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  • 🐛Eichenprozessionsspinner im Eichholz-aktuelle Lage und wichtige Hinweise für Anwohner

    🐛Eichenprozessionsspinner im Eichholz-aktuelle Lage und wichtige Hinweise für Anwohner

    Aktuelle Informationen und Schutzmaßnahmen (Update 2026)

    Zuletzt aktualisiert am:

    Der Eichenprozessionsspinner beschäftigt die Bewohnerinnen und Bewohner im Eichholz jedes Jahr aufs Neue. Da unser Stadtteil von Eichenwäldern umgeben ist, gehört das Eichholz leider zu den stärker betroffenen Gebieten in Sindelfingen.

    Auf dieser Seite informieren wir fortlaufend über die aktuelle Situation, Schutzmaßnahmen und wichtige Hinweise für Familien, Spaziergänger und Anwohner.


    Aktuelle Lage im Eichholz 2026

    Die Belastung durch den Eichenprozessionsspinner ist im Jahr 2026 erneut hoch. Das trockene Frühjahr und frühe Hitzeperioden haben die Ausbreitung der Raupen begünstigt.

    Aktuell finden an besonders sensiblen Orten wie Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätzen und anderen stark frequentierten Bereichen Bekämpfungs- und Reinigungsmaßnahmen statt.

    Spielplätze im Waldgebiet Eichholz

    Stand 09.08.2026

    • Holzi: derzeit gesperrt
    • Schleicher („Rote Rutsche“): geöffnet, Warnung ausgeschildert
    • Eichholzer Täle: komplett abgebaut wegen strakem Befall der Vorjahre

    ⚠️ Wichtig:

    Verbindlich sind ausschließlich die Hinweise und Absperrungen vor Ort. Die Situation kann sich kurzfristig ändern. Bitte beachten Sie immer die aktuelle Beschilderung der Stadt Sindelfingen. Seien Aufmerksam und achten sie in Ihrem eigenen Interesse, dem Ihrer Kinder und Haustiere auf befallene Stellen im Wald und auf Spielplätzen. Auch Hunde und Katzen können beim Freilauf an kontaminierten Stellen mit Ihrem Fell die feinen Härchen aufnehmen.

    Keine Entwarnung, nur weil keine Raupen mehr zu sehen sind:
    Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können auch nach dem Verschwinden der Raupen noch in der Umgebung vorhanden sein. Deshalb sollten abgesperrte Bereiche weiterhin gemieden werden, bis die Sperrung aufgehoben wurde.


    Aktuelle Entwicklungen 2026

    Die Stadt Sindelfingen weist darauf hin, dass derzeit wieder vermehrt Raupen des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet auftreten.

    Bereits im Frühjahr wurden vorbeugende Maßnahmen an besonders sensiblen Standorten durchgeführt. Seit Juni werden Raupen und Gespinstnester insbesondere an Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätzen und öffentlichen Einrichtungen entfernt.

    Der Spielplatz Holzi musste aufgrund eines starken Befalls vorsorglich erneut gesperrt werden. Die betroffenen Flächen werden regelmäßig kontrolliert und erst wieder freigegeben, wenn keine erkennbare Gefährdung mehr besteht.

    Als zusätzliche Spielmöglichkeit steht Familien unter anderem der im vergangenen Jahr geschaffene Spielplatz auf der Insel zur Verfügung. Auch das Klettergerüst auf dem Gelände der ehemaligen Arena bietet eine Alternative.


    Was genau ist der Eichenprozessionsspinner?

    Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter, dessen Raupen vor allem Eichenbäume besiedeln. Die Tiere treten in den warmen Monaten auf und bilden Gespinste an Stämmen und Ästen.

    Besonders wohl fühlen sie sich an sonnigen Waldrändern und freistehenden Eichen. Durch trockene Frühjahre und warme Sommer haben sich die Bedingungen für ihre Vermehrung in den vergangenen Jahren verbessert. Nicht nur Bäume in Wald sid befallen. Auch Eichen in der Siedlung können betroffen sein.


    Achtung: Kontakt unbedingt vermeiden

    Die Raupen besitzen feine Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten. Die feinen Brennhaare sind so fein, dass sie für unser Auge nicht sichtbar sind. Sie können sich durch den Wind verbreiten und noch lange nach dem Verlassen der Raupen über mehrere Jahre wirksam bleiben. Auch im Frühjahr, Herbst und Winter am Boden liegende, heruntergefallene Nester, sollten daher unbedingt gemieden werden.

    Mögliche Folgen eines Kontakts sind:

    • Starker Juckreiz
    • Hautausschläge
    • Augenreizungen
    • Atemwegsbeschwerden
    • Allergische Reaktionen

    Deshalb gilt:

    • Raupen und Nester niemals berühren.
    • Betroffene Bereiche möglichst verlassen.
    • Kinder über die Gefahren informieren.
    • Hunde möglichst von befallenen Bereichen fernhalten.
    • Abstand halten
    • Ganzjährige Gefahr: Die größte der Gefahr durch Brennhaare ist Mai-Juni, besonders der Juni. Selbst wenn die Raupen längst verpuppt oder die Nester leer sind, bleiben die abgelegten Haare in den Gespinsten über Jahre hinweg hochgradig allergieauslösend. Ein Sturm kann dieses „Altlasten“-Potenzial immer wieder aufs Neue aktivieren. Deswegen Nester unbedingt melden, dass der Forst aktiv werden kann.
    • Besonders vor Sommergewittern, wenn starke, böige Winde aufkommen, können die Brennhaare aus den Nestern gerissen und mehrere 100m (bis zu 500 Meter) weit in Siedlungen getragen werden. Die nur 0,2 Millimeter kleinen Brennhaare brechen extrem leicht ab. Heftige Winde vor einem Gewitter können diese unsichtbare Wolke direkt in Gärten, auf Terrassen und durch geöffnete Fenster wehen.

    Hinweis: Die folgenden Informationen dienen der allgemeinen Orientierung nach einem möglichen Kontakt mit Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung oder Beratung.

    Was tun, wenn es mich oder mein Kind erwischt hat?

    Nach einem Kontakt mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners können Rötungen, kleine Pusteln und starker Juckreiz entstehen. In vielen Fällen handelt es sich um eine örtliche Hautreaktion, die von selbst wieder abklingt.

    Zunächst wichtig:

    • Kleidung und Schuhe wechseln und möglichst reinigen.
    • Duschen und die betroffene Haut gründlich mit Wasser reinigen.
    • Getragene Kleidung möglichst bei mindestens 60 °C waschen.
    • Die betroffenen Hautstellen nicht aufkratzen und können vorsichtig gekühlt werden.
    • Bei stärkerem Juckreiz kann eine Apotheke beraten, welche frei verkäufliche Behandlung geeignet ist.

    Wann sollte man zum Arzt?

    Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn die Hautreaktion sehr stark ist, sich deutlich ausbreitet oder nicht wieder abklingt. Das gilt besonders, wenn zusätzlich die Augen, die Atemwege oder das allgemeine Befinden betroffen sind. Bei Kindern sollte man im Zweifel eher einmal zu viel ärztlichen Rat einholen.

    Seltene, aber wichtige Ausnahme:

    Sehr selten können Brennhaare auch eine schwere allergische Reaktion auslösen. Bei Atemnot, starken Kreislaufproblemen, Bewusstlosigkeit oder Anzeichen eines allergischen Schocks sofort den Notruf 112 wählen.

    Diese Hinweise dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.

    🔗Aktuelle Informationen des Umwelt zum EPS

    Mögliche Auswirkungen auf Haustiere

    Tierhalter aus dem Eichholz berichten in den Monaten Juni bis August immer wieder von Hautreizungen und Fellverlust an den Läufen ihrer Tiere. Auch die auf dem Bild gezeigte Katze weist entsprechende kahle Stellen auf.

    Ein Zusammenhang mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners wird von einigen Tierhaltern vermutet, ein konkreter Nachweis liegt in den einzelnen Fällen jedoch nicht vor. Die beschriebenen Symptome können grundsätzlich auch andere Ursachen haben.

    Bei Verdacht auf Hautreizungen kann es hilfreich sein, die betroffenen Stellen vorsichtig mit Wasser zu kühlen oder kühle Umschläge aufzulegen. Halten die Beschwerden an oder verschlimmern sie sich, sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

    Die Katze hatte vermutlich Kontakt mit Nesselhaaren
    • Kahle Stellen an den Läufen, wie bei dieser Katze, werden von einigen Tierhaltern im Eichholz insbesondere in den Sommermonaten beobachtet. Ein Zusammenhang mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners wird vermutet, ist jedoch nicht nachgewiesen. Bei Hautreizungen können kühlende Wasseranwendungen oder kalte Wickel vorübergehend Linderung verschaffen.

    Sofortmaßnahmen bei aufziehendem Sturm

    Wer in der Nähe betroffener Eichen wohnt und ein Sturm oder Gewitter auftritt, kann sich und sein Zuhause mit den folgenden Hinweisen proaktiv schützen:

    • Fenster und Türen schließen: Halten Sie alles komplett geschlossen, um das Hineinwehen der Haare in Wohnräume zu verhindern.
    • Keine Wäsche im Freien trocknen: Die feinen Haare verfangen sich mit ihren Widerhaken untrennbar im Stoff.
    • Gartenmöbel schützen: Decken Sie Ihre Außenmöbel ab oder spritzen Sie diese nach dem Sturm gründlich mit Wasser ab, bevor Sie sie nutzen.
    • Körperhygiene und Wäsche: Duschen Sie nach einem Aufenthalt im Freien sofort, waschen Sie die Haare und reinigen Sie die Kleidung bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine.

    Was tut die Stadt Sindelfingen?

    Die Stadt führt jährlich verschiedene Maßnahmen durch, um die Belastung an besonders sensiblen Orten zu reduzieren.

    Dazu gehören:

    • Vorbeugende Bekämpfungsmaßnahmen an Einzelbäumen
    • Einsatz biologischer Verfahren
    • Entfernung von Raupen und Gespinstnestern
    • Regelmäßige Kontrollen von Schulen, Kitas und Spielplätzen
    • Kennzeichnung betroffener Bereiche
    Bekämpfung des EPS im Eichholz

    Besonders stark frequentierte Orte werden bevorzugt behandelt, um die Gefährdung für Kinder und Familien möglichst gering zu halten.


    Warum werden nicht alle Eichen behandelt?

    Im Sindelfinger Stadtwald stehen sehr viele Eichen. Eine flächendeckende Bekämpfung wäre nur mit erheblichem Aufwand möglich und könnte auch andere Insektenarten beeinträchtigen.

    Stattdessen setzt die Stadt auf eine gezielte Bekämpfung an sensiblen Orten sowie auf die Förderung natürlicher Gegenspieler wie:

    • Meisen
    • Fledermäuse
    • Weitere insektenfressende Tierarten

    Hierzu wurden unter anderem Nistkästen und Fledermausquartiere eingerichtet.


    Was können Sie tun?

    • Warnschilder beachten
    • Gesperrte Bereiche meiden
    • Kinder sensibilisieren
    • Haustiere fernhalten
    • Sichtungen melden

    Hinweise auf Nester des Eichenprozessionsspinners in stark frequentierten Bereichen können möglichst mit Foto an folgende Adresse gemeldet werden:

    📧 EPS@sindelfingen.de


    Unser Hinweis

    Wir bemühen uns, die Informationen auf dieser Seite aktuell zu halten. Maßgeblich sind jedoch immer die Hinweise, Absperrungen und Informationen der Stadt Sindelfingen vor Ort.

    Bei akuten Änderungen können Spielplätze oder Wege kurzfristig gesperrt oder wieder freigegeben werden.

    Die Stadt Sindelfingen stellt aktuelle Informationen und Updates auf ihrer offiziellen Website bereit:


    🔗 Eichenprozessionsspinner – Stadt Sindelfingen

    👉 Spielplatz Holzi gesperrt ? Ausweichen auf das Klettergerüst in der ehemaligen Arena

    Sehr reelles, KI- generiertes Bild zu Eichenprozessionsspinnern

    Veröffentlicht am:

    Beitragstext und Bilder: Thomas Alf Beitragsbild Katze: Rolf-Uwe Grünewald

  • 🏀 Eichholz-Arena: Neuer Spielplatz statt Brachfläche – aber ohne Schatten?

    🏀 Eichholz-Arena: Neuer Spielplatz statt Brachfläche – aber ohne Schatten?

    Zuletzt aktualisiert am:

    Monatelang war die Fläche der ehemaligen Eichholz-Arena abgesperrt – nun soll endlich etwas passieren.
    Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird dort ein neues Spiel- und Klettergerüst für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren installiert. Der Aufbau soll zeitnah beginnen.

    Ersatz für verlorene Spielflächen

    Die Entscheidung, die Fläche künftig als kleinen Spielbereich zu nutzen, ist grundsätzlich sinnvoll.
    Gerade in den Sommermonaten, wenn der beliebte Spielplatz Holzi wegen des

    👉Eichenprozessionsspinners

    geschlossen werden muss, fehlt im Stadtteil eine große Spielfläche mit Geräten.
    Der neue Standort könnte hier zumindest eine kleine Ausweichmöglichkeit bieten.

    Kritik: Kaum Schatten und wenig Fläche

    Allerdings zeigt sich schnell, dass der Ersatz nur bedingt geeignet ist:
    Die ehemalige Arena bietet kaum Beschattung, was eine Nutzung in der Mittagszeit im Sommer nahezu ausschließt.
    Zudem handelt es sich um eine relativ kleine Fläche, auf der lediglich ein einzelnes Spielgerät Platz findet – ein echter Ersatz für den Holzi-Spielplatz ist das also nicht.

    Wichtig für viele Kinder

    Nicht nur Familien aus dem Stadtteil, auch die Stadtranderholung im Täle nutzt im Sommer regelmäßig alle drei Spielplätze im Eichholzwald – den Schleicher, das Eichholzer Täle und den Holzi.
    Die zeitweisen Sperrungen treffen also viele Kindergruppen gleichzeitig.

    Bürgerbeteiligung kam zu kurz

    Positiv hervorzuheben ist, dass die Stadtverwaltung überhaupt versucht, Ersatz zu schaffen.
    Weniger erfreulich ist allerdings, dass es kaum Gelegenheit für eine echte Bürgerbeteiligung gab.
    Gerade bei Projekten, die das Gesicht eines Stadtteils über Jahrzehnte prägen, wäre es wichtig, die Anwohner frühzeitig einzubeziehen.
    Schließlich handelt es sich um öffentlich finanzierte Maßnahmen – also um das Geld der Bürgerinnen und Bürger.

    Fazit

    Trotz aller Kritik ist der neue Spielbereich sicher besser als eine ungenutzte, abgesperrte Fläche.
    Doch das Beispiel zeigt erneut, dass in manchen Bereichen der Stadtverwaltung die Kommunikation mit den Bürgern verbessert werden sollte.

    Nachtrag vom 09.12.2025: Am 08.12.2025 fand die Einweihung des Spielplatzes statt- ohne Quartiersarbeit und ohne Mitglieder des AK Verkehr und Gestaltung vom Inseltreff. Die AK Mitglieder hatten keine Kenntis vom Termin erhalten. Der AK hatte unter anderem vorgeschlagen, nicht wie von der Stadtverwaltung geplant, die Fläche unter dem Klettergerüst mit Sand aufzufüllen. In den Reihenhäusern, die sich unmittelbarer Nähe befinden, sind zahlreiche Freigängerkatzen unterwegs, welche die Sandfläche zweckentfremdet hätten. Weiter vermissen wir noch die Holzunterlagen mit Lehne als Sitzgelegenheit für Erwachsene. Diese waren auf den Plänen eingezeichnet. Aktuell sind keine vorhanden. Das Arena-Kapitel schließt jedenfalls so ab, wie es begonnen hat. Mit mangelhafter Kommunikation, die trotz mehrmaligem Ansprechen, bisher keine Verbesserung erfahren hat.

    Der Platz an dem die Arena stand, mit dem neuen Spiel- und Klettergerüst.
    Die ehemalige baufällige Arena, abgesperrt mit einem Bauzaun. So sah der Platz Anfang 2025 aus.

    Beitragstext und Bilder: Thomas Alf

    Veröffentlicht am: