und Kontrollen – Sanktionen für Verstöße gegen erlaubte Feuerwerkszeiten.
    2. Verbot von Feuerwerk in Wohngebieten, analog zu Stuttgart.
    3. Zulassung nur an ausgewiesenen Standorten, fern von Gebäuden und Waldflächen.
    4. Zentrales Stadtfeuerwerk oder Lasershow, organisiert von Profis – ein sicheres Erlebnis für alle.

    Zeit für ein Umdenken

    Die Ereignisse an Silvester 2024/2025 zeigen deutlich:
    Es braucht mehr Verantwortung und klare Grenzen beim privaten Feuerwerk.
    Denn wenn Freude in Gefahr umschlägt, ist niemandem geholfen.
    Das Eichholz – wie auch andere Stadtteile – wünscht sich ein sicheres, gemeinschaftliches und rücksichtsvolles Jahresende.

    Weiterführende Links/Informationen zum Thema:

    Petition mit über 2,7 Mio. Unterschriften (Stand 30/12/2025)

    Mittlerweile 55 Organisationen fordern ein Böllerverbot. Die ersten Unterschriften wurden bereits auf der Innenministerkonferenz übergeben

    #böllerciao als Hashtag bei der Suche z.B. in Google eingeben.

    Link Ministerium Baden-Württemberg

    Einen Ausdruck dieses Blog-Beitrags haben wir am Samstag den 08.11.2025 ,während des Sindelfinger Wochenmarktes, an Oberbürgermeister Kleemann übergeben und Ihm den Sachverhalt persönlich erläutert. Seine Worte vom Mai 2025: Zuhören-Verstehen-Machen. Wir nehmen Ihn beim Wort.

    Meldung von Verstößen-direkter Draht zu den Behörden:

    Bei akuter Gefahr die 📞 110 wählen

    Hinweise ohne akute Gefahr:📞 07031/94-333

    Der AB wird abgehört Mo-Do von 8-24 Uhr, Fr. u.Sa. bis 3 Uhr

    Ausserhalb der Dienstzeiten des Ordnungsamts kann das Polizeirevier Sindelfingen verständigt werden unter Tel.:

    📞07031/ 6970

    Link Ordungsamt der Stadt Sindelfingen (Leider seit 12/2025 nicht mehr verfügbar)

    Link Pressemitteilung der Stadt zu Feuerwerk 2025

    Die im Eichholz schwer beschädigte Wohnung im Juli 2025. Noch immer nicht wieder bewohnt. Solche Schäden sind keine Kavaliersdelikte, sondern haben lange Nachwirkungen und Kosten. Foto: R-U Grünewald