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  • 🐛 Eichenprozessionsspinner im Eichholz – Wie stark ist unser Stadtteil betroffen?

    🐛 Eichenprozessionsspinner im Eichholz – Wie stark ist unser Stadtteil betroffen?

    Mit unserem Stadtteil-Blog möchten wir die Bewohnerinnen und Bewohner im Eichholz regelmäßig über aktuelle Themen informieren, die unser Viertel direkt betreffen.
    Eines dieser Themen kehrt jedes Jahr wieder: der Eichenprozessionsspinner (EPS).

    Aktuelle Lage im Eichholz

    Viele fragen sich: Wie stark ist das Eichholz in diesem Jahr 2025 betroffen?
    Aktuell ist der Spielplatz Holzi noch geöffnet, während die Spielplätze Schleicher und Eichholzer Täle bereits gesperrt sind.
    Wichtig: Nur die Beschilderung vor Ort ist verbindlich! Diese kann sich täglich ändern.

    Da unser Stadtteil von Eichenwäldern umgeben ist, gehört das Eichholz leider zu den stärker betroffenen Gebieten in Sindelfingen. Wir werden also lernen müssen, mit dem Eichenprozessionsspinner zu leben – und sollten deshalb gut informiert bleiben.


    Was genau ist der Eichenprozessionsspinner?

    Die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) treten in den warmen Monaten vermehrt auf und suchen geeignete Nistplätze.
    Sie bevorzugen Eichenbäume, vor allem an sonnigen Waldrändern oder an der Südseite von Bäumen.
    Durch den Klimawandel und die trockenen Frühjahre haben sich die Bedingungen für ihre Vermehrung zusätzlich verbessert.


    Achtung: Kontakt unbedingt vermeiden!

    Die Raupen und ihre Nester können gefährlich sein.
    Die feinen Brennhaare enthalten ein Gift (Thaumetopoein), das bei Kontakt starken Juckreiz, Hautausschläge, Reizungen der Augen und Atemwege auslösen kann.
    Auch Haare, die bereits am Boden liegen, können diese Reaktionen hervorrufen.

    👉 Wichtig:

    • Niemals Raupen oder Nester berühren!
    • Gebiet sofort verlassen, wenn Sie welche entdecken.
    • Kinder sensibilisieren, nicht mit Nestern zu spielen.

    Was tut die Stadt Sindelfingen?

    Die Stadt hat bereits im Mai 2025 vorbeugende Maßnahmen eingeleitet:

    • Biozide wurden an stark betroffenen Einzelbäumen eingesetzt.
    • Erstmals kamen Nematoden (fadenförmige, für Menschen harmlose Lebewesen) zum Einsatz – etwa im Bereich des Badezentrums und an Spielplätzen im Waldgebiet.
      Diese Nematoden werden von den Raupen aufgenommen und töten sie biologisch ab.

    Ab Ende Juni können verbliebene Gespinste und Nester mit Spezialsaugern oder Heißschaum entfernt werden.
    In Bereichen wie Schulen, Kitas und Spielplätzen erfolgen diese Arbeiten regelmäßig.
    Andere Waldabschnitte werden mit Warnschildern versehen – diese sollten unbedingt beachtet werden.


    Warum keine flächendeckende Bekämpfung?

    Im gesamten Sindelfinger Stadtwald gibt es zu viele Eichen, um alle Bäume vorbeugend zu behandeln.
    Zudem würde eine großflächige Bekämpfung natürliche Gegenspieler wie Meisen oder Fledermäuse gefährden.
    Um diese zu fördern, wurden im Eichholz Nistkästen und Fledermausquartiere angebracht – eine wichtige Maßnahme für das natürliche Gleichgewicht.


    Was können Sie tun?

    • Warnschilder beachten und gesperrte Bereiche meiden.
    • Sichtungen melden unter: 📧 eps@sindelfingen.de
    • Kinder und Haustiere schützen – keine Nester anfassen!
    • Informieren Sie sich regelmäßig, da sich die Lage schnell ändern kann.

    Die Stadt Sindelfingen stellt aktuelle Informationen und Updates auf ihrer offiziellen Website bereit:
    🔗 Eichenprozessionsspinner – Stadt Sindelfingen

    Leider funktioniert auch dieser Link nicht mehr seit der Homepage Umstellung der Stadtverwaltung. Wo diese Informationen zukünftig von der Verwaltun zur Verfügung gestellt werden? Wir haben nichts dazu auf der neuen Homepage gefunden.

    Sehr reelles, KI- generiertes Bild zu Eichenprozessionsspinnern

  • Der Dachskopf – Neues Ausflugsziel mit Aussicht für die ganze Familie

    Der Dachskopf – Neues Ausflugsziel mit Aussicht für die ganze Familie

    Die neue Aussichtsplattform beim Eichholz

    Ein neues Highlight für Spaziergänger und Familien ist eröffnet:

    Die Aussichtsplattform am Dachskopf beim Eichholz.

    Von rund 550 Metern Höhe bietet sich ein beeindruckender Panoramablick über Sindelfingen – bei klarer Sicht sogar weit darüber hinaus.

    Der Höhenunterschied vom Sommerhofental bis zum Gipfel beträgt etwa 90 Meter. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht: Entlang des Weges informieren Schautafeln über die vielfältigen Biotope und Lebensräume im Gebiet, sowie die ehemalige Nutzung als Deponie (1959-1997). Seitdem hat eine erstaunliche Verwandlung stattgefunden, die viele Besucher erstaunen lässt.


    Ein Spaziergang mit Entdecker-Charakter

    Der Weg zur Plattform führt durch ein abwechslungsreiches Waldgebiet, vorbei an Wiesen, kleinen Lichtungen und schattigen Pfaden. Besonders gelungen sind die handgefertigten Ruhebänke, die vom Sindelfinger Forstteam aus Holz gearbeitet wurden – perfekt für eine kleine Rast zwischendurch.

    Auch für Kinder gibt es unterwegs einiges zu entdecken. Die Wege sind geschottert und führen ohne Treppen hinauf, was den Aufstieg angenehm macht – allerdings ist der Weg nur bedingt kinderwagentauglich.


    Natur erleben mit Aussicht

    Ob zum Spaziergang am Wochenende, zum Sonnenuntergang oder einfach für einen kleinen Moment der Ruhe – der Dachskopf ist ein Ort zum Entschleunigen.

    TIPP:

    Fernglas mitbringen! So lässt sich der weite Blick über Wälder, Felder und Stadtlandschaften noch intensiver genießen.Wer ein Fernglas zur Verfügung hat, kann bei guter Sicht vieles leichter entdecken und mehr als mit dem bloßen Auge. Mögliche Fern-Sichtziele sind z. B. der Engelberg Turm in Leonberg, die Hohe Warte bei Pforzheim (leider jetzt abgebaut) und die Burg Hohenneuffen. Wichtig dabei ist, auch seinen eigenen Standort auf der Plattform zu ändern.

    Der Engelbergturm vom Dachskopf aus gesehen

    Eröffnung und Zugang

    Die offizielle Eröffnung der Aussichtsplattform fand am 10. April 2025 statt.

    • Der Zugang erfolgt über die Waldwege vom Sommerhofental (Spielplatz beim Haus Sommerhof)oder über die Waldwege Stelle / Roter Berg.
    • Ein Zugang über die Leonberger Straße ist NICHT möglich.
    • Eine Alternative zu dem Aufstieg aus dem Sommerhofental bietet der Parkplatz „Am Gatter“ direkt neben dem Kreisverkehr am Ende der Leonberger Straße. Der Weg zum Gipfel ist mit rund 2,5 Kilometern etwas länger, dafür aber angenehmer, da der Höhenunterschied von dort nur etwa 60 Meter beträgt. Vom Parkplatz geht es nach dem Hochbehälter gleich rechts auf dem Weg ca. 500m geradeaus. Anschließend nimmt man den ZWEITEN Abzweig erneut nach rechts. Danach folgt man dem Weg für etwa einen Kilometer geradeaus, bis auf der rechten Seite ein Weg mit einem Schild zum Dachskopf abzweigt.
    • Kein Zutritt mit Fahrrad
    • Es besteht eine Schließzeit vom 01. Dezember bis 31. Januar, welche bei entsprechender Wetterlage verkürzt oder evtl. auch verlängert sein kann. Entsprechende Informationen sollen dann unten an den Wegweisern angebracht sein, so dass niemand auf halber Höhe vor verschlossener Türe steht. Weiter werden die Zugangswege im Winter nicht geräumt und gestreut.
    • Auf den Wegen ist keinerlei Beleuchtung vorhanden, weswegen der Zutritt und Aufenthalt auf dem Gelände nur bei Tageslicht erlaubt ist.
    • Es besteht noch immer Gefahr durch austretendes Gas aus dem Deponiekörper, weswegen Rauchen und offenes Feuer verboten sind, Feuerwerk natürlich ebenso. Bitte deswegen auch die Zuganswege nicht verlassen.
    • Hunde bitte anleinen
    • Es sind keine Mülleimer vor Ort – Nehmen Sie Ihren Abfall mit und entsorgen Ihn zu Hause.

    Bitte beachten Sie diese Hinweise, damit diese Landmarke weiter zugänglich bleiben kann. Der Dachskopf ist ein neues Naherholungsziel für alle, die Natur und Aussicht gleichermaßen schätzen – und das in unmittelbarer Nähe zum Eichholz.


    Fazit:

    Der Dachskopf ist ein lohnendes Ziel für einen Familienausflug, für Spaziergänger, Naturfreunde und alle, die Sindelfingen einmal aus einer neuen Perspektive sehen möchten.
    Ein Stück Naturerlebnis und Stadtblick – ganz ohne weite Anreise.

    Blick von der Dachskopf-Aussichtsplattform auf Sindelfingen und die umliegende Landschaft.