Sonntag, 1. Februar 2026: Trüber Himmel, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt – und trotzdem machte sich eine kleine, spontane Gruppe von IG-Eichholz-Mitgliedern auf den Weg zum Sindelfinger Forsthof, genauer gesagt zum N.E.S.-Waldzentrum. Und das sollte sich lohnen.
Was ist das N.E.S.-Waldzentrum?
Wer mit der Abkürzung N.E.S. noch nichts anfangen kann: Sie steht für Natur-Erlebnis-Sindelfingen. Früher befand sich in direkter Nachbarschaft zum Freibad das VIZ – Vogel-Informations-Zentrum. Heute hat sich daraus ein vielseitiges Natur- und Umweltzentrum entwickelt, das Wissen, Erlebnis und Mitmachen auf gelungene Weise verbindet.
Aktionssonntag „Höhlenbrüter & Nistkastenbau“
Von 11 bis 17 Uhr stand am Forsthof alles im Zeichen der Höhlenbrüter. Der Aktionssonntag bot ein abwechslungsreiches Programm für Erwachsene und Kinder gleichermaßen:
anschauliche Exponate rund um heimische Vogelarten
umfangreiche Infomaterialien zu den Bewohnern von Nistkästen
praktische Einblicke in den Naturschutz vor Ort
Besonders beliebt war der Nistkastenbau zum Mitmachen.
Mitmachen, lernen und Spaß haben
Für einen Unkostenbeitrag von 12 Euro konnte jeder Interessierte einen eigenen Nistkasten bauen und mit nach Hause nehmen – Material und Werkzeug inklusive. Neugierig und hochmotiviert machten sich die Teilnehmer ans Werk.
Die freundlichen Mitarbeitenden des Sindelfinger Forsts standen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Dank der sehr guten Vorbereitung dauerte es nicht lange, bis die ersten drei Nistkästen fertiggestellt waren. 👉 Erfolgserlebnis inklusive – und jede Menge Spaß auch.
Begeisterung aus der IG-Eichholz
Für einige IG-Eichholz-Beteiligte war es nicht der erste Besuch am Forsthof. Bereits beim Christbaumverkauf hatten sie positive Eindrücke gesammelt und begeistert davon berichtet. Der Aktionssonntag bestätigte diese Erfahrung eindrucksvoll.
Ein besonderer Ort mit viel Engagement
Was der Sindelfinger Forst rund um den Forsthof und das N.E.S.-Waldzentrum in jahrelanger Arbeit geschaffen hat, ist bemerkenswert. Naturpädagogik, Umweltbildung und Erlebnisse für alle Generationen greifen hier ineinander.
➡️ Zum Thema N.E.S. werden wir noch weitere, separate Berichte veröffentlichen.
Viele kennen den Heiligabend noch so: Morgens holt jemand den Weihnachtsbaum, stellt ihn auf, und alle helfen beim Schmücken. Es riecht nach frisch gebackenen Plätzchen und nach den wohligen Düften aus der Küche, wo die Mutter fleißig kocht und backt. Mittags geht die Familie hinaus in den Schnee und später gemeinsam in den Gottesdienst oder zur Christmette, um sich auf den Abend einzustimmen. Alle sind froh und gut gelaunt. Es gibt ein festliches Abendessen, und dann kommt der große Moment: Jemand schaltet die Lichter am Weihnachtsbaum ein – alle strahlen und freuen sich über die Geschenke. Freude, gute Laune und Geborgenheit erfüllen die Luft. Ein friedlicher und glücklicher Tag.
Und heute? Viele versuchen, den Tag irgendwie hinter sich zu bringen, weil sie allein sind. In Gedanken hängen sie den früher so schönen Weihnachtstagen nach. Doch die Realität sieht anders aus: Man sitzt allein in der Wohnung und möchte niemandem zur Last fallen. Im Fernsehen laufen dieselben „seligen“ Filme wie jedes Jahr – sie machen es nicht leichter, die Einsamkeit auszuhalten.
Die Lösung: Kommen Sie doch ab 17 Uhr in den
Inseltreff in der Watzmannstraße 5
Dort wartet seit drei Jahren schon jemand auf Sie – den Gast. Fühlen Sie sich herzlich willkommen! Wir sitzen zusammen, reden, lachen und lernen uns (neu) kennen. Es gibt Gemütlichkeit, Herzlichkeit und Wärme – kostenlos. Dazu kleine Süßigkeiten und verschiedene Getränke. Sie sind unser Gast, so lange Sie möchten.
Eine Anmeldung ist nicht nötig – kommen Sie einfach vorbei!
Bei Fragen können Sie sich gerne melden bei: Rolf-Uwe Grünewald – +49 173 9056434
oder auch gerne über das Kontaktformular anfragen.
Was viele Menschen im Alltag kaum wahrnehmen, ist für einige ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger mittlerweile ein Grund zur Angst: die Fahrt mit dem Bus. Immer häufiger berichten Seniorinnen und Senioren aus dem Stadtteil Eichholz davon, dass Busfahrer der Linien 701 und 708 Fahrgäste – teils mit Rollator – an ungesicherten, nicht offiziellen Haltepunkten zum Aussteigen auffordern.
Was nach einem Einzelfall klingt, ist offenbar ein wiederkehrendes Problem, das Betroffene verunsichert und im schlimmsten Fall gefährdet.
„Er nahm einfach meinen Rollator und stellte ihn raus“
Eine 82-jährige Bewohnerin schildert:
„Der Bus hielt einfach bei den Glascontainern, weit vor der eigentlichen Haltestelle. Der Fahrer sagte, er müsse dringend auf die Toilette, und forderte alle zum Aussteigen auf. Ich erklärte, dass ich nicht einfach hier aussteigen könne – aber er stellte meinen Rollator raus und ließ mich stehen. Ich fühlte mich gezwungen, den Bus zu verlassen. Der Boden war weich und uneben, ich hatte Mühe, überhaupt Halt zu finden.“
Die Frau berichtet weiter, dass sie sich seitdem kaum noch traut, mit dem Bus zu fahren.
„Ich habe Angst, wieder irgendwo ausgesetzt zu werden. Früher war ich mit dem Bus selbstständig unterwegs – heute überlege ich mir jede Fahrt dreimal.“
Eine Nachbarin, die den Vorfall vom Balkon aus beobachtete, kann die Schilderung bestätigen.
Keine Einzelfälle – mehrere Betroffene berichten Ähnliches
Auch andere ältere Fahrgäste im Eichholz berichten von nahezu identischen Erlebnissen:
Ein 81-jähriger Anwohner, der täglich mit der Linie 708 ins Pflegeheim fährt, erzählt:
„Mindestens einmal pro Woche heißt es: ‚Alle raus, ich habe Pause.‘ Dann stehen wir dort – egal ob Wind, Regen oder glatter Boden. Ich bin noch gut zu Fuß, aber für manche ist das lebensgefährlich.“
Eine weitere Dame (83) bestätigt:
„Ich fahre regelmäßig mit der Linie 708 ins Inselcafé. Mehrmals musste ich auf diesem matschigen Seitenstreifen aussteigen. Die Fahrer sind oft unhöflich und helfen nie beim Ausstieg. Der Höhenunterschied vom Bus auf den Boden ist enorm.“
Und eine 92-jährige Seniorin ergänzt:
„Der Fahrer hat mir einfach den Rollator rausgestellt. Zum Glück hat mir ein Mitfahrer geholfen, sonst wäre ich gestürzt.“
Ein strukturelles Problem, keine Ausnahme
Diese Berichte stammen allesamt von glaubwürdigen Personen, die der Redaktion persönlich bekannt sind. Das Muster ist eindeutig:
Immer wieder betroffen ist die Buslinie 708, teils auch die 701.
Das Zwangsaussteigen geschieht regelmäßig vor dem ehemaligen Waldhotel, an einem Platz ohne befestigten Untergrund, Bordstein oder Haltestellenschild.
Die Begründung der Fahrer lautet meist, sie hätten jetzt Pause und müssten den Bus dort abstellen.
Der Hinweis auf den dringend benötigten Toilettenraum für Busfahrer in der Theodor-Heuss-Straße ist nachvollziehbar – doch dieser ist offenbar immer noch nicht fertiggestellt, obwohl der Bedarf seit Langem bekannt ist.
Sicherer Ausstieg ist keine Verhandlungssache
Die Stadt und der ÖPNV-Betreiber sind hier in der Pflicht: Ein sicherer, barrierefreier Ausstieg ist kein Luxus, sondern eine Mindestanforderung an die Beförderungssicherheit. Gerade ältere oder mobilitätseingeschränkte Fahrgäste müssen sich darauf verlassen können, an einer offiziellen, gesicherten Haltestelle auszusteigen – nicht auf einem matschigen Seitenstreifen.
Der Umbau der Haltestellen im Eichholz hatte genau dieses Ziel: mehr Sicherheit für alle, insbesondere für Menschen mit Hilfsmitteln. Wenn nun Busfahrer abseits davon Fahrgäste zum Aussteigen zwingen, wird dieser Zweck konterkariert.
Appell an Verantwortliche
Die Berichte zeigen dringenden Handlungsbedarf. Das Vertrauen der Seniorinnen und Senioren in den öffentlichen Nahverkehr darf nicht weiter erschüttert werden. Nötig sind:
Eine klare interne Anweisung an die Fahrerinnen und Fahrer,
eine funktionierende Pausen- und Sanitärregelung,
und vor allem eine konsequente Kontrolle der Haltevorgänge an offiziellen Haltestellen.
Nur so kann der ÖPNV für alle Bürgerinnen und Bürger wieder das sein, was er sein sollte: verlässlich, sicher und menschlich.
🚌 Fazit
Wenn ältere Menschen mit Rollatoren beim Aussteigen Angst verspüren, läuft etwas grundsätzlich falsch. Es braucht Respekt, Verantwortung und klare Strukturen, damit niemand mehr an ungeeigneten Stellen aussteigen muss – schon gar nicht die, die am meisten auf Sicherheit angewiesen sind.
Anmerkung:
Die Personen, welche ihre Erlebnisse geschildert haben sind der Redaktion persönlich bekannt bzw. haben dies selber schon so erlebt. Bisheriger Schriftverkehr mit den Beteiligten leider erfolglos.
Nachtrag:
Einen Ausdruck dieses Blog-Beitrags haben wir am Samstag den 08.11.2025 ,während des Sindelfinger Wochenmarktes, an Oberbürgermeister Kleemann übergeben und Ihm den Sachverhalt persönlich erläutert. Seine Worte vom Mai 2025: Zuhören-Verstehen-Machen. Wir nehmen Ihn beim Wort.
Aus Beiträgen von Rolf-Uwe Grünewald zusammengefasst von Thomas Alf
admin
Die Ersatzausstiegsstelle der Senioren-Wiese und Laub bieten keine Sicherheit.
Von der Stadt für den Linienverkehr als „Kein Halteverbot“ ausgeschildert. Aber nicht als Bushaltestelle.
Was ist die Notfalldose und warum ist so sie wichtig?
Ein Notfall kommt selten angekündigt – und wenn er eintritt, zählt jede Sekunde. Ob Sturz, Herzinfarkt oder plötzliche Bewusstlosigkeit: In solchen Momenten sind Betroffene und auch Angehörige oft nicht mehr in der Lage, wichtige Informationen zu übermitteln. Genau hier kann eine kleine grün-weiße oder komplett rote Dose den entscheidenden Unterschied machen – die Notfalldose.
Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt und enthält ein Notfall-Infoblatt mit den wichtigsten medizinischen Angaben: Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, Kontaktdaten des Hausarztes sowie Personen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen. Für Rettungskräfte ist die Dose sofort erkennbar – dank grüner /roter Aufkleber an der Wohnungsinnentür und an der Kühlschrankaußentüre (links oben jeweils).
So wissen Sanitäter und Notärzte auf einen Blick, wo sie alle wichtigen Patienteninformationen finden. Das spart wertvolle Zeit und kann im Ernstfall sogar Leben retten. Besonders für alleinlebende und ältere Menschen ist die Notfalldose daher ein einfaches, aber äußerst wirksames Hilfsmittel für mehr Sicherheit zu Hause.
Die Dose ist gegen eine kleine Schutzgebühr über Rolf-Uwe Grünewald erhältlich.
Das Infoblatt in der Notfalldose sollte spätestens alle zwei Jahre auf seine Aktualität überprüft und ggf. ergänzt oder ersetzt werden.
Nachdrucke des Infoblattes (z.B. bei vielen Änderungen) können ebenfalls bei Rolf-Uwe angefragt werden.
Ein kleiner zeitlicher Aufwand mit großer Wirkung für mehr Sicherheit im Alltag.
Anleitung – So wird die Notfalldose richtig angewendet
Infoblatt ausfüllen: Trage alle wichtigen Informationen sorgfältig in das beiliegende Formular ein:
Name, Geburtsdatum, Adresse
Krankenkasse und Versichertennummer
Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente
Kontaktdaten von Hausarzt, Pflegedienst und Angehörigen
Hinweise zu Patientenverfügung, Organspendeausweis oder Haustieren
Aktualität prüfen: Überprüfe regelmäßig, ob deine Angaben noch stimmen – etwa bei neuen Medikamenten oder geänderten Kontaktdaten. Trage das Datum der letzten Aktualisierung ein und unterschreibe das Formular.
Dose im Kühlschrank aufbewahren: Lege das ausgefüllte Infoblatt in die Notfalldose und stelle sie in die Kühlschranktür – dort suchen Rettungskräfte standardmäßig danach.
Aufkleber anbringen: Bringe die grünen /roten Aufkleber gut sichtbar an:
Innen links oben an der Wohnungstür – damit Einsatzkräfte beim Eintreten sofort erkennen, dass eine Notfalldose vorhanden ist.
Außen, links oben an der Kühlschranktüre – um den Aufbewahrungsort schnell zu finden.
Für alle Haushaltsmitglieder: PRO PERSON EINE MIT NAMEN BESCHRIFTETE DOSE WEGEN DER VERWECHSLUNGGEFAHR
Tipp: Ein kleines Foto auf dem Infoblatt hilft, die Person eindeutig zu identifizieren.
💡 Fazit: Die Notfalldose ist eine einfache, analoge Lösung – ohne Technik, ohne Strom, aber mit großer Wirkung. Sie schenkt Sicherheit und kann im Ernstfall Leben retten.
In der SZ/BZ-Ausgabe vom 8. Oktober 2025 sowie im Amtsblatt Nr. 41 vom 10. Oktober veröffentlichte die Stadt Sindelfingen erstmals einen QR-Code zum neuen „Virtuellen Amt“. Bürgerinnen und Bürger wollten das neue Online-Angebot sofort ausprobieren – doch beim Aufruf erschien nur eine Server-Fehlermeldung. Der Link funktionierte schlicht nicht.
Das „Virtuelle Amt“ soll eigentlich genau das Gegenteil bewirken: Es soll den Behördengang einfacher machen und ermöglichen, wichtige Anliegen bequem von zu Hause aus zu erledigen – ein Schritt in Richtung moderne und bürgerfreundliche Verwaltung.
Weil zunächst keine Reaktion von der Stadtverwaltung auf unsere Anfrage erfolgte, haben wir uns an die Redaktion der SZ/BZ gewandt und darum gebeten, bei der Stadtverwaltung nachzufragen, wann mit einer funktionierenden Lösung zu rechnen ist.
Kurze Zeit später kam die Rückmeldung: 👉 Der Fehler wurde behoben – der Link funktioniert jetzt wieder einwandfrei!
Ein herzliches Dankeschön an die Redaktion der SZ/BZ für das schnelle Nachhaken und die Unterstützung im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger.
Hier geht’s direkt zum funktionierenden „Virtuellen Amt“ der Stadt Sindelfingen:
Jeder hat sich sicher schon einmal über eine defekte Straßen- oder Gehweglaterne geärgert. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine gute Beleuchtung wichtig für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Doch die Stadt kann nicht jede Laterne ständig im Blick behalten – dafür ist das Stadtgebiet einfach zu groß.
Unter dem Motto „Ihr Draht zu uns“ bietet die Stadt Sindelfingen eine einfache Möglichkeit, solche Mängel direkt zu melden. Über die Plattform
(alternativ über Suchmaschinen: „Sindelfingen wills wissen“) können Sie Schäden und Anliegen schnell und unkompliziert weitergeben – auch direkt vom Smartphone aus.
Auf der Webseite finden Sie zahlreiche Themenbereiche, in denen Sie Ihre Meldung eintragen können.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
Sie müssen keine zuständige Stelle oder Person kennen.
Wer den Standort über das Handy freigibt, spart sich die manuelle Eingabe der Adresse.
Meldungen lassen sich jederzeit und sofort absenden.
Auf Wunsch können Sie den aktuellen Bearbeitungsstand Ihres Tickets online verfolgen.
Hinweis: Falls Sie eine Rückmeldung mit dem Hinweis „Anliegen Nr. XXXX unlösbar“ erhalten, bedeutet das in der Regel, dass Ihr Anliegen an die zuständige Stelle weitergeleitet wurde – es ist also in Bearbeitung.
1Jede Straßenlaterne hat eine Nummer, die man mit angeben kann im Ticket. So ist sichergestellt, das die defekte Laterne problemlos identifiziert werden kann.
Integration im Eichholz – Miteinander braucht Regeln.
Was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen. Wie so oft im Leben, fängt vieles auch hier bereits im Kleinen an. In einem Wohngebiet wie dem Eichholz zeigt sich, wie Integration funktioniert – oder scheitert. Die Gesellschaft an sich ist entscheidend.
Im Eichholz leben Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Gewohnheiten zusammen. Trotz aller Unterschiede haben sie ähnliche Wünsche: Ruhe, Familie, Gemeinschaft und ein normales Leben.
Damit das gelingt, reicht es nicht, wenn Stadt und soziale Träger Angebote machen. Entscheidend ist, dass alle Bewohner Verantwortung übernehmen. Wer hier lebt, soll sich willkommen fühlen – muss aber auch bereit sein, Regeln einzuhalten, Rücksicht zu nehmen und Respekt zu zeigen.
Herkunft kann erklären, warum jemand etwas nicht weiß, aber sie entschuldigt nicht, Regeln zu missachten. Ein Stadtteil kann keine Parallelregeln dulden. Ob Müll auf Spielplätzen, blockierte Rettungswege oder unnötig laufende Motoren – Regeln sind kein Selbstzweck, sondern Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.
Integration ist keine Einbahnstraße:
Neu Zugezogene müssen sich einfügen.
Alteingesessene sollten offen bleiben – aber nicht grenzenlos.
Übertriebene Toleranz führt zu Frust, wenn Konflikte aus Angst verschwiegen werden. Nur wenn Regeln klar gelten, entsteht Vertrauen.
Integration zeigt sich im Alltag: Kinder, die zusammen spielen, Eltern die sich austauschen, Jugendliche die gemeinsam Feste gestalten. Hier wird Miteinander gelebt – ohne Programme, einfach im täglichen Leben.
Am Ende zählt nicht, wer welche Staatsangehörigkeit oder Ausbildung hat, sondern das Verhalten jedes Einzelnen. Herkunft ist keine Ausrede, Glaube kein Sonderrecht und Sprache kein Hindernis für gutes Benehmen.
Wer dazugehören will, muss:
Regeln einhalten
Rücksicht nehmen
Respekt zeigen
Das Eichholz soll ein Ort sein, an dem Vielfalt verbindet – und Integration nicht nur diskutiert, sondern gelebt wird. Jeder von uns kann und muss dazu beitragen. Nur so erreichen wir dieses Ziel.
Was exemplarisch im Eichholz im Kleinen gilt, gilt für die Stadt, das Land, die komplette Gesellschaft.
Wer nur seine eigenen Ziele verfolgt, jede Situation nur auf die eigene Sichtweise und seinen Vorteil auslegt, vergeht sich an der Gemeinschaft und integriert nicht.
Wer nicht bereit ist, in eine funktionierende Gesellschaft einzuzahlen, wird irgendwann nichts mehr erhalten, man macht sie kaputt.
Vielen Dank für die Zeit zum lesen von diesem Beitrag.
Thomas Alf
admin
Wie sonst im Leben braucht auch Integration Wegweiser und Regeln, die von allen eingehalten werden müssen um erfolgreich zu sein.
Himmelsereignis begeistert Besucher nicht nur aus dem Eichholz
In der Nacht vom 7. auf den 8. September machten sich Bewohner aus dem Eichholz auf den Weg zum Dachskopf, um ein ganz besonderes Naturschauspiel zu erleben: den Blutmond. Nur wer sich rechtzeitig angemeldet und einen der begehrten Plätze gesichert hatte, konnte teilnehmen – die Nachfrage war riesig, viele mussten leider abgewiesen werden.
Der AWB lädt ein zum Blick in den Himmel
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) hatte zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung eingeladen. Neben dem Beobachten des Blutmondes gab es eine wissenschaftlich fundierte Einführung in das Phänomen sowie spannende Informationen zum Thema Weltraumschrott. Passenderweise fand die Veranstaltung auf einem „irdischen Schrottberg“ statt – ein symbolträchtiger Ort, der die Verbindung zwischen Müll auf der Erde und Abfall im All eindrucksvoll verdeutlichte. So rückte ein oft unbeachtetes Thema in ein ganz neues Licht.
Faszinierende Einblicke in Sonne, Mond und Sterne
Nach einer kurzen Einführung erklärte Timo Olbrich, Naturführer und Hobbyastronom, die Größenverhältnisse im Sonnensystem. Die Distanzen zwischen Sonne, Erde und Mond sind kaum vorstellbar: über 300.000 Kilometer liegen zwischen Erde und Mond – und doch beeinflussen sie sich gegenseitig auf faszinierende Weise.
Olbrich erklärte anschaulich, wie es zum Blutmond kommt: Sonne, Erde und Mond stehen exakt in einer Linie. Nur dann gelangt der Mond in den Kernschatten der Erde – das Sonnenlicht wird in der Atmosphäre gebrochen, und die rötlichen Lichtanteile färben den Mond glutrot. Ein ähnlicher Effekt sorgt übrigens auch für den blauen Himmel am Tag: Blaues Licht wird stärker gestreut als rotes.
Geduld und Staunen am Dachskopf
Oben angekommen – zunächst Ernüchterung: Vom Mond war nichts zu sehen, Dunst verdeckte den Horizont. Die Wartezeit nutzte Olbrich, um über die enorme Menge an Weltraumschrott zu berichten, die heute unseren Planeten umkreist. Kleine Teile fliegen mit Geschossgeschwindigkeit und gefährden Satelliten und Raumstationen. „Im All gibt es leider keinen AWB“, merkte Olbrich augenzwinkernd an – ein eindrücklicher Hinweis auf die zunehmende Verschmutzung des Weltraums.
Dann endlich zeigte sich der Mond – zunächst nur schwach, dann immer deutlicher: eine geheimnisvolle, rötlich schimmernde Kugel am Nachthimmel. Nach etwa einer Stunde trat der Mond aus dem Kernschatten der Erde, und das helle Licht kehrte zurück. Ein beeindruckendes Schauspiel, das viele so schnell nicht vergessen werden.
Sternbilder, Planeten und ein Profi-Tipp
Auf dem Rückweg zum „Base Camp“ gab es noch eine kleine Einführung in die Sternbilder. Mithilfe eines Lasers zeigte Olbrich die bekanntesten Formationen am Himmel – vom Großen Wagen bis zum Schwan. Auch der Planet Saturn ließ sich noch blicken. Der Hobbyastronom gab den Teilnehmern einen Tipp mit auf den Weg:
„Die Planeten bewegen sich immer auf derselben Bahn wie der Mond. Wer eine besonders helle Kugel in dessen Nähe sieht – das ist meist ein Planet.“
Im Winter verläuft diese Bahn übrigens deutlich höher am Himmel als im Sommer. Die Bahn liegt im Sommer näher am Horizont, was für Beobachtungen weniger gut geeignet ist.
Begeisterung und Applaus für den AWB
Zurück am Ausgangspunkt gab es viel Applaus für das Organisationsteam des AWB Böblingen. Die Veranstaltung war perfekt organisiert und bot eine gelungene Verbindung aus Umweltbildung, Astronomie und Gemeinschaftserlebnis. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hoffen nun, dass es nicht bei dieser einen Veranstaltung bleibt – denn der Dachskopf hat sich als idealer Standort für Himmelsbeobachtungen bewiesen.
Windräder sind sicher keine Schönheiten – sie verzieren die Landschaft nicht wie elegante Brücken oder historische Bauwerke. Doch sie sind sichtbare Symbole des Fortschritts. Die neuen Windräder, die im Sindelfinger Norden geplant sind, werden mit über 250 Metern Gesamthöhe deutlich sichtbar das Stadtbild prägen – und das für viele Jahrzehnte.
Allerdings waren auch Kohle- und Atomkraftwerke nie schön anzusehen. Und während deren Risiken und Umweltfolgen bekannt sind, bieten Wind- und Sonnenenergie die Chance auf eine klimaneutrale, lokale Energieversorgung – ohne Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen oder radioaktiven Abfällen.
Wo entsteht die Energiedrehscheibe NORD?
Nicht weit vom Eichholz, zwischen dem Sommerhofental und dem Stuttgarter Kreuz, entsteht ein neues Zentrum nachhaltiger Energie: die Energiedrehscheibe NORD. Hier sollen fünf Windräder gebaut werden – drei auf Sindelfinger Gemarkung, zwei auf Magstadter Seite. Doch das Projekt umfasst weit mehr als nur Windkraft:
Photovoltaikanlagen auf der ehemaligen Deponie: bereits in Betrieb, rund 3 MW Leistung (Strom für etwa 1.100 Haushalte).
Biogas-Anlage: das dort gewonnene Gas wird künftig ins lokale Netz eingespeist (36 MW = Wärmebedarf für ca. 2.300 Haushalte).
Heizwerk NORD: Fernwärme aus Holzabfällen (80 MW = Wärme für rund 5.500 Haushalte).
Windkraft:48 MW Leistung, genug Strom für rund 16.000 Haushalte.
Insgesamt ergibt das eine beeindruckende Leistung von 167 MW – genug, um den Strombedarf von über 17.000 Haushalten und den Wärmebedarf von rund 7.800 Haushalten zu decken.
Keine Belastung für das Eichholz erwartet
Die geplanten Anlagen liegen auf bereits vorbelasteten Flächen – etwa entlang der Autobahn oder auf der ehemaligen Deponie. Das ist ein wichtiger Punkt: unberührte Naturflächen wie das Eichholz bleiben verschont. Gutachten bestätigen zudem, dass keine Beeinträchtigungen durch Lärm oder Schattenwurf für das Wohngebiet Eichholz zu erwarten sind.
Herausforderung: Energie speichern und verteilen
So sinnvoll die lokale Energieerzeugung ist – sie bringt auch Herausforderungen mit sich. Wind und Sonne liefern Energie nicht immer dann, wenn sie gebraucht wird. Noch fehlen ausreichende Speichermöglichkeiten und stabile Verteilnetze. Daher kann die Energiedrehscheibe NORD den Gesamtbedarf Sindelfingens nicht vollständig decken. Fossile Energien werden vorerst weiterhin nötig bleiben – doch das Projekt ist ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Klimaschutz.
Was bedeutet das für den Norden Sindelfingens?
Für den Sindelfinger Norden – und damit auch für das Eichholz – bedeutet die Energiedrehscheibe vor allem eines: viele Baustellen in den nächsten Jahren. Biogasleitungen, Fernwärmenetze und Stromtrassen müssen verlegt werden.
Positiv ist allerdings, dass die Stadtwerke Sindelfingen selbst Betreiber sind – keine privaten Investoren, die auf kurzfristige Gewinne aus sind. Das schafft Vertrauen und kann auch Einfluss auf die Einhaltung von Umwelt- und Lärmschutzvorgaben haben.
Die Bauanträge für alle fünf Windräder wurden inzwischen beim Landratsamt Böblingen eingereicht – das Projekt nimmt also sichtbar Fahrt auf.
Fazit
Die Energiedrehscheibe NORD ist ein Zukunftsprojekt für Sindelfingen, das den Weg zu mehr regionaler und klimaneutraler Energieversorgung ebnet. Auch wenn Windräder keine Schönheitspreise gewinnen, sind sie doch ein sichtbares Zeichen für Verantwortung und Wandel – hin zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung, von der auch das Eichholz profitieren kann.
Bildquellen: Alle Bilder in diesem Beitrag- Mit freundlicher Genehmigung der Stadtwerke Sindelfingen
Bild oben: Fotomontage-Windräder vom Sommerhofental aus gesehen wo die Straße (Hohenzollernstraße) vom Eschenried zum Badezentrum führt (maßstabsgestreu).
Ein neues Highlight für Spaziergänger und Familien ist eröffnet:
Die Aussichtsplattform am Dachskopfbeim Eichholz.
Von rund 550 Metern Höhe bietet sich ein beeindruckender Panoramablicküber Sindelfingen – bei klarer Sicht sogar weit darüber hinaus.
Der Höhenunterschied vom Sommerhofental bis zum Gipfel beträgt etwa 90 Meter. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht: Entlang des Weges informieren Schautafelnüber die vielfältigen Biotope und Lebensräume im Gebiet, sowie die ehemalige Nutzung als Deponie (1959-1997). Seitdem hat eine erstaunliche Verwandlung stattgefunden, die viele Besucher erstaunen lässt.
Ein Spaziergang mit Entdecker-Charakter
Der Weg zur Plattform führt durch ein abwechslungsreiches Waldgebiet, vorbei an Wiesen, kleinen Lichtungen und schattigen Pfaden. Besonders gelungen sind die handgefertigten Ruhebänke, die vom Sindelfinger Forstteam aus Holz gearbeitet wurden – perfekt für eine kleine Rast zwischendurch.
Auch für Kinder gibt es unterwegs einiges zu entdecken. Die Wege sind geschottert und führen ohne Treppen hinauf, was den Aufstieg angenehm macht – allerdings ist der Weg nurbedingtkinderwagentauglich.
Natur erleben mit Aussicht
Ob zum Spaziergang am Wochenende, zum Sonnenuntergang oder einfach für einen kleinen Moment der Ruhe – der Dachskopf ist ein Ort zum Entschleunigen.
TIPP:
Fernglas mitbringen! So lässt sich der weite Blick über Wälder, Felder und Stadtlandschaften noch intensiver genießen.Wer ein Fernglas zur Verfügung hat, kann bei guter Sicht vieles leichter entdecken und mehr als mit dem bloßen Auge. Mögliche Fern-Sichtziele sind z. B. der Engelberg Turm in Leonberg, die Hohe Warte bei Pforzheim (leider jetzt abgebaut) und die Burg Hohenneuffen. Wichtig dabei ist, auch seinen eigenen Standort auf der Plattform zu ändern.
Der Engelbergturm vom Dachskopf aus gesehen
Eröffnung und Zugang
Die offizielle Eröffnung der Aussichtsplattform fand am 10. April 2025statt.
Der Zugang erfolgt über die Waldwege vom Sommerhofental (Spielplatz beim Haus Sommerhof)oder über die Waldwege Stelle / Roter Berg.
Ein Zugang über die Leonberger Straße ist NICHT möglich.
Eine Alternative zu dem Aufstieg aus dem Sommerhofental bietet der Parkplatz „Am Gatter“ direkt neben dem Kreisverkehr am Ende der Leonberger Straße. Der Weg zum Gipfel ist mit rund 2,5 Kilometern etwas länger, dafür aber angenehmer, da der Höhenunterschied von dort nur etwa 60 Meter beträgt. Vom Parkplatz geht es nach dem Hochbehälter gleich rechts auf dem Weg ca. 500m geradeaus. Anschließend nimmt man den ZWEITEN Abzweig erneut nach rechts. Danach folgt man dem Weg für etwa einen Kilometer geradeaus, bis auf der rechten Seite ein Weg mit einem Schild zum Dachskopf abzweigt.
Kein Zutritt mit Fahrrad
Es besteht eine Schließzeit vom 01. Dezember bis 31. Januar, welche bei entsprechender Wetterlage verkürzt oder evtl. auch verlängert sein kann. Entsprechende Informationen sollen dann unten an den Wegweisern angebracht sein, so dass niemand auf halber Höhe vor verschlossener Türe steht. Weiter werden die Zugangswege im Winter nicht geräumt und gestreut.
Auf den Wegen ist keinerlei Beleuchtung vorhanden, weswegen der Zutritt und Aufenthalt auf dem Gelände nur bei Tageslicht erlaubt ist.
Es besteht noch immer Gefahr durch austretendes Gas aus dem Deponiekörper, weswegen Rauchen und offenes Feuer verboten sind, Feuerwerk natürlich ebenso. Bitte deswegen auch die Zuganswege nicht verlassen.
Hunde bitte anleinen
Es sind keine Mülleimer vor Ort – Nehmen Sie Ihren Abfall mit und entsorgen Ihn zu Hause.
Bitte beachten Sie diese Hinweise, damit diese Landmarke weiter zugänglich bleiben kann. Der Dachskopf ist ein neues Naherholungsziel für alle, die Natur und Aussicht gleichermaßen schätzen – und das in unmittelbarer Nähe zum Eichholz.
Fazit:
Der Dachskopf ist einlohnendes Ziel für einen Familienausflug, für Spaziergänger, Naturfreunde und alle, die Sindelfingen einmal aus einer neuen Perspektive sehen möchten. Ein Stück Naturerlebnis und Stadtblick – ganz ohne weite Anreise.
Blick von der Dachskopf-Aussichtsplattform auf Sindelfingen und die umliegende Landschaft.
Text und Beitragsbilder Thomas Alf
admin
Kunstwerk „Die drei Quadrate (2024) von Johannes Karres kommt an der exponierten Stelle sehr gut zur Geltung
Der Dachskopf von Wasserturm Steige aus gesehen (oben links)
Aussicht am Eröffnungstag- leider nicht ganz klar
Der Sindelfinger OB Dr. Vöhringer und Landrat Bernhard
Die Aussicht gefällt….
Auf dem Gipfel befinden sich tolle Sitz/Liegemöglichkeiten
Schutzhütte- Ebenfalls vom Sindelfinger Forst erstellt
Teil der Eulenbank – Kunst vom Sindelfinger Forst die gefällt und beeindruckt